Das Fendt-Traktorenprogramm auf der Agritechnica 2005 umfasst sieben Baureihen mit einem Leistungsbereich von 65 bis 360 PS. Die vier Varianten der 200er-Reihe – V und F, P und S – werden in vier Leistungsstufen zwischen 65 PS (48 kW) und 95 PS (70 kW) angeboten. Die Bauserie 300 Ci, die bei einer 30"-Bereifung und mit Niedrigdachversion bereits ab einer Bauhöhe von 2,54 Metern erhältlich ist, gibt es mit 92 PS (68 kW), mit 98 PS (72 kW) und mit 112 PS (82 kW).
Abgerundet wird der Leistungsbereich um und unter 100 PS mit der Vario-Baureihe 400. Mit dem 409 Vario, der eine Maximalleistung von 95 PS (70 kW) hat, ist Fendt nach wie vor die einzige Traktorenmarke, die einen Schlepper unter 100 PS mit stufenlosem Antrieb zur Verfügung stellt. Das stärkste Modell dieser vier Traktoren aus der 400er Reihe ist der 412 Vario mit 128 PS (94 kW).
Die Baureihe 700 Vario gibt es von 126 PS (93 kW) bis 175 PS (129 kW). Diese Schlepper sind auf Wunsch mit dem Vorgewendemanagement VariotronicTI und der automatischen Motor-Getriebe-Steuerung TMS lieferbar, können damit also auf Großtraktorentechnologien aufgerüstet werden. Bei den 800er Varios von 168 PS (124 kW) bis 195 PS (144 kW) und den 900er Varios von 198 PS (146 kW) bis 310 PS (228 kW) sind diese Ausrüstungstechniken serienmäßig. Alle Modelle sind für den Einsatz mit RME voll tauglich und dafür freigegeben.
Auf großes Interesse dürften während der Agritechnica 2005 in Hannover die beiden neuen Spitzenmodelle von Fendt aus der 300er und 900er Baureihe stoßen: Erweitert wurde das Fendt-Traktorenprogramm um den 312 Vario und den 936 Vario. Bei beiden Typen handelt es sich um völlig neue Entwicklungen, die perfekt die bisherigen Vario-Baureihen ergänzen.
Der 312er Vario ist ein kompakter, leichter Standardtraktor mit vollwertigem Vario-Getriebe, der sich unter anderem durch eine einfache Bedienung auszeichnet. Der Schlepper verfügt über eine Nennleistung von 110 PS (81 kW) und eine Maximalleistung von 125 PS (92 kW) nach ECE R24.
Mit dem 936er Vario hat Fendt einen neuen universellen Großtraktor auf den Markt gebracht – einen Schnellläufer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Optimale Fahrsicherheit und weitreichenden Komfort garantiert das Fendt-Stability-Control, FCS. Das geschwindigkeitsabhängige, selbstaktivierende System stabilisiert den Schlepper durch die Dämpfung der Seitenneigung. Die neue, luftgefederte Kabine X 5 mit dem Variocenter, bestehend aus Multifunktionsarm-lehne und Lenkturm, bietet dem Fahrer ein Höchstmaß an Arbeitskomfort. Der 936 Vario ist mit einem 7,14-Liter- Deutz-Motor ausgestattet, der über eine Nennleistung von 330 PS (243 kW) und eine Maximalleistung von 360 PS (265 kW) nach ECE R24 verfügt.
Die Kompakttraktoren 200 P und 200 S von Fendt sind ab Mitte November 2005 optional mit einer niveaugeregelten Vorderachsfederung erhältlich. Fendt ist damit der erste Hersteller, der eine Vorderachsfederung für Kompakttraktoren anbietet. Zusammen mit der integrierten Fendt-Stability-Control (FSC) bieten diese Fahrzeuge im Leistungsbereich zwischen 65 und 94 PS (48 und 69 kW) einen überlegenen Arbeitskomfort und höchste Fahrsicherheit.
Auch bei den bestehenden Vario-Baureihen gibt es weitreichende Weiterentwicklungen, sind Kundenwünsche in die Serienproduktion eingeflossen. So werden beispielsweise ab Mitte November sämtliche Vario-Traktoren serienmäßig mit einer Halterung für Kugelfangprofile im Bereich der Heckhydraulik vom Band laufen.
Für die 400er Varios sind jetzt optional auch DUDK-Kupplungen erhältlich, die bei den größeren Vario-Baureihen bereits 2004 eingeführt wurden. Diese Technik erlaubt ein einfaches und leckölfreies Kuppeln der Hydraulikanschlüsse, unabhängig davon, ob traktor- und/oder geräteseitig an den Koppelpunkten Öldruck ansteht.
Die großen 900er Varios von Fendt schließlich werden ab Mitte November auch mit Unterlenkern der Kategorie 4 lieferbar sein.
Für die Baureihen 700, 800 und 900 Vario gibt es ab Mitte Januar 2006 als Optionalausstattung einen neuen Fendt-Fahrersitz, der über eine aktive Sitzklimatisierung verfügt. Folge: Der Fahrer hat einen angenehm temperierten Sitz, sein Rücken bleibt trocken. Bei diesem Sitz wird eine Sensorik und Elektronik zur aktiven Gewichtseinstellung eingesetzt. Die vollautomatische Anpassung an das Gewicht des Fahrers garantiert ein entspanntes, gesundes Sitzen bei der Arbeit.
Der Fendt Frontlader 3 S für die Variomodelle 700 und 800 wird von dem Nachfolgemodell 3 SX abgelöst. Der neue 3 SX ist gegenüber dem Vorgängertyp deutlich verstärkt und somit den steigenden Leistungen angepasst worden. Für alle 700er und 800er Modelle gibt es, wie im bisherigen 3 S, die Variante mit Hubzylindern von 70 mm Durchmesser (3 SX 70). Für den 714 und 716 Vario sowie für alle 800er Varios steht wahlweise auch die Variante mit 75 mm Durchmesser (3 SX 75) zur Verfügung. Der 3 SX 75 zeichnet sich durch höhere Hubkräfte aus, Lade- und Umschlagsleistung können heraufgesetzt werden. Damit wird der Schlepper im Frontladereinsatz noch wirtschaftlicher. Die neuen 3 SX-Modelle sind ab Mitte November lieferbar.
Im Februar dieses Jahres präsentierte Fendt seine neue Mähdreschergeneration – Hochleistungsmaschinen aus den drei Serien E, C und 8000. Nachdem sich die Drescher in der ersten Erntesaison hervorragend bewährt haben und sehr positive Beurteilungen von den Kunden erhielten, bietet Fendt nun für die Modelle 5270 C und 6300 C ebenfalls das Powerflow- Schneidwerk an – bisher ausschließlich den Maschinen der großen 8000er Serie vorbehalten.
Dieses leistungsstarke Powerflow-Schneidwerk zeichnet sich durch längslaufende Bänder aus, die zwischen dem Messerbalken und der Querförderschnecke im Schneidwerksboden angeordnet sind. Die Bänder fördern das Erntegut direkt nach dem Schnitt in einem gleichmäßigen Fluss der Querförder-schnecke und dem Schrägförderer zu. Die Powerflow-Schneidwerke sind in vier Arbeitsbreiten von 5,55 m und 6,15 m sowie von 6,75 m und 7,70 m verfügbar.
Bei den variablen Rundballenpressen stellt Fendt auf der Agritechnica 2005 in Hannover eine komplett neue Generation vor: Zum Modell 2600 ist die neue Presse 2900 hinzugekommen. Während der Ballendurchmesser bei der Type 2600 von 60 bis 160 cm eingestellt werden kann, sind mit dem Modell 2900 große Rundballen von 60 bis 200 cm Durchmesser möglich. Beide Fendt-Pressen verfügen über die gleiche Ausstattung; dazu gehört serienmäßig das SCR-System, das die Riemenwalzen unter allen Arbeitsbedingungen frei von Verschmutzungen hält. Damit eignen sich diese variablen Rundballenpressen optimal für alle Ernteeinsätze.
Die Fendt-Quaderballenpressen werden zukünftig mit der neuen Power Pick-up geliefert. Dieses Pick-up-System verbessert deutlich die Aufnahme und Zuführung des Ernteguts. Konsequenz: Durch den optimierten Zufluss der Ernteware können höhere Geschwindigkeiten gefahren werden, die Durchsatzleistung der Fendt-Quaderballenpressen steigt damit abermals beträchtlich an.
Das umfassende Dienstleistungsprogramm Fendt-StarService ist ab 2006 auch für alle Fendt-Mähdrescherbaureihen verfügbar. Eine technisch perfekte Betreuung der Erntemaschinen auf der Basis von Wartungs- und Serviceverträgen, eine Verlängerung der Gewährleistungszeiten sowie interessante Finanzierungs- und Versicherungsangebote – dies alles aus einer Hand bietet Fendt zusammen mit seinen zertifizierten StarService-Vertriebspartnern künftig auch den Mähdrescher-Kunden an.
Von Mitte Mai bis Oktober können die Vertriebspartner von Fendt durchgehend 24 Stunden am Tag ihre Bestellungen bei der Service-Hotline des Fendt-Ersatzteildienstes aufgeben. Jede Bestellung wird sofort bearbeitet. An der Service-Hotline für die deutschen Vertriebspartner steht ein qualifizierter Fendt-Mitarbeiter den Kunden persönlich zur Verfügung und garantiert, dass dringend benötigte Ersatzteile den Werkstätten umgehend zur Verfügung gestellt werden.
Die AGCO-Raupentraktoren der Marke Challenger sind auf der Agritechnica mit einem neuen Top-Modell vertreten: Präsentiert wird in Hannover die MT 875 B – mit einer Maximalleistung von 600 PS (446 kW) nach ECE R 24 zurzeit der stärkste Schlepper weltweit. Die Baureihe MT 800 B verfügt über eine neue, innovative Motorengeneration von Caterpillar® mit ACERTTM-Technologie. Die Kabine wurde ebenfalls überarbeitet, der Geräuschpegel konnte dabei auf 73 dB gesenkt werden. Zusammen mit dem Traktor-Management-Center ist damit für den Fahrer ein optimaler Bedien- und Arbeitskomfort geschaffen worden.