Bayers MagicScout Air ist eine drohnenbasierte Lösung, mit der sich Felder effizient aus der Luft überprüfen lassen, um den Feldaufgang und das Unkrautwachstum erheblich schneller analysieren zu können. In Zukunft soll die Integration von hochauflösenden, flächendeckenden Drohnenkartierungen in Verbindung mit künstlicher Intelligenz Erkenntnisse über die auf dem Feld vorhandenen Pflanzen, insbesondere Unkräuter, liefern. Diese hochpräzisen Geodaten können dann in Karten mit Pflanzenschutzmittel-Empfehlungen übertragen werden, die dann über eine ISOBUS-Schnittstelle übermittelt werden, um mit herkömmlichen Feldspritzen eine präzise Ausbringung („Spot Spraying“) zu realisieren.
Die Fotodrohne Bayer MagicScout Air soll 2024 auf den Markt kommen. Bayer zufolge könnte die Fotodrohne in ihren 30 bis 45 Minuten Flugzeit bis zu 50 bis 100 ha überfliegen.
Mit der digitalen Gelbfangschale Bayer MagicTrap können bereits heute Schädlinge in den Feldern durch fortschrittliche Bilderkennung identifiziert werden. In Zukunft werde diese Technologie auch Empfehlungen zur Bekämpfung der Schädlinge bereitstellen. Die magische Gelbfangschale versendet zweimal am Tag per eingebauter Multisim-Karte automatisch Inhaltsbilder. Die Kosten der MagicTrap-Hardware beziffert Bayer aktuell mit 99,00 EUR (inkl. USt). Zur Nutzung ist zusätzlich eine Softwarelizenz für 49,00 Euro/Jahr (bis zu 2 MagicTraps) notwendig.
Die App Bayer MagicScout (erhältlich bei Google Play und im App Store) vereinfacht und beschleunigt die Bonitur und ermöglicht eine individuelle Auswertung von Bildern der Unkräuter und Schädlinge. In Sekundenschnelle kann sie Bayer zufolge mehr als 140 Unkrautarten, Krankheiten und Insektenspezies in mehr als 20 Ländern identifizieren und dokumentieren. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die MagicScout App ohne Internetverbindung verwenden, indem aufgenommene Bilder gespeichert und bei nächster Gelegenheit hochgeladen und analysiert werden. Bayer unterstreicht desweiteren, dass sich die AI-Modelle ganz einfach installieren lassen und damit Unkräuter, Krankheiten und Schädlinge live und ohne Internetverbindung direkt identifizieren werden können.
Beim Bayer MagicSprayer handelt es sich um ein Entwicklungsprojekt, bei dem sich Pflanzenschutzmittel automatisch und punktgenau bis auf das Präzisionslevel einzelner Pflanzen ausbringen lassen sollen, also nur dort, wo sie gebraucht werden – dadurch könnten Risiken und Mengen von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Der MagicSprayer soll Bayer zufolge mit 6 bis 8 km/h fahren können und das SprayKit wurde als Naxhrüstlösung konzipiert.
Bayer betont, mit dem MagicSprayer in den Markt für hochpräzise Applikationstechnologien einzutreten, um dem Ziel des Unternehmens, die Umweltauswirkungen seiner Pflanzenschutzmittel bis ins Jahr 2030 um 30 % zu reduzieren, sowie den Zielsetzungen des „Green Deal“ der Europäischen Union näherzukommen.