„Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten, natürliche und nachwachsende Materialien zu verwenden, um unsre Reifen zu produzieren“, erklärt Andrew Mabin, Marketing und Sales Direktor bei Mitas. „Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung sucht aktiv nach neuen Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Herstellungsverfahren, was auch die Erforschung neuer Rohstoffe oder Ersatzstoffe beinhaltet. Wir sind einer von mehreren Reifenherstellern, die die Vorteile des kasachischen Löwenzahns untersuchen, um nachhaltigeren Gummi für Reifen herzustellen.“
„Ein in Europa hergestellter Landwirtschafts-Reifen aus Kulturpflanzen, die in Europa angebaut werden: Das ist unsere Idee, und das ist einer der Hauptgründe für unser Ziel, Landwirtschaftsreifen aus Löwenzahn-Kautschuk zu produzieren“, so Jiri Brejcha, Material Development Manager bei Mitas. „Löwenzahn in Europa zu pflanzen verringert auch die Transportwege und damit die Belastung der Umwelt.“
Die Kultivierung der Taraxacum koksaghyz als gummiproduzierenden Kulturpflanzen ist eine innovative Möglichkeiten, Gummi zu gewinnen. Im Rahmen des Projekts Drive4EU ist Mitas nach eigenen Angaben für Test der Merkmale und Eigenschaften des Löwenzahn-Kautschuks verantwortlich. Ziel des Projektes ist es, eine neue Gummi-Basis zu finden, die die gleichen oder bessere Eigenschaften als die des Gummibaums hat.
Übrigens: Der Kasachische oder Russische Löwenzahn ist auf den ersten Blick kaum vom normalen, deutschen „Unkraut-Löwenzahn“ zu unterscheiden, liefert aber deutlich mehr Saft, den man vielleicht zu so etwas wie Naturkautschuk verarbeiten kann. Der echte Naturkautschuk wird aus Gummibäumen gewonnen, die vorwiegend in Südostasien wachsen.