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Massey Ferguson Großtraktor MF 8690: Weltweit erster Traktor mit SCR-Technologie

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Mit dem neuen MF 8690 mit 272 kW/370 PS Höchstleistung nach ISO präsentierte Massey Ferguson kürzlich nicht nur den bislang stärksten Schlepper der Firmengeschichte, sondern auch den weltweit ersten Traktor mit SCR-Technologie zur Abgasnachbehandlung.

Der neue MF 8690 ist der weltweit erste Traktor, der zur Abgasnachbehandlung die SCR-Technologie verwendet. Mit einer Höchstleistung von 272 kW/370 PS nach ISO ist er zugleich der bislang stärkste Ackerschlepper in der Firmengeschichte von Massey Ferguson.
Das SCR-System des SisuDiesel Citius-Motors im neuen Massey Ferguson 8690 behandelt die Abgase mit dem Diesel-Reduktionsmittel AdBlue. AdBlue, auch bekannt als AUS32 oder DEF (Diesel Exhaust Fluid), ist eine wässrige Harnstofflösung, die bei Abgasanlagen mit Katalysator in genauen Mengen dosiert und von einem Bosch-Steuersystem in den Abgasstrom eingespritzt wird. Die Zugabe des Harnstoffes bewirkt eine Umwandlung der Stickoxyde (NOx) im Abgas in harmlosen Stickstoff und Wasser.
AdBlue wird beim MF 8690 in einem separaten Tank mitgeführt. Der Verbrauch liegt laut Massey Ferguson bei etwa 3 % des Dieselkraftstoffverbrauchs, demnach muss der AdBlue-Tank etwa bei jedem zweiten Dieseltanken befüllt werden.

Der neue MF 8690 wird von einem Citius SCR-Motor von SisuDiesel mit 8,4 Litern Hubraum, CommonRail und 4-Ventiltechnik angetrieben. Die Besonderheit des Motors ist die SCR-Technologie (selectiv cathalytic reduction = selektive kathalytische Reduktion), die im Lkw-Bereich bereits seit einiger Zeit zum Einsatz kommt. Das SCR-System des SisuDiesel Citius-Motors behandelt die Abgase mit dem Diesel-Reduktionsmittel AdBlue. AdBlue, auch bekannt als AUS32 oder DEF (Diesel Exhaust Fluid), ist eine wässrige Harnstofflösung, die bei Abgasanlagen mit Katalysator in genauen Mengen dosiert und von einem Bosch-Steuersystem in den Abgasstrom eingespritzt wird. Die Zugabe des Harnstoffes bewirkt eine Umwandlung der Stickoxyde (NOx) im Abgas in harmlosen Stickstoff und Wasser. Bislang besteht die Problematik ja darin, dass sich niedrige Stickoxydwerte nur durch eine Senkung der Verbrennungstemperatur erreichen lassen, dann aber steigen Partikelemission und Verbrauch. Nach Ansicht zahlreicher Lkw- beziehungsweise Motoren-Hersteller, ist die SCR-Technologie deshalb derzeit die einzig praktikable Möglichkeit, zukünftige Abgasnormen einzuhalten und zugleich einen wirtschaftlichen Betrieb von Dieselmotoren zu ermöglichen, da bei dieser Art der Abgasnachbehandlung der Motor verbrauchsoptimiert eingestellt werden kann, ohne auf die Stickoxyd-Emissionen Rücksicht nehmen zu müssen. AdBlue wird in einem separaten Tank mitgeführt; der Verbrauch liegt laut Massey Ferguson bei etwa 3 % des Dieselkraftstoffverbrauchs. AdBlue ist laut Hersteller fast überall erhältlich und wird meist im Gebinde (ab 10 Liter) ausgegeben.
Soweit also die Vorteile. Kommen wir nun zu den Nachteilen: Da wäre zunächst der zweite Tank, der regelmäßig – laut Massey Ferguson etwa bei jedem zweiten Dieseltanken – befüllt werden muss. Unterlässt man das Nachfüllen von AdBlue, reduziert die Elektronik nach einigen Warnungen spürbar die Motorleistung. Laut Massey Ferguson lässt sich dieser Mechanismus auch nicht überbrücken. Es empfiehlt sich deshalb, immer eine ausreichende Menge AdBlue auf Vorrat zu haben und im Zweifelsfall auch eine kleine Reserve bei der Arbeit mitzuführen. Bei der Lagerung ist zu beachten, dass AdBlue nur etwa 12 Monate haltbar ist. Um ein Gefrieren von AdBlue zu vermeiden, dürfen dabei Temperaturen von -11° C nicht unterschritten werden und bei Temperaturen über 25° C beginnt es sich zu zersetzen.

Neben dem neuen Motor hat der MF 8690 natürlich noch einige weitere Neuerungen zu bieten: So verfügt er über ein neues stufenloses Dyna-VT Getriebe mit DTM (Dynamic Tractor Management), welches laut Massey Ferguson das Zusammenspiel von Motor und Getriebe zusätzlich effektiv harmonisiert und Drehzahl und Verbrauch reduziert. Neu ist auch eine noch robustere Chassiskonstruktion, das taillierte Design mit integrierter Fronthydraulik, einteilig klappbarer Motorhaube, klappbarem Kühlersystem sowie einer neuen ab Werk lieferbaren Frontzapfwelle. Die Hubkraft des neuen Heckkrafthebers gibt Massey Ferguson mit bis zu 12 t an, die Förderleistung des neuen Hydrauliksystems wir mit 172 l/min beziffert. Der MF 8690 verfügt über eine neue 4-Pfostenkabine mit ergonomisch integrierten Bedien- und Kontrollelementen und einer neuen Kabinenfederung. Für schnelle und bequeme Lenkmanöver stattet Massey Ferguson den 8690 mit der neuen, wahlweise aktivierbaren SpeedSteer-Servolenkung aus.

Die Markteinführung des MF 8690 in Deutschland ist zur Jahresmitte 2009 geplant.

Quelle: AGCO Vertriebs GmbH/ltm-ME (www.masseyferguson.com)

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