Aufgrund der hohen Wertstabilität und Langlebigkeit der Holmer Maschinen gelang es, so der Rübenernte-Spezialist, wiederholt alle verfügbaren Gebrauchtmaschinen – 2010 waren es 144 Maschinen – zu verkaufen. Hier geht die Nachfrage klar zu den bewährten generalüberholten Maschinen mit Werksgarantie.
Mit dem neu entwickelten Reinigungslader Terra Felis konnte Holmer nach eigenen Angaben den offensichtlich dringend nötigen Wettbewerb in diesem Bereich deutlich beleben. Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem neuen Terra Felis 2 wurde die geplante Vorserienproduktion verdoppelt. Somit konnten 14 Terra Felis ausgeliefert werden. Aufgrund der neuen und richtungsweisenden Komponenten, wie der patentierten 10 Meter breiten Aufnahme und dem Nachreiniger Holmer VarioCleaner, konnte hier nach Herstellerangaben in neue, bisher unerreichte Dimensionen hinsichtlich Verlade- und Reinigungsleistung vorgestoßen werden. Holmer rechnet mit einem deutlichen Zuwachs der Marktanteile im Bereich der Verlade- und Reinigungstechnik in den nächsten Jahren. Weitere Infos zum Terra Felis finden Sie im Artikel „Holmer Terra Felis 2: Ladeleistung erleben – ohne Kompromisse“ hier auf landtechnikmagazin.de.
Im ersten Halbjahr 2010 gestaltete sich der Vertrieb des Systemschleppers/Multifunktionsfahrzeugs „Terra Variant“ in einem angestrengten Marktumfeld laut Holmer schwierig. Das schlechte Investitionsklima bei den Milchviehbetrieben im Frühjahr veranlasste zu Aufschüben bei der Beschaffung von Gülleausbringtechnik. Durch die steigende Zahl von Biogasanlagen und sich allmählich erholende Milchauszahlungspreise konnte aber nach Firmenangaben im zweiten Halbjahr eine deutliche Steigerung des Auftragseinganges verzeichnet werden. Sowohl die kontinuierliche Absatzsteigerung bei der Streuertechnik und im Bereich Feldlogistik, als auch die Ausdehnung der Verkäufe auf ganz Westeuropa und Russland rundeten den positiven Eindruck ab. Mit einem weiteren Holmer Aufbau, dem „VTU 19“ dringt Holmer in neue Einsatzfelder vor. In 2010 wurde ein Terra Variant mit diesem neuen Versuchsaufbau eingesetzt, mit dem laut Holmer durchweg sehr positive Ergebnisse erreicht wurden. Die Verbindung von Düngung, Aussaat und Bodenbearbeitung in einem Arbeitsgang, verbunden mit großem Transportvolumen und hoher Motorleistung, sollen hier zu einer einmaligen Schlagkraft in diesem wichtigen Verfahren der Landwirtschaft führen.
Unvorhersehbare Umsatzsteigerungen im ET-Geschäft spiegeln deutlich die immer noch zurückhaltenden Neuinvestitionen in der Rübentechnik aus 2008 und 2009 wieder. So erreichte das Verkaufsvolumen im Ersatzteilwesen bereits Anfang August den Umsatz des Gesamtjahres 2009 und spiegelt die hohe Gesamtmaschinenzahl von nahezu 3000 Holmer Maschinen im Markt wieder. Daraus resultierende Lieferengpässe zum Erntebeginn konnten trotz Sonderschichten bei Holmer und den Zulieferfirmen nicht vollständig kompensiert werden. Für 2011 wird hier mit Frühkauf- und Sonderaktionen auf eine Entzerrung der Bestellzeiten abgezielt.
Für das nächste Jahr rechnet Holmer mit weiter steigenden Verkaufszahlen in allen Produktsegmenten.