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Agritechnica Impressionen: Kleiner Rundgang über die Messe

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2.247 Unternehmen aus 36 Ländern präsentierten auf der Agritechnica 2007 ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen und Produktpaletten. 340.000 Landwirte und Fachleute, darunter 71.000 aus dem Ausland, kamen vom 11. bis 17. November 2007 auf das Messegelände in Hannover, um sich über Neuheiten und Trends in der Landtechnik zu informieren.

Auf den Bau von Geräteträgern für Baumschulen, den Gemüsebau und andere Sonderkulturen hat sich der österreichische Hersteller Rath (www.rath-maschinen.com) spezialisiert. Neben Typen wie dem Freisicht-Pflegetraktor MASTERTRAC (im Bild) und HIGHLANDER V70 für den Einsatz in Baumschulen und Weihnachsbaumplantagen, fertigt Rath auch Spezialtraktoren nach Kundenwunsch zum Beispiel mit Ernteplattform oder frontseitig montierter Fahrerkabine. Als Antriebsquelle verwendet Rath Dieselmotoren von Deutz und Perkins mit 60 bis 80 PS Leistung, der Fahrantrieb erfolgt hydrostatisch. Die Rath-Geräteträger gibt es wahlweise mit Hinterradantrieb...
... oder dem „X-Drive“ genannten permanenten Allradantrieb. Durch den hydrostatischen Fahrantrieb wird dabei die Bodenfreiheit des Traktors nicht beeinträchtigt, da die in der Spurweite von 1,5 bis 2,0 m stufenlos verstellbare Vorderachse bei beiden Antriebsvarianten praktisch identisch ist.
Die Zapfwellen werden beim Rath Mastertrac über ein oder zwei separate Hydraulikkreisläufe mit bis zu 80 % der Motorleistung mittels Ölmotoren angetrieben. Die Drehzahlen der Zapfwellen richten sich nach Bedarf und Kundenwunsch.
Der türkische Hersteller BASAK TRAKTÖR (www.basaktraktor.com) produziert Traktoren im Leistungsbereich von 46 bis 80 PS überwiegend für den Heimatmarkt. Die auf der Agritechnica gezeigten Modelle sind die Weiterentwicklung einer Basak-Lizenzproduktion der Steyr Plus-Serie und mit Hinterrad- oder Allradantrieb lieferbar. Neben Modellen mit offener Plattform – im Bild der 2050T mit 36/50 kW/PS – gibt es auch...
... einige Typen mit Kabine (im Bild der 2073 A SH 85 TI beziehungsweise 2085 ASH Turbo mit 59/80 kW/PS). Alle Basak-Traktoren besitzen Synchrongetriebe mit 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgängen, die Motoren erfüllen die Abgasnorm der Stufe 2.
Am deutschen Markt etabliert hat sich inzwischen der Lenar LE 254 aus chinesischer Produktion. Neben dem passenden Frontlader bietet Lenar (www.lenartraktor.de) auch eine Vielzahl von Anbaugeräten für die Grünflächen-/Grundstückspflege, kommunale Einsätze und zahlreiche Hof- und Stallarbeiten an. Speziell für Pferdehalter gibt es zudem den Reitbahnplaner „Bahnmaster“, der durch sein modulares Design mit diversen Werkzeugen für unterschiedliche Aufgaben ausgerüstet werden kann.

Neben dem seit Jahren in allen Bereichen der Landtechnik anhaltenden Trend zu mehr Leistung, größeren Arbeitsbreiten, mehr High-Tech und umfangreicher Komfort-Ausstattung konnte man auf der Agritechnica 2007 zum Beispiel im Bereich Traktoren noch weitere interessante Entwicklungstendenzen beobachten: Immer mehr Hersteller engagieren sich – nicht zuletzt auf Grund einer verstäkten Nachfrage seitens der Kunden – auch wieder vermehrt in den unteren PS-Klassen und bieten Kompakttraktoren und Standardschlepper im Segment bis etwa 100 PS an, die in den Punkten Komfort und technische Ausstattung weit an die oberen Leistungsklassen heranreichen. Weil aber nicht jeder bereit ist, den dadurch bedingten Mehrpreis zu zahlen, gab es auf der Agritechnica 2007 auch eine große Auswahl an einfach ausgestatteten und damit preiswerten Schleppern zu sehen. Der Großteil dieser, überwiegend im unteren Leistungsbereich angesiedelten, Traktoren stammt dabei nicht von den bekannten, sondern von bislang in unseren Breiten eher unbekannten Herstellern beispielsweise aus Südosteuropa und Asien. Zwar stehen einem Verkauf in Deutschland bei vielen dieser Traktoren derzeit noch fehlende Vertriebskanäle und die Nichteinhaltung der gültigen Abgasnormen entgegen, jedoch bekundeten alle von uns befragten Hersteller gegenüber landtechnikmagazin.de den Willen, ihre Produkte im Laufe der nächsten Jahre auch hier zu vertreiben.

Interessant war die Agritechnica auch in diesem Jahr jedoch nicht nur auf Grund der zahlreichen Neuvorstellungen, denn kaum eine andere Messe bietet dem landtechnisch Interessierten ein so breites Spektrum an Agrartechnik für nahezu jeden Bereich der Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass die Agritechnica durch ihre internationale Auslegung auch immer einen guten Einblick in die Entwicklung und den aktuellen Stand der Landtechnik in anderen Regionen dieser Welt ermöglicht. Dabei kann man feststellen, dass in vielen Ländern in der Agrartechnik nicht nur andere Prioritäten gesetzt werden, sondern teilweise auch Techniken und Verfahren erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt werden, die hierzulande fast schon in Vergessenheit geraten sind. Ein Beispiel hierfür findet sich im Bereich der Futtererntetechnik: Während in Deutschland gezogene Feldhäcksler und Anbaufeldhäcksler fast gänzlich vom Markt verschwunden sind und von leistungsfähigen Selbstfahrhäckslern und Ladewagen verdrängt wurden, erfreuen sich diese Maschinen weltweit betrachtet nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch 2007 hatte die Agritechnica also wieder einiges zu bieten. Einen Teil dessen, was es in Hannover interessantes zu sehen gab, haben wir in der Galerie zu diesem Artikel für Sie zusammengestellt. Dass das allerdings nur ein kleiner Ausschnitt sein kann, versteht sich angesichts der Fülle der in Hannover gezeigten Neuheiten und Produkte von selbst.

Quelle: ltm-KE

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