Der neue Pöttinger Produktions- und Technologiestandort in Vodnany, Tschechien, hat die Produktion mit Mai 2007 aufgenommen. Das Familienunternehmen Pöttinger investierte 7,8 Millionen Euro in einen ersten Ausbau der Fertigungskapazitäten. In einer zweiten Ausbaustufe plant Pöttinger in Vodnany eine KTL-Lackieranlage inklusive einer Pulverbeschichtungsanlage und eine neue Härtetechnik. Die Investitionssumme für die zweite Stufe beträgt 14 Millionen Euro, die Inbetriebnahme ist bereits für Herbst 2008 geplant.
Das neue Werk wurde 200 Meter neben dem alten Standort errichtet und umfasst nach dem ersten Bauabschnitt 5.600 m² Produktions- und 300 m² Bürofläche. Damit bietet das Werk Kapazität für 150 Mitarbeiter. Der zweite Abschnitt wird weitere 5.600 m² umfassen. Das Werk dient neben der Landmaschinen-Produktion auch der Fertigung von Baugruppen für das Stammwerk Pöttinger Grieskirchen und für das Sätechnikwerk in Bernburg. Darüber hinaus wird Vodnany zu einem Wissens- und Technologiezentrum ausgebaut. Die zweite Ausbaustufe vervollständigt das Konzept, in Vodnany ein Entwicklungszentrum für Bodenbearbeitung zu etablieren. Dabei setzt Pöttinger im Sinne der partnerschaftlichen Philosophie des Unternehmens auf engste Kooperationen mit Wissenschaft und Praxis vor Ort.
Die Umsetzung des Projektes Vodnany erfolgte in außergewöhnlicher Weise: das Gebäudekonzept verfolgt die Idee der integrierten Fabrik. Alle Abläufe von der Produktidee bis zur Fertigung werden transparent gemacht, Büro und Fertigung verschmelzen zu einer Einheit. Auch die Lieferanten, zu denen Pöttinger langfristige Partnerschaften pflegt, werden in den gesamten Prozess eingebunden. Dieses Konzept ermöglicht Pöttinger ein schnelles Reagieren auf die Bedürfnisse des Marktes.