Mit den immer größer werdenden Arbeitsbreiten musste bislang unweigerlich auch immer das Fassvolumen und die Leistungsstärke der Zugmaschine steigen. Eine Entwicklung, die jetzt aufgrund der StVO und der darin festgelegten Obergrenze von 40 Tonnen Zug-Gesamtgewicht an ihre Grenzen stößt. Gleichzeitig lassen die Rahmenbedingungen (Schlaggröße, Boden- und geografische Verhältnisse) einen wirtschaftlichen Einsatz von Tridemfässern und Arbeitsbreiten über 24 m nicht immer zu. Und schließlich sind auch die erforderlichen Klappmechanismen, um diese Arbeitsbreiten kompakt und verkehrssicher am Fasswagen anzuklappen, im Laufe der Zeit immer komplexer und damit kostenintensiver geworden.
Es bedarf also eines neuen Konzeptes, welches im Wesentlichen große Arbeitsbreiten mit mittleren Fassvolumen in Einklang bringt. Genau dieses Kunststück sei Vogelsang mit dem DoubleSwing gelungen: Es besteht im Grunde aus einem „kleinen“ Gestänge, welches dank eines neuen, speziellen Klappmechanismus auf die doppelte Arbeitsbreite geklappt wird. Ausgehend von einem 18 m Schleppschlauchgestänge stehen dann 36 m Arbeitsbreite zur Verfügung. Aus diesem kleinen Kniff ergeben sich in der Praxis viele Vorteile: Das Gestänge selbst wartet insbesondere bei großen Arbeitsbreiten mit einem Gewichtsvorteil auf. Dies kommt der Zuladung zugute. Da es sich im Grunde um ein 18 m Gestänge handelt, lässt es sich auch an kleine Fasswagen montieren. Das Fassvolumen selber kann reduziert werden. Daraus ergibt sich automatisch ein geringerer Zugleistungsbedarf, ein kleinerer Schlepper ist erforderlich. Insgesamt ist ein kompakterer und leichterer Zug im Einsatz, was reduzierte Investitionskosten und Bodenverdichtung bedeutet. Oder: Selbst extrem lange Schläge und/oder hohe Düngegaben können ohne Anschlussfahren gedüngt werden. Intelligent angefangen, also zuerst die Außenbahnen abdüngend, erfolgt im zweiten Arbeitsschritt die Düngung der Innenbahn, ohne dass das Gespann – wie beim Anschlussfahren unumgänglich – über bereits gedüngte Bereiche fahren muss. Ein Umstand der sonst zu erheblichen Verunreinigungen am Fass und später auf der Straße führt.
Verschiedene Arbeitsbreiten integrierbar. Das neue DoubleSwing verfügt natürlich über die bewährten „Vogelsang“-Merkmale wie z.B. DropStop SwingUp und optimale Schlauchverlegung. Ferner ist es mit einem Pendelausgleich für die Kompensation von Bodenunebenheiten ausgerüstet. Daneben stehen die bekannten Optionen wie z.B. CFC (ComfortFlowControl, Schlauchabschaltung) und TeleShift (Verkürzung der Auslegerenden) zur Verfügung. Dies erlaubt auch beim DoubleSwing die Einhaltung verschiedener Fahrgassen. So steht mit TeleShift bei einem 36 m Gestänge auch 33 m Arbeitsbreite zur Verfügung. Auf der anderen Seite ist es ein kompaktes Gestänge mit höchster Verteilgenauigkeit. Im Herbst zur Grunddüngung z.B. wenn keine Fahrgassen vorgegeben sind, erlaubt das DoubleSwing eine zügige Arbeitsweise bei z.B. 18 m bzw. 15 m Arbeitsbreite.
Alles in allem bietet die neue Gestängegeneration, so Vogelsang, viele kleine Verbesserungen, die unterm Strich eine individuelle Anpassung an den jeweiligen Einsatzfall überhaupt erst ermöglichen. Bei reduzierten Investitionskosten lässt sich mit dem DoubleSwing Gülle wirtschaftlich mit kleinen bis großen Arbeitsbreiten ausbringen.
Auf der Agritechnica 2007 zeigt Vogelsang das mit einer DLG Silber-Medaille ausgezeichnete Schleppschlauchgestänge DoubleSwing in Halle 14, Stand B36.