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Neuer Dewulf R3060 Kartoffelroder-Selbstfahrer in acht Ausführungen

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Artikel eingestellt am:
06.5.2014, 18:08

Quelle:
ltm-ME/Dewulf nv
www.dewulfgroup.com

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Mit dem R3060 stellt Dewulf für die bevorstehende Saison nun seine fünfte Generation des zweireihigen Selbstfahrer-Kartoffelroders mit drei Rädern vor. Um die Qualität des Endprodukts zu steigern, wurden die Fallhöhen auf ein Minimum reduziert, die Mitnehmer im Bunker aus Gummi gestaltet und die Möglichkeit geschaffen, bis zu vier verschiedene Reinigungsmodule zu verbauen. Durch den modularen Aufbau des Roders ist er in acht Ausführungen erhältlich: als RS3060, RA3060, RQ3060, RQA3060, RJS3060, RJA3060, RCE3060 und RCA3060. Auch das Look & Feel wurde überarbeitet: In Zukunft wird der neue R3060 in einer rot-grauen Farbkombination ins Feld fahren.

Der Dewulf RS3060 eignet sich nach Herstellerangaben für einfache Bedingungen ohne Kluten und mit wenig Kraut. Er verfügt über eine Krautrolle und ein unteres und oberes Igelband. Der RA3060 wurde für schwierige, mittelnasse Bedingungen konzipiert und besitzt eine Krautrolle, ein unteres Igelband, ein Reinigungsmodul und ein oberes Igelband. Der RQ3060 soll einfache Bedingungen und viel Kraut bearbeiten und es wurden deshalb ein Fallsieb und ein unteres und oberes Igelband verbaut. Der RQA3060 ist für schwierige, mittelnasse Bedingungen und viel Kraut vorgesehen, weshalb er mit einem Fallsieb, einem unteren Igelband, einem Reinigungsmodul und einem oberen Igelband ausgestattet wurde. Für den RJS3060 sollten die Bodenbedingungen nicht zu schwierig sein, weisen aber viele Kluten und Steine auf, weshalb er über eine Krautrolle, ein unteres Igelband und ein flaches oberes Igelband mit Abstreifrollen (optional vierreihiges Fingersystem) verfügt. Um nasse Bodenbedingungen mit vielen Kluten und Steinen bearbeiten zu können, weist der RJA3060 eine Krautrolle, ein unteres Igelband, ein Reinigungsmodul und ein flaches oberes Igelband mit Abstreifrollen (optional vierreihiges Fingersystem) auf. Beim RCE3060 liegt der Hauptaugenmerk auf der Kartoffelqualität, weshalb die Richtungsänderung fehlt, er aber über eine Krautrolle, doppeltes Easy-Clean-Modul unten und ein optionales Easy-Clean-Modul oben verfügt. Auch beim RCA3060 fehlt die Richtungsänderung, er hat dafür aber eine Krautrolle, Spiralerollen unten und ein optionales Easy-Clean-Modul oben.
Für schwierige, mittelnasse Bedingungen, bei denen allerdings statt des Roders ein Elevator eingesetzt werden soll, bietet Dewulf den RA4060 an.

Im R3060 wird serienmäßig ein Krautentferner aus verschleißfestem Hardox-Stahl verbaut, der sowohl mit Tiefenführung als auch Side-Shift ausgestattet ist. Die Taster unter dem Krautentferner folgen der Höhe der Rücken und steuern je einen Zylinder. Dadurch soll das Kraut optimal entfernt werden. Für Erntebreiten über 90 cm kann optional auch ein breiterer Krautentferner geordert werden.

Serienmäßig ist der R3060 mit der bewährten Rodeeinheit mit 2 Dammrollen und Rodescharen ausgestattet, optional kann eine austauschbare Rodeeinheit ohne Dammrollen mit angetriebenen Scheiben gewählt werden, die bei nassen und klebrigen Bedingungen einen deutlichen Mehrwert bieten soll.
Verschiedene Unterstützungssysteme sollen die Ernte weiter optimieren. Hierzu gehört das serienmäßige APC (Automatic Pressure Control), mit dem der Druck auf den Dammrollen eingestellt wird, da sich die Tragefähigkeit der Kartoffelrücken abhängig von den Witterungsbedingungen ändern kann. Das serienmäßige DSC (Dewulf Synchronisation Control) ermöglicht es dem Fahrer, die Geschwindigkeit der Rodematten synchron mit der Fahrgeschwindigkeit laufen zu lassen, um die Anzahl zurückrollender Kartoffeln auf ein Minimum zu reduzieren. Nach Firmenangaben laufen herkömmliche Rodematten mit konstanter Geschwindigkeit, was dazu führt, dass, wenn zu wenig Erde auf den Rodematten liegt, die Knollen bei Geschwindigkeitsänderungen ins Rollen geraten und die Qualität sinkt. Der R3060 soll den Kartoffelrücken gleichmäßig aufnehmen, indem der Gang im Feld kontinuierlich an die Geschwindigkeit der Rodematte gekoppelt wird.
Für hügelige Gelände bietet Dewulf ADC (Automatic Depth Control) als Sonderausstattung an. Zwei Zylinder werden mithilfe von Sensoren gesteuert, die kontinuierlich das Niveau des Kartoffelrückens abtasten. Die Zylinder sollen eine optimale Position des Rodekanals im Verhältnis zum Feld garantieren.

In allen Dewulf R3060 finden drei Siebketten Verwendung. Das erste und das zweite Siebband sind dabei kontrolliert umkehrbar. Die zweite Siebkette ist serienmäßig mit einem Rotationsklopfer und zwei Exzenteragitatoren ausgestattet. Falls zusätzliche Reinigung erwünscht ist, kann optional, in der ersten Siebkette einen Rotationsklopfer und in der dritten Siebkette einen Exzenteragitator eingebaut werden. Die Geschwindigkeit dieser Komponenten ist einstellbar. Sie können jeweils einzeln ein- und ausgeschaltet werden.

Um den verschiedensten Bedingungen gerecht zu werden, können vier verschiedene Reinigungsmodule bestellt werden: Siebmodul, Axialmodul, Easy-Clean-Modul oder Sterntischmodul (insbesondere für Karotten). Die Reinigungsmodule wurden hinter dem unteren Igelband positioniert. Die Neigung des Igelbands und des Reinigungsmoduls kann unabhängig voneinander angepasst werden, wenn mehr respektive weniger Reinigung erforderlich wird. Mithilfe einer Parallelogramm-Konstruktion wird die Neigung des Igelbands automatisch an die Neigung des Reinigungsmoduls angepasst, sodass die Fallhöhe immer gleich bleibt. Da keine Siebkette entfernt werden muss, um das entsprechende Reinigungsmodul einzubauen, können die Module nach Herstellerangaben äußerst einfach innerhalb von nur 15 Minuten ausgetauscht werden.

Angetrieben wird der Dewulf R3060 vom neuen Scania DC09 Common-Rail-Motor, EU-Abgasnorm IV final, mit 350/257 PS/kW mit Ad-Blue. Nach Firmenangaben leistet der neue Motor im Vergleich zur vorherigen Generation 20 PS mehr, verbraucht allerdings 10 % weniger. Optional lässt sich auch eine 400-PS-Variante einbauen. Für Nicht-EU-Länder, in denen Dieselkraftstoff von guter Qualität nicht immer verfügbar ist, kann ein identischer Motor mit Abgasnorm II eingebaut werden.
Der R3060 wurde nach Herstellerangaben mit überdimensionierten Radmotoren und robusten Reduktoren ausgestattet. Das Drehmoment kann individuell pro Rad angepasst werden, wobei zwischen Drehmoment und Geschwindigkeit gewählt werden kann, um für jede Situation die geeignete Einstellung zu finden.

Auf den sicheren Zugang zu allen Wartungsbauteilen wie Luftfilter, Ölstand und Kühlwasserstand wurde ein besonderes Augenmerk gelegt. Dewulf verwendet nach eigenen Angaben erstklassige Bauteile, die weltweit verfügbar sind um die Gesamtbetriebskosten so niedrig wie möglich zu halten.

Vielfältige Bereifungsoptionen des R3060 sollen jedem Standort gerecht werden. Vorne sind Mitas Zwillingräder 2x750 380/90 R46 serienmäßig, optional lassen sich Mitas Zwillingräder 2x710 380/90 R46, Goodyear 900/55 R32 oder Michelin 1050/50 R32 aufziehen. Hinten rechts werden serienmäßig Mitas Zwillingräder 2x750 380/90 R46 verwendet, optional auch Mitas Zwillingräder 2x710 380/90 R46, Continental 1050/50 R32, Goodyear 900/55 R32 oder Michelin 1050/50 R32. Hinten links werden serienmäßig Michelin 1000/50 R25 verbaut, optional lässt sich der R3060 auch mit einer Zuidberg-Dreieck-Raupenkette (Länge: 2455 mm, Breite: 914 mm, Höhe: 1558 mm) ausstatten.

Der serienmäßige, einteilige 7-Tonnen-Bunker ist auf dem Fahrgestell des Dewulf R3060 befestigt, um eine optimale Stabilität zu erzielen. Er kann während der Fahrt entladen werden, was die Produktivität um bis 25 % steigern soll. Ein beweglicher Teil, an dessen Ende sich ein Schwanenhals befindet, reicht bis tief in den Kipper, sodass die Fallhöhe möglichst gering bleibt; sie kann vom Fahrerhaus eingestellt werden. Der Entladevorgang wurde automatisiert. Um zusätzlich für die Qualität der Kartoffeln zu sorgen, wurden Mitnehmer aus Gummi gewählt. Optional kann ein Fülltrichter am Ende des Bunkers montiert werden, um beispielsweise Boxen zu füllen.

Die neue, großzügig dimensionierten Claas-Kabine ist über den Rodescharen positioniert um die Sicht auf den Ernteprozess zu verbessern. Mit einem neuen Joystick sowie 10-Zoll-Ernte- und Antriebsdisplay wird der R3060 bedient, alle Bedienknöpfe wurden dicht nebeneinander auf der Armlehne angeordnet. Zur Einstellung der automatischen Niveauregelung und der Bedienung der Hinterradlenkung wurde die Maschine mit Pedalen ausgestattet. Fünf vorprogrammierbare Programme unterstützen den Fahrer bei der situationsgerechten Reaktion und sechs Kameras bieten vollen Überblick. Die Quad-View-Funktion ermöglicht es, 4-Kamera-Bilder auf einem Bildschirm darzustellen und mit der Touchscreen-Funktion zeitweise ein Bild displayfüllend darzustellen. Mit dem Tempomat kann die ideale Erntegeschwindigkeit festgelegt und beibehalten und eine serienmäßige Klimaanlage sorgt für Komfort. Optional kann eine Kühlbox eingebaut werden.

Nach Firmenangaben ist der Dewulf R3060 dafür ausgelegt, flexibel die verschiedensten Gemüsesorten zu ernten, wie Industriekarotten, Babykarotten, untergepflügte Karotten, Frischmarktkarotten, Chicorée, Zwiebeln, Blumenzwiebeln, rote Rüben, Speiserüben und Schwarzwurzeln. Er lässt sich mit einer Möhrenköpfer-Rodeeinheit ausstatten und kann in Schwaden roden.

Nach eigenen Angaben fertigt Dewulf jährlich rund 300 Maschinen die in mehr als 37 Ländern in aller Welt vertrieben werden, 2013 erreicht der Umsatz des Unternehmens einen Höhepunkt von 44.500.000 Euro.

Autorin: Magdalena Esterer

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