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Motorenbauer DEUTZ stellt sich auf schwieriges Marktumfeld ein

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Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Zukunftssicherung rüstet sich die DEUTZ AG nach eigenen Angaben für das anhaltend schwierige Marktumfeld. Der Vorstand reagiere damit auf die Folgen der verschärften Finanzkrise, welche die Geschäftsentwicklung des DEUTZ-Konzerns insbesondere im dritten Quartal 2008 deutlich geprägt haben. Das Programm, welches im kommenden Jahr einen positiven Ergebnisbeitrag in hoher zweistelliger Millionenhöhe (€) erbringen soll, beinhalte vor allem Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität, die Anpassung der Mitarbeiterzahlen an die veränderten Wachstumsprognosen sowie Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensprozessen. Gleichzeitig werde DEUTZ die Investitionen in Forschung und Entwicklung fortsetzen, um eine solide Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen.

„In dem derzeit schwierigen und volatilen Marktumfeld ist schnelles und konsequentes Handeln gefordert“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der DEUTZ AG, Dr.-Ing. Helmut Leube. „Um diesen Herausforderungen zu begegnen haben wir ein Maßnahmenpaket initiiert, das die Profitabilität von DEUTZ absichert und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit des Konzerns stärkt.“

DEUTZ verzeichnete, ebenso wie die gesamte Branche, in den Monaten August bis September eine Abschwächung bei Auftragseingang, Absatz und Umsatz. Während der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2008 noch das Vorjahresniveau erreichte, registrierte DEUTZ im dritten Quartal eine deutlich reduzierte Vergabe neuer Aufträge sowie vermehrt Stornierungen bestehender Aufträge. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete DEUTZ nach eigenen Angaben einen Rückgang im Auftragsvolumen von 15,5% im 3. Quartal 2008. Somit lag nach Unternehmensangaben der Auftragseingang Ende September 2008 bei 1.150,9 Mio. € (Q1-Q3 2007: 1.215,4 Mio. €). Resultierend aus einem deutlichen Umsatzplus im ersten Halbjahr verbesserte sich der Umsatz laut DEUTZ in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008 um 7,2 % auf 1.180,3 Mio. € (Q1-Q3 2007: 1.100,7 Mio. €), im 3. Quartal 2008 ging das Umsatzvolumen allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % zurück. Hierbei waren zunehmende Abschwächungstendenzen in nahezu allen Regionen erkennbar. Der Absatz erreichte laut DEUTZ mit 207.491 verkauften Motoren (Q1-Q3 2007: 206.410 Motoren) das Niveau des Vorjahres.

Der deutliche Umsatzrückgang im 3. Quartal 2008 sowie steigende Materialkosten wirkten sich belastend auf die Ergebnisgrößen aus. Von Januar bis September 2008 erwirtschaftete DEUTZ nach eigenen Angaben ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 43,9 Mio. € (Q1-Q3 2007: 71,0 Mio. €) und die EBIT-Marge erreichte 3,7 % nach 6,5 % im Vorjahr, nachdem eingeleitete Kosteneinsparungsmaßnahmen sowie Produktivitätssteigerungen die dynamische Absatzreduzierung und die gestiegenen Rohmaterialpreise nicht schnell genug kompensieren konnten. Für die Ergebnisentwicklung zu berücksichtigen sei zudem, dass das EBIT für die ersten neun Monate 2008 durch Anlaufverluste für das chinesische Joint Venture DEUTZ Dalian Engines in Höhe von 7,0 Mio. € (Q1-Q3 2007: 2,2 Mio. €) belastet war, während das operative Ergebnis im vergleichbaren Vorjahreszeitraum durch Sondererträge insgesamt mit einem Betrag von 13,0 Mio. € positiv beeinflusst war. Infolge dessen lag, so DEUTZ, auch das Konzernergebnis nach Steuern mit 28,0 Mio. € deutlich unter dem Vorjahresniveau (Q1-Q3 2007: 35,6 Mio. €).

Im Segment Kompaktmotoren stieg der Absatz nach Unternehmensangaben im Zeitraum Januar bis September 2008 um 1,1% auf 183.384 Motoren (Q1-Q3 2007: 181.310). Von den Motoren mit vier bis acht Liter Hubraum wurden laut DEUTZ AG 8,7 % mehr verkauft, während der Absatz von Motoren mit weniger als 4 Liter Hubraum um 8,1 % zurückging. Insgesamt verzeichnete der Bereich Kompaktmotoren vor allem im 3. Quartal 2008 eine deutliche Abschwächung des Motorenabsatzes (-17,0 %). Aufgrund der positiven Entwicklung im 1. Halbjahr 2008 lag der Umsatz im gesamten Berichtszeitraum, so DEUTZ, mit 922,4 Mio. € um 6,9 % über Vorjahr (Q1-Q3 2007: 862,6 Mio. €). Dabei habe insbesondere der Anwendungsbereich Landtechnik deutlich zugelegt. Die Umsatzerlöse seien hier um 51,9 % auf 132,8 Mio. € (Q1-Q3 2007: 87,4 Mio. €) gestiegen. Auch das Servicegeschäft entwickelte sich nach Unternehmensangaben positiv und wuchs um 15,6 % auf 76,9 Mio. € (Q1-Q3 2007: 66,5 Mio. €). Das EBIT war, so DEUTZ, insbesondere durch die Entwicklung im 3. Quartal 2008 negativ beeinflusst und erreichte unter Berücksichtigung der Anlaufverluste für das Joint Venture DEUTZ Dalian Engines 9,0 Mio. € (Q1-Q3 2007: 34,1 Mio. €).

Das Segment DEUTZ Customised Solutions erreichte nach Unternehmensangaben im Berichtszeitraum ein Absatzvolumen von 24.107 Motoren (Q1-Q3 2007: 25.100: -4,0 %). Mit 257,9 Mio. € sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % (Q1-Q3 2007: 238,1 Mio. €) gestiegen. Ausschlaggebend waren hier laut DEUTZ vor allem die Bereiche Stationäre Anlagen (+ 22,4 % auf 61,7 Mio. €), Automotive (+18,5 % auf 35,8 Mio. €) sowie Mobile Arbeitsmaschinen (+15,8 % auf 55,0 Mio. €). Der Bereich Service erzielte, so das Unternehmen, mit 84,6 Mio. € nach wie vor den größten Anteil am Segmentumsatz und konnte erneut leicht zulegen (Q1-Q3 2007: 82,6 Mio. €). Das EBIT sei im Berichtszeitraum um 12,5 % auf 35,2 Mio. € (Q1-Q3 2007: 31,3 Mio. €) gestiegen.

Im Zuge der weiteren negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft hat sich die Absatzreduzierung laut DEUTZ in den zurückliegenden Wochen beschleunigt. Für das Geschäftsjahr 2008 will DEUTZ einen Absatz in der Größenordnung von 260.000 Motoren und ein Umsatzwachstum von bis zu 2 % erreichen und eine EBIT-Marge von rund 2 % erzielen. Aufgrund der nach wie vor großen Verunsicherung der Kunden sei eine Prognose zur Zeit nur schwer möglich. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die genannten Ziele nicht voll erreicht werden.
Die für das Geschäftsjahr 2008 geplanten Investitionen zum Ausbau der Fertigungskapazitäten werden aufgrund der veränderten Situation nach Unternehmensangaben reduziert. Die Aufwendungen für zukunftsgerichtete Projekte in der Forschung und Entwicklung sollen 90 Mio. € betragen.
Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung hat DEUTZ zusätzlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Absicherung der Profitabilität beschlossen. Dies beinhalte vor allem Maßnahmen zur Kostensenkung, Anpassung der Mitarbeiterzahlen an die veränderten Wachstumsprognosen sowie Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensprozessen. Das Maßnahmenpaket soll insgesamt einen positiven Ergebnisbeitrag in hoher zweistelliger Millionenhöhe (€) leisten.
Das Konzernergebnis für das Gesamtjahr werde – entsprechend dem erwarteten Rückgang im operativen Ergebnis sowie eventuellen Belastungen aus Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Maßnahmenpaket – unter dem Wert des Vorjahres liegen.

Quelle: DEUTZ AG (www.deutz.de)

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