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Massey Ferguson führt neue MF 7S Traktoren ein

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Artikel eingestellt am:
21.11.2021, 11:00

Quelle:
ltm-ME und ltm-KE, Bilder: AGCO Deutschland GmbH / Massey Ferguson
www.masseyferguson.com

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Massey Ferguson stellt mit der neuen Serie MF 7S die Nachfolger der Baureihe MF 7700S vor. Neben den Modellen MF 7S.155, MF 7S.165, MF 7S.180, MF 7S.190, zu denen es unmittelbare Vorgänger gibt, ergänzt der neue MF 7S.210 die Serie am oberen Ende, so dass die MF 7S Traktoren jetzt das Marktsegment von 155 bis 210 PS bedienen. Wie die MF 7700S Schlepper bietet Massey Ferguson die neue Baureihe MF 7S in den Ausstattungslinien Efficient und Exclusive an. Bis einschließlich zum 7S.180 gibt es zudem die einfachere Essential Ausstattung sowie die, insbesondere für kommunale Einsätze zweckmäßige, Version Essential Panoramic. Noch ein Hinweis zu den neuen Modellbezeichnungen: Diese setzen sich analog zu den Serien MF 5S und MF 8S aus der Baureihen-Bezeichnung und darauf folgend durch einen Punkt getrennt die Motor-Maximalleistung zusammen.

Angetrieben werden die fünf neuen Massey Ferguson Traktoren der Baureihe MF 7S von AGCO-POWER-6-Zylinder-Motoren mit 6,6 l Hubraum und Vistronic-Lüfter, die die EU-Abgasnorm der Stufe V durch die AGCO "All-in-One" Technologie erfüllen. Die Maximalleistung (ISO) bei 1.950 U/min Motordrehzahl beziffert Massey Ferguson für den neuen MF 7S.155 mit 114/155 kW/PS, für den MF 7S.165 mit 121/165 kW/PS kW/PS, für den MF 7S.180 mit 132/180 kW/PS, für den MF 7S.190 mit 140/190 kW/PS und für den MF 7S.210 mit 154/210 kW/PS. Mit EPM steigt die Maximalleistung nach Herstellerangaben bei den Modellen MF 7S.155 und MF 7S.165 um je 20 PS, bei MF 7S.180 und MF 7S.190 um je 30 PS und beim MF 7S.210 um 10 PS (womit dieser mit 220 PS die identische Maximalleistung mit EPM aufweist wie der MF 7S.190). Das maximale Drehmoment gibt Massey Ferguson mit 700 Nm für den MF 7S.155 an, mit 725 Nm für den MF 7S.165 , mit 750 Nm für den MF 7S.180, mit 850 Nm für den MF 7S.190 und mit 860 NM für den MF 7S.210. Wird das Motormanagement EPM aktiviert, soll das maximale Drehmoment bei einer Motordrehzahl von 1.500 U/min auf 750, 800, 860, 925 respektive 925 Nm steigen. EPM steht für Transport- und Zapfwellenarbeiten sowie für hohe hydraulische Anforderungen zur Verfügung. Das Volumen des Kraftstofftankes beträgt nach Unternehmensangaben 305 l, das des Ad-Blue-Tankes 30 l.

Die Getriebe-Wahlmöglichkeiten unterscheiden sich je nach Modell und Ausstattungspaket. So sind die Typen MF 7.155 bis MF 7.180 in allen Ausstattungslinien mit dem Teillastschalt-Getriebe Dyna-6 und als Efficient sowie Exclusive wahlweise mit dem Stufenlos-Getriebe Dyna-VT erhältlich, während die Modelle MF 7.190 und MF 7.210 ausschließlich mit Dyna-VT-Getriebe verfügbar sind.
Das Dyna-6-Getriebe bietet mit sechs Lastschaltstufen und vier Gängen insgesamt 24 Vorwärts- und Rückwärtsgänge. Auf Wunsch ist eine zusätzliche Kriechganguntersetzung für Geschwindigkeiten ab 70 m/h bei einer Motordrehzahl von 1.400 U/min lieferbar. Das Dyna-6-Getriebe bietet serienmäßig einen Automatikmodus der die Schaltvorgänge in Abhängigkeit von Motorlast und Geschwindigkeit selbsttätig durchführt, wobei die Motordrehzahl, bei der ein Wechsel der Getriebeübersetzung erfolgt, manuell eingestellt werden kann.
Das stufenlose Dyna-VT-Getriebe in den MF 7S Traktoren bietet einen neuen Automatikmodus, der es gestattet, die Fahrgeschwindigkeit mit dem MultiPad-Fahrhebel oder dem Fußpedal zu verändern, während das Getriebe automatisch die optimale Motordrehzahl abhängig von Last und Geschwindigkeit einstellt. Das soll laut Massey Ferguson einen gleichmäßigeren Betrieb und eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz bewirken.
Sowohl Teillastschalt- als auch Stufenlos-Getriebe gibt es wahlweise mit 40 oder 50 km/h Höchstgeschwindigkeit. Interessant sind hier die als Dyna-6 Super Eco beziehungsweise Dyna-VT Super Eco bezeichneten 40-km/h-Varianten, die ihre Maximalgeschwindigkeit laut Hersteller bereits bei einer Motordrehzahl von 1.500 U/min (Dyna-6 Super Eco) respektive 1.450 U/min (Dyna-VT Super Eco) erreichen.
Die Heckzapfwelle verfügt beim MF 7S Essential über die zwei Drehzahlen 540 und 1.000 U/min mit mechanischer Drehzahlvorwahl, auf Wunsch und bei Efficient sowie Exclusive Serie ist die Vierfach-Heckzapfwelle 540/540E/1000/1000E mit elektronischer Vorwahl der Zapfwellen-Geschwindigkeit. Eine Frontzapfwelle mit 1.000 U/min gibt es für alle MF 7S als optionale Ausstattung.
Serie bei den Ausstattungspaketen Efficient sowie Exclusive und optional bei den MF 7S Essential ist die gefederte Vorderachse, die mitlenkenden Kotflügel gibt es nur beim Exclusive und für die anderen beiden Ausstattungslinien als Wunschausstattung. Abgesehen vom kleinsten Modell, dem MF 7S.155, können alle MF 7S Schlepper an der Hinterachse wahlweise mit großen 42-Zoll-Reifen ausgerüstet werden. Massey Ferguson betont einerseits den vorteilhaft langen Radstand der Serie MF 7S von 2,88 m bei gleichzeitig guter Wendigkeit durch einen Wenderadius von 4,93 m. die Modelle MF 7S.155 und MF 7S.165 bieten laut Massey Ferguson ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 12.500 kg, ab dem MF 7S.180 sind es 14.000 kg. Die Leergewichte sind mit mindestens 5.800 kg für den MF 7S.155 und MF 7S.165 angegeben beziehungsweise 6.300 kg ab dem MF 7S.180, maximal sind es 8.150 kg respektive 8.400 kg. Je nach Modell und Ausstattung bieten die neuen Massey Ferguson Traktoren demnach eine reichliche bis durchschnittliche Nutzlast. Wer das Produktprogramm von Massey Ferguson kennt, wird bereits die Überlappung mit der Serie MF 8S durch den neuen MF 7S.210 festgestellt haben. Betrachtet man Radstand, Wenderadius und Gewichte, wird klar, dass der MF 7S.210 schlicht der kompaktere und leichtere Schlepper bei vergleichbarer Motorleistung ist – diese Wahlmöglichkeit ergibt demnach durchaus Sinn.

Die grundsätzliche Hydraulikausstattung mit einer geschlossenen Load-Sensing-Hydraulik, deren Pumpe serienmäßig laut Massey Ferguson eine maximale Förderleistung von 110 l/min und optional maximal 150 oder 190 l/min bietet ist bei allen MF 7S Traktoren und allen Ausstattungslinien identisch. Unterschiede gibt es jedoch bei den Steuergeräten: Während der MF 7S Essential serienmäßig über drei mechanische Steuergeräte mit Bedienhebeln in der Seitenkonsole und optionalem mechanischen Joystick verfügt, sind es beim MF 7S Efficient zwei elektrische Steuergeräte mit elektrischem MicroJoystick sowie zwei mechanische Steuergeräte und beim MF 7S Exclusive vier elektrische Steuerventile mit elektrischem MicroJoystick und Fingertip-Schaltern in der Bedienarmlehne. Maximal vier Steuergeräte sind bei der Ausstattung mit Dyna-6-Getriebe, maximal fünf beim Dyna-VT-Getriebe möglich. Keine Unterschiede zwischen den Ausstattungspaketen, wohl aber zwischen den Modellen finden sich bei der maximalen Hubkraft des grundsätzlich per EHR bedienten Heckkrafthebers. So wird diese für die Modelle MF 7S.155 und MF 7S.165 mit serienmäßig 7.100 kg und wahlweise 8.100 oder 9.600 kg angegeben. Beim MF 7S.180 sind laut Massey Ferguson 8.100 kg Serie und 9.600 kg Option. Bei den Modellen MF 7S.190 und MF 7S.210 schließlich sind die 9.600 kg der Serienzustand. Für alle neuen MF 7S Traktoren wird ein vollintegrierter Frontkraftheber angeboten, dessen maximale Hubkraft Massey Ferguson mit 3.200 kg beziffert; ab dem MF 7S.180 sind nach Herstellerangaben auch maximal 4.000 kg möglich.
Die MF 7S Traktoren liefert Massey Ferguson ab Werk auf Wunsch mit Frontlader. Neu ist hier die Datatronic-5-Option MF E-Loader. Neben der Einstellung der neuen Schaufel-Rüttelfunktion, ermöglicht MF E-Loader auch das Wiegen einzelner Ladung sowie die Aufsummierung des Gesamtgewichtes respektive die Aufzeichnung des kompletten Auftrages, wobei die Daten als einfache Tabelle übertragen werden können. Ebenso können über MF E-Loader Ober- und Untergrenzen der Hubhöhe sowie automatische Abläufe für verschiedene Ladezyklen eingerichtet und gespeichert werden. Ergänzend zur Ausrüstung mit Frontlader bietet Massey Ferguson für die Kabine das Visio-Glasdach an, das eine hervorragende Sicht auf die Ladung über den gesamten Hubbereich ermöglichen soll.

In die Kabine der neuen Massey Ferguson MF 7S wurden Technologien aus der Baureihe MF 8S übernommen, um ein hohes Maß an Komfort zu realisieren, insbesondere einen niedrigen Geräuschpegel. Des Weiteren stattet Massey Ferguson die Ausstattungsvarianten Efficient und Exclusive der neuen Serie mit einer neuen Armlehne und einem daran befestigten, neuen MultiPad-Fahrhebel aus. Eine neue Klimaanlage soll die Kabine um bis zu 4 Grad Kelvin mehr abkühlen als bei den Vorgängern – die Pakete Essential und Efficient umfassen eine manuelle Regelung, das Paket Exclusive eine automatische (die für Efficient optional erhältlich ist). Die Serienausstattung aller Pakete umfasst einen luftgefederten Sitz, der auf Wunsch bei den Paketen Efficient und Exclusive beheizt und mit DDS (Dynamic Damping System) bestellt werden kann, das automatisch auf die Stärke der Unebenheiten reagiert. Beim Einsteigerpaket Essential kann optional eine mechanische Kabinenfederung geordert werde, die im Paket Efficient zum Standard gehört, sich aber auf Wunsch durch eine aktive, mechanische Federung ersetzen lässt, die im Paket Exclusive zur Serienausstattung zählt. Beim neuen MultiPad (optional Efficient, Serie Exclusive) wurde die Steuerung vereinfacht und für Funktionen, die seltener verwendet werden, ein Tastenfeld konzipiert. Für alle Ausstattungspakete bietet Massey Ferguson als Zusatzoption ein 16-LED-Arbeitsscheinwerfer-Paket an, das auch ein Tagfahrlicht beinhaltet.

Massey Ferguson betont, das Datatronic 5 Terminal verbessert zu haben und durch eine hellere und klarere Anzeige Blendeffekte an dem 9-Zoll-Touchscreen reduziert zu haben; neue Verknüpfungen auf der Hauptseite sollen zudem die Bedienung erleichtern. Wie gehabt werden mit dem ISOBUS-Terminal Datatronic 5 auch die zubuchbaren Precision Farming Lösungen von Massey Ferguson gesteuert, wie MF Section Control (jetzt bis zu 36 Teilbreiten) oder MF TaskDoc, mit dem Daten per USB-Stick übertragen werden, respektive bei MF TaskDoc Pro drahtlos. Neu ist die Funktion, mit Datatronic 5 auch Radio und Mobiltelefon zu steuern, um auf Anrufe aufmerksam gemacht zu werden; beim Exclusive ist diese Ausstattung Serie, beim Efficient eine Option und für den Essential ist sie nicht erhältlich. Mit einer neuen Geofencing-Funktion sollen Logistikmanagement und Sicherheit verbessert werden, indem Warnmeldungen versandt werden, wenn der Traktor einen definierten Bereich verlässt oder betritt.

Das Design der neuen Massey Ferguson MF 7S wurde dem aktuellen Familiendesign angepasst, das das Unternehmen mit den neuen MF 8S einführte und als Neo-Retro bezeichnet. In diesem Fall bedeutet das, die Kabine der Vorgängerbaureihe silbern zu lackieren und die Motorhaube neu zu gestalten. Der silberne Streifen an den Flanken, auf dem auch der Firmenname prangt, wird unterbrechungslos bis zum zentralen Kühleremblem fortgesetzt und mit einem Ausläufer ergänzt, der den deutlich massiver wirkenden Kühlergrill einrahmt. Diese Massivität wird einerseits durch ein anderes Material und andererseits durch Querrippen verursacht, die den Begriff „Bullenfänger“ flüstern. Positiv auf den Sichtbereich dürfte sich der deutlich schlankere Auspuff auswirken, der der gebogenen Form des Kabinen-Holmes folgt und so weniger als plumpe Notwendigkeit sondern mehr als Designelement in Erscheinung tritt.

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