Daxenberger: "Angesichts von fünf Millionen Arbeitslosen ist das vorläufige Scheitern der Gespräche um die Ansiedlung von 500 neuen Stellen in Schwaben ein fatales Signal: Es düpiert die Fendt-Belegschaft, die bereit ist, für neue Arbeitsplätze Opfer zu bringen und es demoralisiert jeden Erwerbslosen, der händeringend nach einer Beschäftigung sucht."
Bayerns Grünen-Chef kritisiert, die IG Metall verteidige die 35-Stunden Woche auf dem Rücken von Arbeitsnehmern und Arbeitslosen. Damit müsse Schluss sein. Es sei "völlig unverständlich", dass örtliche Gewerkschaftsfunktionäre die Bereitschaft einer Belegschaft ignorieren, für neue Arbeitsplätze und die Standortsicherung länger zu arbeiten. Daxenberger: "Eine Gewerkschaft, die so handelt, entzieht sich der Verantwortung und zementiert ihren Ruf, ein Verein ideologischer Betonköpfe zu sein."
Sollte in Schwaben beim Ringen um neue Arbeitsplätze und längere Arbeitszeiten tatsächlich schon das letzte Wort gesprochen sein, wird die Firma Fendt ihre Expansionspläne eben andernorts realisieren – möglicherweise im Ausland. "Anstatt über den Arbeitsplatz-Export ständig Krokodilstränen zu vergießen, wären die IG Metall-Funktionäre besser beraten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, über ihren ideologischen Schatten zu springen und im Sinne der Betroffenen eine individuelle Lösung zu suchen", glaubt Daxenberger.