Über aktuelle Forschungsarbeiten, insbesondere auf dem Gebiet autonomer Maschinen, ließen sich die Ausschussmitglieder von Prof. Hans W. Griepentrog vom Institute of Agriculture and Ecology informieren. Dazu gehört unter anderem ein im Dreipunkt angebautes System zum automatischen Aushacken von Unkraut zwischen Nutzpflanzen und der „KU-RoboTrac“, ein mit GPS und Neigungssensor ausgerüsteter Kleintraktor, der mit verschiedenen Anbaugeräten zum Säen oder zur Unkrautbekämpfung durch Hacken oder Herbizide eingesetzt werden kann. Aktuell noch ungelöste Fragen zur Sicherheit und Zuverlässig keit autonomer Maschinen erlauben derzeit nur einen Einsatz in öffentlich nicht zugänglichen Bereichen, wie zum Beispiel auf abgezäunten Obstplantagen.
Der Arbeitszeitbedarf von Managementtätigkeiten wird in der Landwirtschaft meist unterschätzt. Dr. Matthias Schick, Leiter der Arbeitsgruppe Bau, Tier und Arbeit an der Agroscope ART (Schweiz) stellte hierzu Ergebnisse aus einer aktuellen Promotion vor. So wurden am Beispiel der Milchviehhaltung arbeitswirtschaftliche Kennzahlen erhoben und festgestellt, dass zum Beispiel für das Management und für weitere Sonderarbeiten 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit anfallen, und zwar mit steigender Tendenz.
Große Beachtung fand im Kreise der Ausschussmitglieder das Projekt „talkingfields“, das von Frau Dr. Heike Bach, Geschäftsführerin der Vista GmbH, vorgestellt wurde. Hierbei geht es um den betrieblichen Einsatz von Satellitendaten im Pflanzenbau. Aus Satellitendaten lassen sich Ertragsprognosen ableiten, sie ermöglichen eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Precision Farming und liefern Informationen zur Bestandesführung, wie der Pflanzendichte.
Interessenten erhalten weitere Informationen zur Arbeit des Ausschusses Arbeitswirtschaft und Prozesstechnik bei der DLG, Ansprechpartner ist Jürgen Katzameyer, Tel. 069/24788-650 oder E-mail: J.Katzameyer@DLG.org.