Einen wesentlichen Grund für das bisherige, sehr gute Anmeldeergebnis sieht die DLG in der gegenwärtig positiven Stimmung innerhalb der europäischen Landwirtschaft. Die Aussteller kommen daher im Herbst mit großen Erwartungen zur Agritechnica, und diese Erwartungen könnten erfüllt werden. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen DLG-Trendmonitors Europa, wonach Landwirte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Tschechien und Ungarn aufgrund der sich derzeit dynamisch entwickelnden Weltwirtschaft und einem durch Knappheit geprägten Getreide- und Ölsaatenmarkt von einem festen Preisgefüge ausgehen. Wie die Befragung von rund 3.000 Landwirten im Rahmen des DLG-Trendmonitors ergab, beflügeln die positiven Geschäftsaussichten die Investitionspläne. So legt die Investitionsneigung in Deutschland um sechs Prozent gegenüber dem Herbst 2010 auf jetzt 55 Prozent in der aktuellen Befragung zu. Auch für die Landwirte in Frankreich kann eine achtprozentige Zunahme gegenüber der letzten Befragung verzeichnet werden. Eine deutlich stärkere Investitionsneigung zeigen auch die Landwirte in Mittel- und Osteuropa: 57 Prozent der polnischen Landwirte planen Investitionen, was einer neunprozentigen Steigerung gegenüber dem Herbst 2010 entspricht. Zudem wollen in den kommenden zwölf Monaten 68 Prozent der tschechischen Betriebsleiter (45 Prozent im Herbst 2010) und 54 Prozent der ungarischen Landwirte (34 Prozent im Herbst 2010) investieren. In Großbritannien sind um drei Prozent geringere Investitionsabsichten gegenüber der letzten Befragung festzustellen, was unter anderem auch auf Kursbewegungen (Euro/Pfund) zurückzuführen ist. Die europäischen Landwirte wollen die günstigen Rahmenbedingungen auf den Märkten und die derzeit noch günstige Zinslage für die Modernisierung und Effizienzsteigerung in der Produktion nutzen.