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Grammer AG mit starkem ersten Halbjahr

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Nachdem die Grammer AG bereits im ersten Quartal 2012 den Umsatz steigern konnte, bleibt der Spezialist für Sitzsysteme und Pkw-Innenausstattungen nach eigenen Angaben auch im zweiten Quartal weiter auf Wachstumskurs: Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2012 stieg im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 6,7 % auf 573,4 Mio. EUR (Vj. 537,5).

Aufgrund der geplanten Kosten für den Anlauf der neuen Grammer Lkw-Sitzgeneration, die im ersten und zweiten Quartal erfolgreich in Serie gebracht wurde, sowie dem überraschenden Markteinbruch in Brasilien ging das operative Ergebnis (EBIT), so Grammer, im Vorjahresvergleich auf 23,8 Mio. EUR leicht zurück (Vj. 25,8). Demgegenüber konnte das Ergebnis nach Steuern laut Grammer deutlich um 29,2 % auf 12,4 Mio. EUR verbessert werden (Vj. 9,6).

Im Zeitraum April bis Juni erzielte die Grammer AG nacheigenen Angaben einen Konzernumsatz von 287,6 Mio. EUR (Vj. 274,5). Ursächlich für die positive Entwicklung in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld waren laut Grammer neben den Produktneuanläufen, die weiterhin hohe Nachfrage im Offroad-Bereich sowie das vorteilhafte Kundenportfolio im Automobilsegment. Das EBIT für das zweite Quartal 2012 lag nach Unternehmensangaben aufgrund der angesprochenen Aufwendungen für Produktneuanläufe mit 11,7 Mio. EUR leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 13,7 Mio. EUR.

Das Eigenkapital zum 30. Juni 2012 lag laut Grammer bei 219,4 Mio. EUR und damit um fast 22 Mio. EUR höher als im Vorjahr (Vj. 197,7). Die Eigenkapitalquote am Berichtsstichtag lag nach Unternehmensangaben unverändert bei 33 %. Gleichzeitig senkte Grammer nach eigenen Angaben den Verschuldungsgrad (Gearing) von 49 % auf 43 % zum 30. Juni 2012.

Dank einer weiterhin hohen Auftragslage im Bereich Offroad und den in 2012 neu eingeführten Produkten bleibt das Segment Seating Systems nach Firmenangaben weiter der Wachstumstreiber im Grammer Konzern und konnte in einem rückläufigen Lkw-Markt im ersten Halbjahr einen Umsatzanstieg von 13,6 % auf 239,0 Mio. EUR erzielen (Vj. 210,4). Auf Quartalssicht wuchs das Segment zwischen April und Juni 2012 laut Grammer beim Umsatz mit 5,7 % auf 118,0 Mio. Euro (Vj. 111,7). Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Seating Systems wurde nach Unternehmensangaben neben den geplanten Kosten für die Neuanläufe vor allem durch den unerwartet starken Marktrückgang in Brasilien spürbar belastet und ging im zweiten Quartal auf 5,7 Mio. EUR zurück (Vj. 8,5). Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 konnte laut Grammer ein EBIT von 12,7 Mio. Euro erzielt werden (Vj. 16,4).

Das Segment Automotive der Grammer AG beendete das erste Halbjahr 2012 nach Firmenangaben beim Umsatz mit einem Plus von 0,9 % beziehungsweise 343,9 Mio. EUR (Vj. 341,0). Im zweiten Quartal wurde laut Grammer ein Umsatz von 174,0 Mio. EUR und damit ein Umsatzwachstum von 2,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal erreicht (Vj. 169,3). Durch die gezielte Positionierung im Pkw-Premiumsegment und den damit hohen Absatzzahlen und Exporten der deutschen Automobilhersteller nach China und den USA konnte Grammer nach eigenen Angaben die Rückgänge in den regionalen Automobilmärkten somit ausgleichen. Das operative Ergebnis im Segment Automotive lag laut Grammer im zweiten Quartal 2012 bei 7,6 Mio. EUR und damit um 7,6 % über dem Vorjahresvergleichswert (Vj. 7,1). Im ersten Halbjahr erwirtschaftete das Automotive-Segment laut Grammer insgesamt ein EBIT von 15,2 Mio. EUR (Vj. 14,9).

Für 2012 erwartet Grammer unverändert eine positive Entwicklung der Auftragslage auf dem Niveau des Vorjahres oder leicht darüber.

Bei einer weiterhin planmäßigen Entwicklung der Neuanläufe erwartet Grammer für das Jahr 2012 eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ertrag. Allerdings müssen, so Grammer, die konjunkturellen Entwicklungen in Europa und China sowie vor allem in Brasilien genau beobachtet werden, da diese bei einer weiteren Verschlechterung die Ertragslage belasten könnten.

Mit Blick auf die kommenden Monate freut sich Grammer auf den Amtsantritt des neuen Finanzvorstands Herrn Volker Walprecht (Siehe Artikel „Aufsichtsrat der Grammer AG bestellt Volker Walprecht als neuen Finanzvorstand“). Er beginnt seine Tätigkeit am 1. Oktober 2012 und tritt damit die Nachfolge von Alois Ponnath an. Walprecht wechselt von der Siemens AG zu Grammer, wo er zuletzt CFO der Division Oil & Gas war.

Quelle: GRAMMER AG (www.grammer.de)

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