Anhaltende Protektionsmaßnahmen, vor allem restriktive Quotenregelungen im Erntetechnikbereich, trüben, so der VDMA, das Geschäft der westlichen Hersteller beträchtlich. „Ungeachtet der politisch schwierigen Lage erhoffen wir uns vom AGROSALON 2014 ein Signal zur weiteren Zusammenarbeit“, betonte Scherer mit verhaltener Zuversicht. Schließlich sei es essentiell, den „konstruktiven Dialog zwischen der russischen Politik und der Industrie“ fortzusetzen, zumal „schlagkräftige Landtechnik als »Generalschlüssel« für eine effiziente und damit international konkurrenzfähige Landwirtschaft in Russland“ fungiere.
Diese Herausforderung erfolgreich zu bestehen, setze jedoch die „problemlose Verfügbarkeit marktfähiger Maschinen und Geräte auf Spitzenniveau“ voraus. Mit den wachsenden Schutzzäunen der russischen Regierung habe die europäische Landtechnikindustrie insofern „gehörig zu kämpfen“. Verwundern darf diese Diagnose angesichts der Faktenlage freilich kaum: Importquoten auf hochleistungsfähige Mähdrescher, die den Export künstlich von über 2000 auf weniger als 100 Stück pro Jahr reduziert haben sowie intransparente und ständig veränderte Lokalisierungsvorschriften, die den Zugang zu nationalen Förderprogrammen regeln, machten erfolgreiche Abschlüsse auf diesem bedeutenden Zukunftsmarkt „zusehends zu einem Glücksspiel.“ Dies wiege umso schwerer, da sich „gerade die deutschen Landtechnikhersteller seit Jahren zum russischen Markt bekennen und vielfach hohe Summen in den Ausbau der Vertriebs- und Servicenetze, vor allem aber auch in die lokale Fabrikation investiert haben“.
Der VDMA unterstützt den AGROSALON seit seiner Gründung im Jahr 2008. In den vergangenen Jahren wies die Messe eine ausgesprochen positive Dynamik auf. Die Anzahl der Aussteller und Besucher stieg kontinuierlich. Der AGROSALON biete russischen Landwirten und Agrarholdings die einzigartige Gelegenheit, sich mit den weltweit führenden Technologieanbietern der Branche im offenen Dialog auszutauschen. Auch Entscheidungsträger aus Politik und Finanzwesen nutzen, so der VDMA abschließend, die Messe zur intensiven Fühlungnahme mit einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.