Gegenüber dem ersten Quartal 2012 konnte der Absatz, so Deutz weiter, im zweiten Quartal 2012 von 46.461 auf 47.392 Motoren gesteigert werden, auch der Umsatz erhöhte sich mit 344,1 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vorquartal (Q1 2012: 336,9 Millionen Euro). Das operative Ergebnis lag nach Firmenangaben mit 11,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum genau 1,0 Millionen Euro höher als in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres (Q1 2012: 10,3 Millionen Euro); dieses Ergebnis wurde im zweiten Quartal durch Sondereffekte im Zusammenhang mit der Ablösung der bisherigen Finanzierung sowie Wertminderungen und erhöhte Anlaufkosten bei Joint Ventures um insgesamt rund 5 Millionen Euro belastet.
Im ersten Halbjahr 2012 habe die Deutz AG Aufträge im Wert von 701,0 Millionen Euro verbuchen können, gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem die Kunden aufgrund der konjunkturellen Situation und der guten Produktionsauslastung bei Deutz ihre Aufträge frühzeitig platziert hatten, entspräche dies einer Verringerung um 12,1 Prozent (H1 2011: 797,1 Millionen Euro).
Abgeschwächt hat sich nach Firmenangaben auch der Motorenabsatz: In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte Deutz 93.853 Motoren verkaufen, dies sind 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (H1 2011: 107.198 Motoren). Die Erlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2012, so Deutz weiter, auf 681,0 Millionen Euro und lagen so um 6,0 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert (H1 2011: 724,1 Millionen Euro), auf Grund der höheren Komplexität und Wertigkeit der Motoren der neuen Emissionsstufe Tier 4 interim, deren Anteil an den verkauften Motoren stetig zunehme, seien die Umsätze allerdings nur unterproportional zum Absatz gesunken.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erreichte Deutz nach eigenen Angaben ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 21,6 Millionen Euro; gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 22,7 Millionen Euro (H1 2011: 44,3 Millionen Euro). Ausschlaggebend für diese Ergebnisentwicklung waren laut Deutz in erster Linie das gesunkene Geschäftsvolumen infolge der konjunkturellen Abkühlung im europäischen Raum und in China sowie einmalige Sondereinflüsse. Auch die Serienanläufe der Motoren der neuen Abgasemissionsstufe konnten in der Anlaufphase noch nicht die erwarteten Ergebnisse bringen. Das Konzernergebnis habe sich infolge um 21,8 Millionen Euro auf 12,1 Millionen Euro (H1 2011: 33,9 Millionen Euro) verringert.
Auf Basis der abgeschwächten Nachfrage hat Deutz die Prognosewerte für das laufende Jahr reduziert. Für das Geschäftsjahr 2012 wird nunmehr ein Umsatz in der Bandbreite von 1,3 Milliarden Euro bis 1,4 Milliarden Euro und eine EBIT Marge zwischen 3,0 Prozent und 4,0 Prozent erwartet.
„Wir konnten im ersten Halbjahr nicht an den guten Start in das Geschäftsjahr anknüpfen, dies ist insbesondere eine Folge der gesamtwirtschaftlichen Situation, die derzeit noch mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Wir sind aber davon überzeugt, dass Deutz gut für die Zukunft aufgestellt ist und mittel- bis langfristig weiter profitabel wachsen wird. Unser neues Joint Venture in Shandong hat Fahrt aufgenommen, damit können wir unsere ambitionierten Ziele in Asien rasch erreichen. Auch unser Vorhaben mit Volvo für ein gemeinsames Joint Venture in China macht gute Fortschritte. Zur Steigerung unseres Servicegeschäfts haben wir zudem neue Servicecenter in Moskau und Madrid gegründet.“, so Deutz Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Leube.