Die Ernte war und ist im bäuerlichen Alltag eine der wichtigsten Arbeiten im ganzen Jahr. Beim Ernten zeigt sich der wirtschaftliche Erfolg eines Hofes. Mit dem Bäuerlichen Erntetag widmet das Freilichtmuseum nun erstmals eine große Veranstaltung der Erntegeschichte. Besucher lernen verschiedene Getreidearten wie Roggen, Weizen, Gerste und Hafer kennen. Bei Schauprogrammen wie Mähen mit der Sense, Landarbeit mit Pferden und Getreide ausdreschen erleben die Besucher die mühsame Erntearbeit vergangener Zeiten. In moderierten Vorführungen erfahren Technikfreunde alles über die Entwicklung der Erntetechnik vom Mähbinder bis zum modernen Mähdrescher.
Nach der Ernte kommt der Genuss: Am historischen Herd schauen die Besucher der Köchin beim Obst dörren und Marmelade einkochen über die Schulter. Die fertigen Produkte können als besonderes Geschenk oder Erinnerungsstück im Museumsladen erworben werden.
Weitere Landmaschinen sehen Besucher im Agrarium, der interaktiven Ausstellungswelt des Freilichtmuseums. Von der 19 Tonnen-Dampflokomotive bis zum Pommes-Schneider, vom Lanz Bulldog bis zum Pflaumenmus-Kessel: Die historischen Exponate, ausgestellt in offenen Stahlregalen, veranschaulichen die Geschichte von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie. Architektonischer Höhepunkt ist der Treckerturm. Er durchzieht alle drei Etagen und präsentiert auf besondere Weise Meilensteine der Traktorengeschichte.
Zur Stärkung bietet der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“ regionale Köstlichkeiten an. Das Rösterei-Café „Koffietied“ lockt mit selbst gerösteten Kaffeespezialitäten und frisch gebackenem Kuchen.