Die ausgewählten Systeme sind in der Praxis einfach zu handhaben und sorgen z. B. durch GPS-gestützte Teilbreitenschaltung für geringeren Verbrauch von Kraftstoff, Saatgut, Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Durch Fahren bei Nacht mit Hilfe einer automatischen Lenkung steigern sie zusätzlich die Geräteauslastung und senken damit die Fixkosten.
Am Beispiel des Wiegedüngerstreuers Kverneland Exacta TL 2800 ISOBUS wird das Task Controlling im Praxiseinsatz gezeigt. Diese Fähigkeit ermöglicht die GPS-gestützte Teilbreitenschaltung und Dokumentation bei ISOBUS-Düngerstreuern, -Pflanzenschutzspritzen, -Drillmaschinen und -Einzelkornsämaschinen von Kverneland, direkt mit dem ISOBUS-Terminal GreenStar 2600 von John Deere. Ergänzt wird das vorgestellte System durch den kombinierten Einsatz des automatischen Lenksystems John Deere AutoTrac und dem N-Sensor Greenseeker der Firma LandData Eurosoft. Die teilflächenspezifische Dokumentation und Applikation erfolgt ganzheitlich für alle Geräte mit dem Farmmanagementsystem der Firma LandData Eurosoft/John Deere Office.
Die Kombination aus ISOBUS-kompatibler Automatiklenkung Ultra Guidance PSR ISO von Reichhardt und des neuen IsoMatch Tellus-Terminals der Kverneland Group wird komplexeren Anwendungen, wie z. B. der gleichzeitigen Nutzung von Lenksystem und Gerät gerecht. Das IsoMatch Tellus verfügt über zwei Bildschirme in einem Terminal übereinander, die den lästigen Menüwechsel überflüssig machen. Das Terminal steuert eine 16-reihige pneumatischen Kverneland Einzelkornsämaschine Optima e-drive.
John Deere führt ein Gespann aus einem John Deere 8295R und einer Universal-Drillkombination Kverneland MSC 6000 vor. Das ISOBUS-Display GreenStar 2600 steuert das Anbaugerät komplett, übernimmt die automatische, GPS-gestützte Teilbreitenschaltung und schaltet die Drillmaschine am Vorgewende punktgenau ein und aus. Im Hintergrund läuft die Dokumentation mit und speichert die hohe Präzision der Arbeit dauerhaft. Am Vorgewende ermöglicht das automatische Vorgewende-Managementsystem iTEC Pro den automatisierten Ablauf aller nötigen Arbeitsschritte inklusive des Wendemanövers. Dank dieser Ausstattung kann das ISOBUS-Gespann vollautomatisch und ohne Eingriffe des Fahrers arbeiten: Es steuert, fährt, lenkt, schaltet GPS-gestützt am Vorgewende und wendet wie von „Geisterhand“.
Die auf den DLG-Feldtagen 2010 gezeigten Systeme sind offen für alle Hersteller, die ISOBUS konsequent umsetzen.