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Wacker Neuson Group mit zweistelligem Wachstum im ersten Halbjahr

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Artikel eingestellt am:
20.8.2019, 7:24

Quelle:
Wacker Neuson SE
www.wackerneusongroup.com

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Die Wacker Neuson Group hat nach eigenen Angaben ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2019 fortgesetzt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach Unternehmensangaben um 15,2 Prozent und erreichte mit 950,7 Mio. Euro einen neuen Rekordwert (H1/18: 825,1 Mio. Euro).

Im Jahr 2018 hatten erhebliche Engpässe in der weltweiten Lieferkette das Wachstum der Unternehmensgruppe laut Wacker Neuson gebremst. Die Lage habe sich hier deutlich entspannt, allerdings verursachte der Abbau des durch die Engpässe gestiegenen Bestands an unfertigen Maschinen nach Unternehmensangaben Zusatzaufwand, der die Produktivität in den Werken temporär schwächte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg laut Wacker Neuson im ersten Halbjahr um 7,4 Prozent auf 84,5 Mio. Euro (H1/18: 78,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag mit 8,9 Prozent nach Unternehmensangaben etwas unter dem Vorjahreswert (H1/18: 9,5 Prozent). Erhöhte Kosten in Produktion und Logistik sowie die laufende Restrukturierung des US-amerikanischen Werkes in Menomonee Falls belasteten die Entwicklung, so Wacker Neuson, zusätzlich. Der Konzern erwartet jedoch, mit dem erreichten Fortschritt in den USA bereits im zweiten Halbjahr 2019 spürbar positive Effekte auf die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr zu sehen.

Das Umsatzwachstum des Konzerns sei von allen drei Berichtsregionen getragen worden. In Europa, wo die Unternehmensgruppe knapp drei Viertel ihrer Umsätze erzielt, wuchsen die Erlöse laut Wacker Neuson um 15,5 Prozent auf 692,3 Mio. Euro (H1/18: 599,2 Mio. Euro). Neben einer starken Nachfrage aus der europäischen Bauwirtschaft, legte das Geschäft mit Maschinen für die Landwirtschaft nach Unternehmensangaben deutlich überproportional zu. Der Umsatz mit Rad- und Teleskopladern der Marken Weidemann und Kramer wuchs hier laut Wacker Neuson um 31,8 Prozent auf 152,0 Mio. Euro (H1/18: 115,3 Mio. Euro).

In der Region Amerikas erreichte der Umsatz nach Unternehmensangaben 229,5 Mio. Euro, ein Plus von 13,7 Prozent (H1/18: 201,8 Mio. Euro). Währungsbereinigt lag der Anstieg laut Wacker Neuson bei 7,2 Prozent. Das Wachstum resultierte nach Unternehmensangaben unter anderem aus den Fortschritten beim Ausbau des unabhängigen Händlernetzwerkes in Nordamerika sowie einer guten Entwicklung in Lateinamerika, wo der Konzern zweistellig wachsen konnte.

In Asien-Pazifik wuchs der Umsatz nach Unternehmensangaben um 19,9 Prozent und erreichte 28,9 Mio. Euro (H1/18: 24,1 Mio. Euro). Das Anfang 2018 eröffnete Werk im chinesischen Pinghu wurde, so Wacker Neuson, plangemäß weiter hochgefahren. Erfolgreich angelaufen sei zudem die im Sommer 2018 geschlossene OEM-Kooperation bei Mini- und Kompaktbaggern mit John Deere. Während der Konzern nach eigenen Angaben den Umsatz in China deutlich steigern konnte, blieb das Geschäft in Australien etwas hinter den Erwartungen zurück.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr 2019 mit -144,7 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (H1/18: -35,3 Mio. Euro). Ursache hierfür sind laut Wacker Neuson im Wesentlichen ein erhöhter Vorratsbestand sowie gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der guten Markt- und Auftragslage sowie der Branchenleitmesse Bauma, baute der Konzern nach eigenen Angaben mehr Vorräte auf als in den Vorjahren. Im Bestand enthalten sind nach Unternehmensangaben außerdem Vorbaumotoren, die im Zusammenhang mit der Umstellung auf die Abgasstufe V in Europa gezielt auf Lager gelegt wurden. Diese wird der Konzern nach eigenen Angaben bis zum Ende des Jahres 2020 in den Markt bringen. Weiterhin hat der Vorstand nach Unternehmensangaben Maßnahmen eingeleitet, um den Bestand an Fertigmaschinen in den kommenden Monaten erheblich zu senken. Hierzu zählt unter anderem die Reduzierung des Produktionsausstoßes in einigen Werken. Die Reichweite der Forderungen erhöhte sich laut Wacker Neuson von 64 Tagen im Vorjahr auf 73 Tage. Neben dem höheren Umsatzvolumen wirkten sich hier, so das Unternehmen, insbesondere ein nachteiliger Kunden- und Regionenmix aus. Der Free Cashflow war im ersten Halbjahr 2019 mit -186,2 Mio. Euro nach Unternehmensangaben deutlich negativ (H1/18: 11,5 Mio. Euro).

Trotz der zunehmenden konjunkturellen Eintrübung, wachsender Unsicherheiten und eines Marktumfelds, das zuletzt herausfordernder geworden ist, sind, so das Unternehmen, die wichtigsten Zielmärkte der Wacker Neuson Group intakt. Der Auftragseingang liegt laut Wacker Neuson insbesondere dank einer starken Nachfrage aus der Bauwirtschaft weiterhin auf hohem Niveau. Für das Gesamtjahr 2019 geht der Vorstand unverändert von einem Umsatz in der oberen Hälfte der Spanne von 1.775 bis 1.850 Mio. Euro aus (2018: 1.706,5 Mio. Euro), was einem Wachstum von 6 bis 8 Prozent entspricht.

Bei der Profitabilität erwartet der Konzern ein im Vergleich zum Vorjahr stärkeres zweites Halbjahr. Positive Impulse sollten insbesondere aus der Region Amerikas kommen, wo im dritten und vierten Quartal 2018 noch ein negativer EBIT-Beitrag verbucht wurde. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der Vorstand unverändert mit einer EBIT-Marge in der Spanne von 9,5 bis 10,2 Prozent.



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