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Zukunft gestalten: Forsttechnik als Motor für Innovation auf der INTERFORST 2026

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Als internationale Leitmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik bringt die INTERFORST vom 15. bis 18. Oktober 2026 in München zentrale Akteure der Branche zusammen. Fachbesucher*Innen, Hersteller und Händler*Innen erhalten dort laut Veranstalter einen umfassenden Überblick über aktuelle Technologien, Verfahren und Lösungsansätze – und diskutieren, wie sich Forstwirtschaft und Forsttechnik in einer Phase tiefgreifender Veränderungen zukunftsfähig aufstellen können.

Forsttechnik-Neuheiten hält die INTERFORST 2026 vom 15. bis 18. Oktober auf dem Messegelände in München bereit.

Für den globalen Markt für Forsttechnik wird ein stabiles Wachstum prognostiziert. Laut „Forestry Machinery Market“ ist bis 2035 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast fünf Prozent zu rechnen. Angetrieben durch Klimawandel, Fachkräftemangel sowie strengere Emissions- und Nachhaltigkeitsauflagen werden Forstmaschinen immer weiter optimiert. Damit entwickelt sich die moderne Forsttechnik-Branche zu einem zentralen Innovationstreiber.

Laut dem Bericht „Forestry Machinery Market Size and Share“ wird der größte Markt für Forsttechnik in den nächsten Jahren in Nordamerika gesehen. Das schnellste Wachstum lässt sich hingegen der Region Asien-Pazifik zuordnen. In Deutschland bleibt der Absatzmarkt für Forstmaschinen angespannt. „Die Gründe liegen vor allem in den sinkenden Schadholzeinschlägen, deren großer Umfang ab 2018 zu vermehrten Neubeschaffungen führte, so dass der Markt eine gewisse Sättigung erreicht hat“, erklärt Andrea Hauck, KWF-Ressortleiterin Forstliche Arbeitsverfahren und Technikfolgenabschätzung, und ergänzt: „Gleichzeitig bleibt die Nachfrage am Bau nach Holz bisher überschaubar. Insgesamt gibt es aber Anlass zur Hoffnung, dass die Talsohle bei Neuverkäufen hinter uns liegen könnte.“

Technologische Innovationen und Digitalisierung treiben weltweit ein solides Marktwachstum der Forsttechnik voran. Gleichzeitig stehen viele deutsche Abnehmende – Forstunternehmen sowie private und kommunale Waldbesitzende – vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. „Strengere Regulatorik, Auftragseinbrüche, gestiegene Kosten und politische Unsicherheiten erschweren langfristige Planung. Zahlreiche Betriebe arbeiten inzwischen defizitär, zugleich stehen Familienunternehmen vor ungelösten Generationswechseln oder Betriebsaufgaben“, stellt Vera Butterweck-Kruse, Vorsitzende des Deutschen Forstunternehmerverbandes (DFUV) klar. Neben dem wirtschaftlichen Druck rückt für sie damit auch die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die Branche gemeinsam neu aufstellen kann: „Die INTERFORST wird eine zentrale Plattform sein, um Kooperationen aufzubauen, Partnerschaften zu stärken und Betrieben Impulse, Kontakte und Perspektiven für eine zukunftsfähige Aufstellung zu geben.“

Die nachhaltige und effiziente Waldbewirtschaftung ist zentraler Treiber für die Entwicklung der modernen Forsttechnik. Neue Maschinen, Systeme und Komponenten bilden die technologische Grundlage für Innovationen in der Branche. Besonders im Fokus stehen dabei Entwicklungen wie energieeffiziente Antriebssysteme, präzisere Arbeitsabläufe und optimierte Maschinentechnologien.

Die Forsttechnik entwickelt sich hin zu vernetzten und datengetriebenen Systemen. Dazu zählen insbesondere Sensor- und Messtechnik, intelligente Software- und Steuerungslösungen sowie digitale Systeme zur Datenerfassung und -analyse. Diese Technologien ermöglichen fundiertere Entscheidungen, effizientere Planungsprozesse und eine höhere Transparenz in der Waldbewirtschaftung. Hierzu gibt es erstmals eine Start-up Area auf der INTERFORST, auf der junge Unternehmen neue Geschäftsmodelle und innovative Technologien entlang der kompletten Wertschöpfungskette zeigen.

Ein zentraler Trend liegt in der Entwicklung hochspezialisierter Komponenten und Systemlösungen. Darunter moderne Antriebstechniken, Hydrauliksysteme, die Fahrzeugelektronik sowie intelligente Kabinen- und Maschinensteuerungen. Sie schaffen die technologische Grundlage für innovative Maschinenkonzepte und steigern die Effizienz und Leistungsfähigkeit. „Auf der INTERFORST 2026 wird erstmals die „SYSTEMS & COMPONENTS Forestry by DLG“ in Halle B6 zum Treffpunkt der Zulieferbranche mit OEM-Entwickler*Innen, Konstrukteur*Innen, Systemintegrator*Innen und Beschaffungsmanager*Innen. Damit unterstreicht sie laut Veranstalter ihre Position als wichtiges Forum für die innovative Zulieferindustrie und Hersteller von Forstmaschinen“, erklärt Petra Kaiser, Brand Manager der SYSTEMS & COMPONENTS. Ergänzt wird das Angebot durch Fachvorträge sowie einem informellen Networking-Event für Forstmaschinen-OEMs und Zulieferer am Nachmittag des 15. Oktober am DLG Stand in Halle B6.

Die INTERFORST bietet erstmals Vorführflächen direkt an den Ständen, auf denen Ausstellende ihre moderne Forsttechnik live demonstrieren. Zusätzlich gibt es sogenannte „Aktionsflächen“, das heißt Live-Demonstrationen entlang der Wertschöpfungskette mit Forstmaschinen und -geräten. Hierzu zählen unter anderem die Themen „Wertschöpfungskette Brennholz“ und „Hochmechanisierte Holzernte“.

Unter anderem ist die Firma Bindenberger als Anbieter von Maschinen für Holzernte und -verarbeitung vertreten, Eschlböck vertreibt Holzhackmaschinen für den professionellen Forsteinsatz und das italienische Unternehmen Seppi bietet spezialisierte Forsttechnik – von leichten Anbaugeräten bis zu ferngesteuerten Raupenfahrzeugen – an. Über seine Forstraupen und Fräsen sowie digitale Vernetzungs- und Steuerungstechnik informiert Prinoth. Wyssen Seilbahnen präsentiert als Anbieter für Spezial-Forsttechnik verschiedene Lösungen für die Holzernte in anspruchsvollen Steillagen. Reil & Eichinger verfügt über moderne Technik rund um die Holzverarbeitung, Forstschlepper und Raupenfahrzeuge sowie selbstentwickelte Spezialmaschinen.

Im Rahmen der Sonderschau „Gemeinsam Wald gestalten. Vielfalt nutzen. Zukunft sichern.“ Zeigt unter anderem die Universität Göppingen die Auswirkungen von Forstraupen auf den Waldboden. Gleichzeitig stellt die Hochschule verschiedene Exoskelette für die Forstarbeit vor. Das KWF beteiligt sich an der Sonderschau mit einem noch nicht am Markt erhältlichen Fälle-Vorrücke-Fahrzeug mit 20 Meter Kranreichweite. Eine Welt-Neuheit, an deren Entwicklung das KWF im Projekt „Outreach“ beteiligt gewesen ist.

Das Kongressprogramm widmet sich am Freitag, den 16.10.2026, von 10 bis 14 Uhr, dem Motto „Forsttechnik in Bewegung“. Unter anderem mit den Vorträgen „Kleinraupen und Bodenschutz im Fokus“ von Dr. Lorenz Breining (Universität Göttingen) und „Vollautomatisierte Be- und Entladungssysteme“ von Christoph Strecker und Alexander Kreis (TU Graz). Ebenso spricht Juha Inberg (Ponsse) über Entwicklungstrends in der Forstwirtschaft. Im Forum liefert die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit Ihrem Vortrag „INTERFORST 2026 Systems & Components Forestry“ am Samstag, den 17.10.2026, um 14:30 Uhr, einen Beitrag zum Thema „Forsttechnik auf neuen Wegen“.

Quelle: Messe München GmbH (www.interforst.com/de)

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