Angetrieben werden alle drei Modelle vom FPT-4-ZylinderMotor F36 mit 3,6 l Hubraum, der die Anforderungen der EU-Abgasstufe V erfüllt. Die maximalen Leistungswerte (Herstellerangabe nach ECE R120) reichen dabei vom Farmall 100M mit 74/101 kW/PS über den Farmall 110M mit 81/110 kW/PS bis hin zum Spitzenmodell Farmall 120M, das 86/117 kW/PS bereitstellt. Parallel dazu steigt auch das maximale Drehmoment, das bei 1.300 U/min zwischen 450 Nm im 100M, 490 Nm im 110M und 506 Nm im 120M liegt. Diese Leistungscharakteristik verspricht hohe Durchzugskraft und ermöglicht auch unter Last ein effizientes Arbeiten.
Ein besonderes konstruktives Detail ist das vollständig unter der Motorhaube integrierte Abgasnachbehandlungssystem. Diese Lösung verbessert nicht nur die Sicht nach vorne, sondern schützt die technischen Komponenten gleichzeitig vor äußeren Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit oder mechanischer Belastung. Zugleich bleibt die Silhouette des Traktors kompakt und übersichtlich – ein Vorteil bei Arbeiten auf engen Hofarealen oder beim Rangieren mit Frontlader.
Für die Kraftübertragung kommt bei den Case IH Farmall M ein Semi-Powershift-Getriebe ActiveDrive 4 mit mit 4-fach Lastschaltung, inklusive Schaltautomatik von bis zu 8 Gängen, das 16 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgänge bietet, zum Einsatz, die sich durch die Kriechgang-Option auf jeweils 32 verdoppeln lassen; als Höchstgeschwindigkeit nennt der Hersteller 40 km/h im ECO-Modus. Die Kombination aus fein abgestufter Gangwahl und automatischen Lastschaltfunktionen erlaubt nach Unternehmensangaben eine präzise Anpassung an unterschiedlichste Arbeitsbedingungen – vom schweren Feldeinsatz bis zu Transportfahrten auf der Straße.
Auch im Bereich Hydraulik und Hubleistung zeigt sich die Farmall-M-Serie ausgesprochen leistungsfähig. Die maximale Hubkraft am Heck beträgt Case IH zufolge bei allen drei Modellen bis zu 5.200 kg und ermöglicht damit den Einsatz schwerer Anbaugeräte. Unterstützt wird dies durch eine Hydraulikpumpe mit einer Förderleistung von 80 l/min, die auch bei hydraulisch anspruchsvollen Anwendungen eine konstante Leistungsversorgung sicherstellen soll. Der Radstand von 2.380 mm realisiere dabei eine ausgewogene Gewichtsverteilung und trage zu Stabilität und Traktion bei.
Der hohe Anspruch an Produktivität spiegelt sich bei den Case IH Farmall M auch in der Kabine wider: Die optional gefederte Vorderachse trägt zu einem ruhigen Fahrverhalten bei, während die einteilige Frontscheibe, die neu gestaltete Motorhaube und moderne LED-Scheinwerfer eine ausgezeichnete Rundumsicht gewährleisten sollen. Bedienhilfen wie eine kupplungslose Wendeschaltung, automatisierte Schaltfunktionen und ein elektronischer Joystick erleichtern die Maschinenführung und erhöhen gleichzeitig Präzision und Komfort während langer Arbeitstage.
Darüber hinaus integriert die Baureihe Case IH Farmall M moderne digitale Lösungen. Über die Plattform Case IH FieldOps können Maschinen- und Betriebsdaten in Echtzeit erfasst und analysiert werden, wodurch sich Arbeitsabläufe effizienter planen lassen. Ergänzt wird dies durch eine abonnementfreie Einstiegstelematik für grundlegendes Flottenmanagement sowie durch ISOBUS-Kompatibilität und die Möglichkeit, automatische Lenksysteme zu integrieren.