Jedes Tier wird über einen Ohrtransponder auf dem Steuerungscomputer identifiziert, der den Futterbedarf auf die individuellen Tierdaten abstimmt. Die Futtermenge wird je nach Klasse und Trächtigkeit eingestellt und anhand des Sauengewichts automatisch angepasst. Entsprechend dosiert das System die Futtermenge im Trog aus, die der Sau zugeschrieben wird. Hat ein Tier sein Kontingent ausgeschöpft, schaltet das System die Komponenten ab, um die Technik zu schonen und Energie zu sparen.
Die WEDA-Abrufstation wird nicht nur als Fütterungsrechner sondern auch als Stall-Managementsystem eingesetzt. Dem Landwirt steht mit dem Sow-Comp, so WEDA, ein ganzheitliches Instrument mit intelligenter Steuerungstechnik zur Seite, das sich individuellen Anforderungen und veränderten Betriebsgrößen anpasst. Das System ist nach Herstellerangaben störungsresistent, gut zu bedienen und eignet sich besonders für die Haltung größerer Gruppen.
Wesentlich verbessert wurde laut WEDA die visuelle Darstellung der Anlage, die dem Anwender den Status der Abrufstationen, der Futterküche und der Tierbewegungen anzeigt. An der Abrufstation sind die Statuslampen nach Herstellerangaben so angebracht, dass sie von jeder Position im Stall aus gut zu erkennen sind.
Neu ist, dass es nun bis zu 25 Abrufstationen und Geräte sind, die an ein System angeschlossen werden können. Jede Station kann vom Rechner nach Wunsch auch manuell angewählt und bedient werden, um detailliertere Informationen abzurufen und Einstellungen vorzunehmen.
Der Steuerungscomputer des Sow-Comp ist ISO-AgriNet-fähig und mit den gängigen Fütterungs-, Separierungs- und Wärme-Systemen kompatibel. Er lässt sich einfach mit dem WEDA-Rechner Exzellent 4PX verbinden, der die Abläufe in der Futterküche steuert und überwacht.
Um Überschüsse zu verhindern, fordert der Rechner die exakten Futtermengen beim Fütterungscomputer an. Jede Station kann die gängigen Futtersorten flüssig, trocken oder Additive verfüttern. Pro Station können zudem drei Farbsorten für die Markierung eingebaut werden. Die Farbdosierer melden den Füllstand regelmäßig an das Steuerungssystem, das wiederum signalisiert, für wie viele Tiere die Farbe noch ausreicht.
Eine umfangreiche Dokumentation liefert dem Landwirt nach Herstellerangaben alle relevanten Daten zur umfassenden Beurteilung des Zustandes seiner Tiere. Neben der Futteraufnahme der letzten zehn Tage wird die Anzahl der Besuche in der Station in diesem Zeitraum festgehalten; zudem werden die Laufwege einzelner Sauen und damit deren Aktivitätsgrad und Kondition aufgezeichnet. Zusätzlich kann der Anwender die aktuelle Position einzelner Tiere in der Station abfragen: Befinden sich zu viele Tiere im Selektionsgang, wird der Zutritt zu den Abrufstationen für andere Tiere gesperrt, bis der Gang wieder frei ist. Das sorgt für mehr Platz und Ruhe und bedeutet weniger Stress im Stall, weil Auseinandersetzungen und damit Verletzungen der Tiere verhindert werden.