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SASEQ präsentiert neue Cameleon Drill-Hackmaschine

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Mit der neuen Cameleon präsentiert der schwedische Hersteller Soil and Seed Equipment Scandinavia AB (SASEQ) ein Maschinenkonzept, das klassische Grenzen zwischen Aussaat, mechanischer Bestandspflege und flacher Bodenbearbeitung weitgehend auflöst, indem SASEQ die Maschine weniger als spezialisierte Drillmaschine denn als modularen Werkzeugträger für unterschiedliche Arbeitsgänge im Ackerbau versteht.

Bei der SASEQ Cameleon ist der Name Programm: Neben Drillarbeiten und Untersaaten sind ultraflache Bodenbearbeitung, Blindstriegeln, mechanische Unkrautbekämpfung sowie die Ausbringung von Hilfsstoffen möglich.

Kern der SASEQ Cameleon ist ein sogenannter Carrier, an dem sich verschiedene Werkzeuge und Schare in kurzer Zeit montieren lassen. Dadurch kann die Maschine sowohl zur Einzelkornsaat und Bandsaat als auch zum Hacken, Striegeln oder zur Unterfußdüngung eingesetzt werden. Der modulare Aufbau soll es ermöglichen, Arbeitsgänge flexibel zu kombinieren und an unterschiedliche Kulturen oder Standortbedingungen anzupassen.

Technisch setzt die Cameleon auf ein mechanisch-pneumatisches Dosier- und Verteilkonzept. Angeboten werden Reihenabstände von 25 oder 33 cm. Die Aussaat kann klassisch als Reihensaat mit einer Bandbreite von 20 mm erfolgen oder als Bandsaat mit 70 mm Bandbreite. Letztere soll laut Hersteller zu einer deutlich höheren Bodenbedeckung durch die Kulturpflanze führen. Gleichzeitig reduziert sich der unbearbeitete beziehungsweise unbewachsene Bereich zwischen den Reihen erheblich – ein Aspekt, der insbesondere im Zusammenhang mit mechanischer Unkrautkontrolle an Bedeutung gewinnt.

Die Schare selbst sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich und können je nach Ausführung Saatgut, Dünger oder Zusatzstoffe gemeinsam ausbringen. Auch Kombinationen aus Hauptfrucht und Untersaat sind möglich. Für die Versorgung stehen zwei getrennte Tanksysteme zur Verfügung, wodurch sich beispielsweise Dünger und Saatgut unabhängig dosieren lassen.

Besonderes Augenmerk legt SASEQ auf die mechanische Pflanzenpflege. Nach dem Umbau auf Hackwerkzeuge wird die Cameleon zur kameragesteuerten Hackmaschine. Die einzelnen Carrier-Elemente arbeiten mit paralleler Tiefenführung und sollen dadurch eine präzise Bearbeitung jeder einzelnen Reihe ermöglichen. Anders als klassische Federzinkensysteme arbeitet die Konstruktion ohne seitliches Spiel. Dadurch bleibt die Schnittbreite konstant, während die Werkzeuge sehr nah an die Kulturpflanzen geführt werden können. Nach Angaben des Herstellers beträgt der Sicherheitsabstand lediglich rund zwei Zentimeter.

Für die Reihenführung nutzt die SASEQ Cameleon einen aktiv verschiebbaren Rahmen mit kameragestützter Steuerung. In Kombination mit einer aktiven Lenkung soll die Präzision insbesondere bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und in empfindlichen Kulturen verbessert werden. Unterschiedliche Scharbreiten erlauben zudem die Bearbeitung von Reihen- und Bandsaaten sowie variierenden Fahrgassenbreiten.

Das Einsatzspektrum der Cameleon reicht damit deutlich über die reine Aussaat hinaus. Neben Drillarbeiten und Untersaaten sind ultraflache Bodenbearbeitung, Blindstriegeln, mechanische Unkrautbekämpfung sowie die Ausbringung von Hilfsstoffen möglich. Der Hersteller positioniert das Konzept ausdrücklich als Alternative beziehungsweise Ergänzung zu chemischen Pflanzenschutzstrategien – insbesondere mit Blick auf resistente Problemunkräuter wie Ackerfuchsschwanz oder Disteln.

Mit dieser Ausrichtung richtet sich SASEQ mit der Cameleon sowohl an ökologisch wirtschaftende Betriebe als auch konventionelle Ackerbausysteme, die den Einsatz chemischer Wirkstoffe reduzieren wollen oder unter verschärften Auflagen in Schutzgebieten arbeiten.

Quelle: ltm-ME, Bild: Soil and Seed Equipment Scandinavia AB (www.saseq.se)

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