In Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit, den Klimabedingungen, der Saatgutsorte, der Keimfähigkeit, dem Feldaufgang usw. müssen bei Sämaschinen für die verschiedenen Saatgüter unterschiedliche Ausbringmengen eingestellt werden. Dabei ist für den Landwirt die Anzahl der Körner pro Quadratmeter die aus pflanzenbaulicher Sicht entscheidende Größe. Bisher geschieht die Regelung der Ausbringmenge mit Hilfe einer Abdrehprobe, bei der die Einstellung der Sämaschine gewichtsbezogen erfolgt. Es wird über das Tausendkorngewicht ein Rückschluss gebildet zwischen der aufgefangenen Menge und den ausgebrachten Körnern pro Quadratmeter.
Mit dem Körnerzähler ist es möglich, diese Abdrehprobe entfallen zu lassen. Der Körnerzähler erfasst mit Hilfe von Laserlicht und CCD-Zeilen die Kornfrequenz direkt in der Saatleitung. Durch die aus der Kameratechnik bekannten CCD-Zeilen ist eine sehr hohe Auflösung möglich, so dass sogar Raps online exakt gezählt werden kann. Der Bordcomputer kann dann die aktuelle Ausbringmenge in Körnern pro Quadratmeter unter Berücksichtigung der Arbeitsbreite und der Fahrgeschwindigkeit berechnen. In Verbindung mit einer elektrisch zu betätigenden Dosiereinheit kann bei Abweichungen zwischen Soll- und Istwert die gewünschte Aufwandmenge exakt nachgeregelt werden.