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Agritechnica Impressionen: Kleiner Rundgang über die Messe

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2.247 Unternehmen aus 36 Ländern präsentierten auf der Agritechnica 2007 ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen und Produktpaletten. 340.000 Landwirte und Fachleute, darunter 71.000 aus dem Ausland, kamen vom 11. bis 17. November 2007 auf das Messegelände in Hannover, um sich über Neuheiten und Trends in der Landtechnik zu informieren.

Bei Claas löst die neue Traktorenbaureihe ARION die seit 2005 angebotene ARES Baureihe ab. Die neue Baureihe gliedert sich in die 4-Zylinder-Baureihe ARION 500 mit 112 PS bis 135 PS Maximal-Leistung nach ECE R24 und die 6-Zylinder-Baureihe ARION 600 mit 125 PS bis 155 PS Maximal-Leistung nach ECE R24. Die neue ARION Baureihe ist mit dem bekannten HEXASHIFT Getriebe mit 4 Gruppen und 6 Lastschaltstufen ausgestattet. Als Abrundung der ARION 500/600 Baureihe gibt es zudem die Baureihe ARION 600 C (drei Modelle mit Maximal-Leistungen von 92/125 kW/PS bis 110/150 kW/PS) für die Betriebe, die auf der Suche nach einem komfortablen, zuverlässigen Traktor sind, bei dem die Wirtschaftlichkeit Vorrang vor der technischen Ausstattung hat. Die ARION 600 C Modelle sind mit dem neuen QUADRISHIFT Getriebe mit vier Gruppen und vier Lastschaltstufen ausgestattet.
Auf der Agritechnica 2007 präsentierte Claas den XERION 3800 mit einer Nennleistung von 253/344 kW/PS und einer Maximal-Leistung von 279/379 kW/PS (Leistungsangaben nach ECE R24) als „großen Bruder“ des bereits etablierten XERION 3300. Das neue Modell beinhaltet die 3 Typen XERION 3800 TRAC (Kabine fest in Mittelposition), XERION 3800 TRAC VC (Kabine um 180° drehbar) und XERION 3800 SADDLE TRAC (Kabine fest über Motorposition). Die bewährten Bauelemente wie der tragende Vollrahmen und das stufenlose voll reversierbare Getriebe mit vier möglichen Fahrstrategien für jeden Einsatz wurden beibehalten.
JCB erweitert mit der neuen Fastrac Baureihe 7000 im Leistungsbereich von 129/173 kW/PS bis 164/220 kW/PS sein Traktoren-Programm um drei vollkommen neu konstruierte Typen. Auch die neuen Fastrac Modelle 7170, 7200 und 7230 verfügen über die klassischen Fastrac Eigenschaften wie Vollfederung und Auslegung als Schnellläufer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Im Verhältnis zu den Hinterrädern nochmals verkleinert hat JCB jedoch die Vorderräder, so dass sich die neuen Fastrac in Kombination mit der nun wesentlich weiter hinten angeordneten Kabine mehr in Richtung Standardschlepper entwickelt haben.
Um eine Neuentwicklung handelt es sich auch bei der Kabine der Fastrac 7000 mit der auch der Fastrac 8250 ab sofort ausgestattet wird. Diese bietet nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch eine überragende Sicht – dank großflächiger Scheiben und ihrer leicht nach hinten versetzten Position, die den Fahrer näher an das verwendete Anbaugerät bringt.
Mit der Konzeptstudie des Agroplus TTV 430 präsentierte Deutz-Fahr auf der Agritechnica 2007 den ersten Kompakttraktor mit stufenlosem Getriebe. Angetrieben wird der Agroplus TTV 430 von einem DEUTZ Turbodiesel-Motor mit Vier-Ventiltechnik, der dank des Leistungsmanagements DPC (DEUTZ Power Control) bis zu 78 kW/106 PS leistet. Beim Getriebe handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Same Deutz-Fahr. Das Getriebe verfügt über zwei Arbeitsbereiche in denen laut Deutz-Fahr jeweils bis zu 100 Prozent der Antriebsleistung mechanisch übertragen werden. Der hydrostatische Anteil soll so auf ein Minimum reduziert werden.
Mit dem auf der Agritechnica 2007 präsentierten Agrotron TTV 630 erweitert Deutz-Fahr die Agrotron TTV Baureihe nach oben. Der neue DEUTZ DCR 6-Zylinder Turbodiesel im Agrotron TTV 630 leistet 224 PS (164 kW) und bietet ein maximales Drehmoment von 851 Nm. Das TTV-Getriebe, das laut Deutz-Fahr über einen hohen mechanischen Wirkungsgrad verfügt, hat wie in den kleineren Modellen TTV 610 und TTV 620 auch im TTV 630 vier Arbeitsbereiche. In jedem der vier Arbeitsbereiche werden bis zu 100 % der Antriebsleistung mechanisch übertragen.

Neben dem seit Jahren in allen Bereichen der Landtechnik anhaltenden Trend zu mehr Leistung, größeren Arbeitsbreiten, mehr High-Tech und umfangreicher Komfort-Ausstattung konnte man auf der Agritechnica 2007 zum Beispiel im Bereich Traktoren noch weitere interessante Entwicklungstendenzen beobachten: Immer mehr Hersteller engagieren sich – nicht zuletzt auf Grund einer verstäkten Nachfrage seitens der Kunden – auch wieder vermehrt in den unteren PS-Klassen und bieten Kompakttraktoren und Standardschlepper im Segment bis etwa 100 PS an, die in den Punkten Komfort und technische Ausstattung weit an die oberen Leistungsklassen heranreichen. Weil aber nicht jeder bereit ist, den dadurch bedingten Mehrpreis zu zahlen, gab es auf der Agritechnica 2007 auch eine große Auswahl an einfach ausgestatteten und damit preiswerten Schleppern zu sehen. Der Großteil dieser, überwiegend im unteren Leistungsbereich angesiedelten, Traktoren stammt dabei nicht von den bekannten, sondern von bislang in unseren Breiten eher unbekannten Herstellern beispielsweise aus Südosteuropa und Asien. Zwar stehen einem Verkauf in Deutschland bei vielen dieser Traktoren derzeit noch fehlende Vertriebskanäle und die Nichteinhaltung der gültigen Abgasnormen entgegen, jedoch bekundeten alle von uns befragten Hersteller gegenüber landtechnikmagazin.de den Willen, ihre Produkte im Laufe der nächsten Jahre auch hier zu vertreiben.

Interessant war die Agritechnica auch in diesem Jahr jedoch nicht nur auf Grund der zahlreichen Neuvorstellungen, denn kaum eine andere Messe bietet dem landtechnisch Interessierten ein so breites Spektrum an Agrartechnik für nahezu jeden Bereich der Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass die Agritechnica durch ihre internationale Auslegung auch immer einen guten Einblick in die Entwicklung und den aktuellen Stand der Landtechnik in anderen Regionen dieser Welt ermöglicht. Dabei kann man feststellen, dass in vielen Ländern in der Agrartechnik nicht nur andere Prioritäten gesetzt werden, sondern teilweise auch Techniken und Verfahren erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt werden, die hierzulande fast schon in Vergessenheit geraten sind. Ein Beispiel hierfür findet sich im Bereich der Futtererntetechnik: Während in Deutschland gezogene Feldhäcksler und Anbaufeldhäcksler fast gänzlich vom Markt verschwunden sind und von leistungsfähigen Selbstfahrhäckslern und Ladewagen verdrängt wurden, erfreuen sich diese Maschinen weltweit betrachtet nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch 2007 hatte die Agritechnica also wieder einiges zu bieten. Einen Teil dessen, was es in Hannover interessantes zu sehen gab, haben wir in der Galerie zu diesem Artikel für Sie zusammengestellt. Dass das allerdings nur ein kleiner Ausschnitt sein kann, versteht sich angesichts der Fülle der in Hannover gezeigten Neuheiten und Produkte von selbst.

Quelle: ltm-KE

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