Roboter gehören längst nicht mehr nur in große Fabriken. Schon seit Jahrzehnten setzt die moderne Landwirtschaft auf Automatisierung und digitale Lösungen – in der Milchkuhhaltung etwa beim Füttern, beim Melken und dabei, das Wohlbefinden der Tiere im Blick zu behalten. Wie diese Technik im Alltag von Betrieben eingesetzt wird, zeigte GEA den Jugendlichen nun in der unternehmenseigenen Academy in Bönen und auf einer nahegelegenen Milchfarm. Mit dabei waren Schüler*Innen der Droste-Hülshoff-Realschule, des Heinrich-Heine-Gymnasiums Dortmund und der Gemeinschaftshauptschule Scharnhorst.
Dort, wo sonst Mitarbeitende und Servicepersonal geschult werden, machten engagierte Mitarbeiter*Innen von GEA moderne Farmtechnik für Kinder und Jugendliche anschaulich und erlebbar. In Bönen entwickelt und produziert das Unternehmen unter anderem Melk- und Fütterungsroboter sowie digitale Lösungen für das Herdenmanagement.
Unter dem Motto „Vom Kuhstall zum Roboter – wie Technik Mensch, Tier und Landwirtschaft unterstützt“ erwartete die Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm. In wechselnden Gruppen erkundeten sie verschiedene Stationen: von der AR-Brille über den Fütterungsroboter-Parcours bis zum Wettmelken am Gummi-Euter.
Auch der Besuch eines nahegelegenen Milchviehbetriebes gehörte zum Programm und machte erlebbar, was die Jugendlichen an den Technikstationen kennenlernen konnten. Auf dem Betrieb sahen sie den Melkroboter live in Aktion: Die Kühe kommen freiwillig zum Melkstand, der Roboter verrichtet leise seine Arbeit, während die Kuh entspannt frisst. Für zusätzliches Staunen sorgte ein Gülle-Roboter, der eigenständig seine Runden zieht, für saubere Böden sorgt und die Gülle abtransportiert – die später als Dünger auf den Feldern zum Einsatz kommt.
Der Techniktag entstand gemeinsam mit TECHNIK BEGEISTERT e.V., einem gemeinnützigen Verein, der Kinder und Jugendliche über Robotik-Projekte und Wettbewerbe an technische Themen heranführt. Der Verein, der 2011 aus privatem Engagement junger Erwachsener hervorging, organisiert unter anderem die World Robot Olympiad in Deutschland und wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Fördermitgliedschaften sowie Partner*Innen und Sponsor*Innen unterstützt. In Bönen unterstützte TECHNIK BEGEISTERT e.V. die Koordination des Techniktages, vermittelte die teilnehmenden Klassen und organisierte den Transport der Schüler*Innen.
„Für die Teilnehmenden unserer Roboterwettbewerbe war der Techniktag der nächste Schritt“, sagt Markus Fleige, Vorsitzender, TECHNIK BEGEISTERT e.V., der den Techniktag in Bönen begleitete. „Bei GEA konnten wir erleben, wo Robotik außerhalb von Wettbewerb und Unterricht ganz konkret eingesetzt wird – etwa beim Melken oder Füttern. Solche Einblicke machen Technik greifbar. Dafür und natürlich für die große Spende sind wir GEA sehr dankbar.“
Andreas Seeringer, CEO GEA Farm Technologies: „Vor rund 100 Jahren kam unser erstes Melksystem auf den Markt. Heute übernehmen Roboter das Melken und Füttern ganzer Herden, unterstützt von Sensorik, Software und zunehmend auch KI – entwickelt und gebaut hier bei uns in Bönen. In kaum einer anderen Branche zeigt sich so unmittelbar wie in der Landwirtschaft, wie schnell diese Technologien den Alltag unserer Kunden verändern. Gerade deshalb ist es uns wichtig, junge Menschen früh für MINT zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie Robotik Mensch, Tier und Landwirtschaft unterstützt. Wenn Schülerinnen und Schüler das selbst erleben können, wird MINT konkret und verständlich.“
Die Zusammenarbeit mit TECHNIK BEGEISTERT e.V. ergänzt nach Unternehmensangaben das gesellschaftliche Engagement von GEA im Bereich MINT-Bildung. Unabhängig vom Techniktag in Bönen unterstützt die GEA Foundation den Verein nach Unternehmensangaben zudem finanziell. Bereits 2025 unterstützte die Foundation den Fonds von TECHNIK BEGEISTERT e.V. laut GEA mit rund 13.000 Euro, um Schüler*Innen beispielsweise die Teilnahme an der World Robot Olympiad zu ermöglichen. Für 2026 stellt sie nach Unternehmensangaben weitere 20.000 Euro für ein mehrjähriges Projekt zur Mädchenförderung bereit. Es richtet sich an 12- bis 16-Jährige und soll Interesse an Robotik, Technik und MINT-Berufen wecken. Ziel sei es, mindestens 450 Mädchen aktiv einzubinden.