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Garford und RootWave kombinieren elektrische Unkrautbekämpfung mit kamera-gesteuerter Verschiebetechnik

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Auf erosionsgefährdeten Ackerflächen oder bei Dammkulturen kann die mechanische Pflanzenpflege durch Striegel und Hacke zu einem Zielkonflikt führen, da der Bodeneingriff durch die Hack-Schare die Bodenstruktur lockert. Erstmals lösen die britischen Unternehmen Garford Farm Machinery Ltd. und RootWave dieses Problem praxistauglich: Sie kombinieren die elektrische Unkrautbekämpfung mit der einzigartigen kamera-gesteuerten Verschiebetechnik. Dazu implementieren sie statt der Hackschare die Elektroden der RootWave-Technologie in die parallelogrammgeführten Scharträger des Branchenführers Garford.

Als Welt-Neuheit kombiniert Garford beim Electric Weeder seine kameragesteuerte Verschiebetechnik mit der elektrischen Unkrautbekämpfung von RootWave.
Über Elektroden gelangt der hochfrequentem Wechselstrom zu den Unkrautpflanzen. Beim Kontakt über die Pflanzenblätter erhitzen die Bodenelektroden die Pflanzenzellen bis in die Wurzeln. Bild: ltm-KE
Der Generator zur Erzeugung des Wechselstroms für den Electric Weeder von Garford und RootWave wird im Heck des Traktors angebaut.

Durch die neueste Generation KI-gesteuerter Kamerasysteme steuern die Bodenelektroden so exakt entlang der Kulturpflanzen-Reihen. Dabei erkennt die neue Kamera-Technologie die Nutzpflanzen auch bei hohem Unkrautdruck sicher. Denn sie berücksichtigt neben dem Faktor Farbe die Pflanzenform und das Blattprofil (Grün-auf-Grün-System). So können die Unkräuter bei der elektrischen Unkrautkontrolle bereits deutlich größer sein, als beim mechanischen Hackgang.

Das von RootWave patentierte System arbeitet mit hochfrequentem Wechselstrom (18 kHz). Dabei ist die Technologie für den Anwender besonders sicher. Bei einem Kontakt entsteht so kein gefährlicher Stromschlag. Berühren sollte man die elektrisch leitenden Komponenten allerdings nicht, denn es besteht die Gefahr von Verbrennungen. So werden auch die Unkräuter vernichtet: beim Kontakt über die Pflanzenblätter erhitzen die Bodenelektroden die Pflanzenzellen bis in die Wurzeln.

„Dieser systemische Ansatz ist bisher das einzige nicht chemische Verfahren, das bis in die Wurzeln wirkt, betont Andrew Diprose, CEO von RootWave. „Zudem liegen wir bei einem Kostenvergleich zu anderen Verfahren deutlich günstiger“, ergänzt Jonathan Henry, CEO von Garford die Vorteile des neuen Technologie-Konzeptes.

Unabhängige Tests haben laut Garford belegt, dass bei der elektrischen Unkrautbekämpfung mit dem hochfrequenten Wechselstrom-System die Bodenbiologie erhalten bleibt. Die Makrofauna des Bodens, Nematoden, Bakterien und Pilze werden nicht geschädigt.

Durch die Zusammenarbeit des Hacktechnik-Spezialisten Garford und RootWave mit seinem elektrischen Unkrautbekämpfungssystem entsteht eine Allianz rund um die absolut neue „Electric Weeding-Technologie“. Diese schafft eine leistungsstarke Unkrautbekämpfung vor dem Hintergrund finanzieller und ökologischer Vorteile.

Bereits zur Saison 2025 wurden mehrere Vorserien-Geräte an Kundenschaft europaweit ausgeliefert. Die Serienproduktion startet 2026 mit einem 3 m Frontanbaugerät und einem 60 kW Generator im Heckanbau. Dieser liefert die elektrische Energie für die RootWave-Technik zur Unkrautbekämpfung.

Quelle: Zürn Harvesting GmbH & Co. KG (www.zuern.de)

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