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Weltec baut Biogasanlagen in Griechenland

von und

Der deutsche Biogasanlagenhersteller Weltec Biopower hat nach eigenen Angaben die Energy Decentral im Rahmen der Eurotier 2014 in Hannover als Kommunikationsplattform genutzt und verzeichnet ein starkes Besucheraufkommen aus dem Ausland. Das Unternehmen führt das auf die Referenzen in mittlerweile 25 Ländern zurück.

Sieben Edelstahl-Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von 2,75 Megawatt hat Weltec nach eigenen Angaben bislang in Griechenland gebaut.

„Auch das rege Interesse der griechischen Messegäste an unserer Anlagentechnologie lässt sich auf unsere hohen internationalen Bekanntheitsgrad zurückführen“, bilanziert Jens Albartus, der Geschäftsführer von Weltec Biopower, den Auftritt auf der Leistungsschau in Hannover.

Diesen Umstand dokumentieren nach Unternehmensangaben auch sieben Edelstahl-Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von 2,75 Megawatt, die Weltec bislang in Griechenland gebaut hat. Derzeit plant und errichtet Weltec Biopower zusammen mit Vertriebspartner Tetoros Machinery S.A. nach eigenen Angaben fünf weitere Biogas-Projekte. In den Auftragsbüchern stehen laut Weltec zwei 500-Kilowatt-Anlagen, eine 300-Kilowatt-Anlage, eine 250-Kilowatt-Anlage sowie ein 250-Kilowatt-BHKW-Projekt aus Hellas.

Eine der 500-Kilowatt-Anlagen liegt in Ptolemaida in der Region Westmakedonien. Der Lieferumfang umfasst laut Weltec einen 4.438 Kubikmeter großen Fermenter, mehrere Rührwerke und Pumpen für drei bestehende Vorgruben, einen Mazerator sowie ein 500-Kilowatt-BHKW. Als Substrate werden Rindergülle und Schlachtabfälle eingesetzt.

Dieses Projekt entstehe in einer Region, die als griechisches Energiezentrum gelte. Nicht weniger als 70 Prozent des griechischen Stromaufkommens werden, so Weltec, in dieser Provinz erzeugt – derzeit noch vorrangig aus Braunkohle. Doch die Biogasanlage, so Weltec weiter, könnte so etwas wie die Keimzelle erneuerbarer Energien in einem Zentrum konventioneller Stromerzeugung werden. Die von einem Unternehmer mit eigenem Schlachthof betriebene Anlage steht in unmittelbarer Nähe von Braunkohle-Abbaugebieten und Kohlekraftwerken.

Dieser Gegensatz sei geradezu symbolisch für den Wandel, den die Energiewirtschaft in dem EU-Mitgliedsstaat vollziehe. Noch stammten fast drei Viertel der griechischen Stromproduktion aus Kohle, Öl und Gas. Das griechische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel verfolge mittlerweile einen Wechsel, der allerdings vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation etwas gebremst wurde. Dennoch gelte nach wie vor die Verpflichtung Griechenlands, im Rahmen der 20-20-20-Ziele der EU bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent des Bruttoenergieverbrauchs aus regenerativen Quellen bereitzustellen. Auf Biomasseanlagen entfalle dabei ein Kontingent von 350 Megawatt.

Inputstoffe für Biogasanlagen sind, so Weltec, dafür ausreichend vorhanden: Viele Reststoffe der griechischen Agrarbranche werden noch nicht verwertet. Wie in Ptolemaida wird die Tierhaltung landesweit industriell betrieben und verteilt sich über das ganze Land. „Gerade deshalb ist eine dezentrale Energieerzeugung wie die Biogastechnologie besonders gut für Griechenland und Anlagen wie in Westmakedonien machen Schule“, resümiert John Tetoros, Vertriebspartner von Weltec Biopower.

Quelle: WELTEC BIOPOWER GmbH (www.weltec-biopower.de)

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