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Agritechnica Impressionen: Kleiner Rundgang über die Messe

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2.247 Unternehmen aus 36 Ländern präsentierten auf der Agritechnica 2007 ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen und Produktpaletten. 340.000 Landwirte und Fachleute, darunter 71.000 aus dem Ausland, kamen vom 11. bis 17. November 2007 auf das Messegelände in Hannover, um sich über Neuheiten und Trends in der Landtechnik zu informieren.

Mit dem Agrotron NaturalPower zeigte Deutz-Fahr die erste Schlepperserie, die werksseitig für den Betrieb mit reinem Rapsöl nach DIN V 51605 freigegeben ist. Als Motoren kommen im Agrotron NaturalPower die Deutz-Baureihen 2012 und 2013 zum Einsatz, die weiterentwickelt und mit dem patentierten DEUTZ Fuel Management® ausgerüstet wurden.
Das stufenlose Getriebe des Deutz-Fahr Agroplus TTV 430 kommt bei SAME im Dorado F110 Continuo zum Einsatz. Der Dorado F110 Continuo ist damit der weltweit erste Spezialtraktor für den Obst- und Weinbau mit einem stufenlosen Getriebe. Der mit einem 4-Zylinder-DEUTZ-Turbodieselmotor ausgerüstete SAME Dorado F110 verfügt über eine Motorleistung von 102 PS (75 kW) und ist einer der stärksten Plantagenschlepper auf dem Markt.
Der Deutz-Fahr Agrotron X 720 heißt bei Lamborghini R8.270. Technik und Ausstattung der beiden Schwestermodelle sind identisch.
Mit dem 6255 CVT präsentierte Steyr erstmals einen Schlepper mit stufenlosem Getriebe in der Leistungsklasse über 220 PS. Beim Steyr 6255 CVT handelt es sich bislang allerdings lediglich um eine Modellstudie. Auf einer Infotafel hieß es hierzu: „Dieser Traktor ist eine Studie wie Steyr mit einer neuen Produktline in der Leistungsklasse über 220 PS in der Zukunft einsteigen könnte.“ Man darf also gespannt sein, wann die neue Baureihe in Serie geht und ob es dann auch entsprechende Modelle bei den anderen CNH-Marken Case IH und New Holland geben wird.
In allen fünf Steyr-CVT-Modellen arbeiten jetzt Common-Rail-Aggregate, die den Tier 3-Abgasvorschriften entsprechen und jeweils um etwa vier PS mehr leisten als die Motoren in der vorigen CVT-Generation. Daraus ergibt sich auch die neue Typenbezeichnung, aus dem CVT 6135 wurde der 6140, aus dem 6145 der 6150 – bis hinauf zum 6195. Der Leistungs-Bogen reicht nun von 141 bis 196 PS (104 bis 144 kW).
Neues Top-Modell der Case-IH-Magnum-Baureihe ist der MAGNUM 335 mit 335 PS Nennleistung und 368 PS Maximalleistung bei 1900 U/min. Den Maßstab im Segment über 300 PS soll der neue MAGNUM 335 auch beim maximalen Drehmoment setzen: Mit 1566 Nm bei 1500 U/min ist das neue MAGNUM Flaggschiff laut Hersteller der drehmomentstärkste Standardtraktor weltweit.

Neben dem seit Jahren in allen Bereichen der Landtechnik anhaltenden Trend zu mehr Leistung, größeren Arbeitsbreiten, mehr High-Tech und umfangreicher Komfort-Ausstattung konnte man auf der Agritechnica 2007 zum Beispiel im Bereich Traktoren noch weitere interessante Entwicklungstendenzen beobachten: Immer mehr Hersteller engagieren sich – nicht zuletzt auf Grund einer verstäkten Nachfrage seitens der Kunden – auch wieder vermehrt in den unteren PS-Klassen und bieten Kompakttraktoren und Standardschlepper im Segment bis etwa 100 PS an, die in den Punkten Komfort und technische Ausstattung weit an die oberen Leistungsklassen heranreichen. Weil aber nicht jeder bereit ist, den dadurch bedingten Mehrpreis zu zahlen, gab es auf der Agritechnica 2007 auch eine große Auswahl an einfach ausgestatteten und damit preiswerten Schleppern zu sehen. Der Großteil dieser, überwiegend im unteren Leistungsbereich angesiedelten, Traktoren stammt dabei nicht von den bekannten, sondern von bislang in unseren Breiten eher unbekannten Herstellern beispielsweise aus Südosteuropa und Asien. Zwar stehen einem Verkauf in Deutschland bei vielen dieser Traktoren derzeit noch fehlende Vertriebskanäle und die Nichteinhaltung der gültigen Abgasnormen entgegen, jedoch bekundeten alle von uns befragten Hersteller gegenüber landtechnikmagazin.de den Willen, ihre Produkte im Laufe der nächsten Jahre auch hier zu vertreiben.

Interessant war die Agritechnica auch in diesem Jahr jedoch nicht nur auf Grund der zahlreichen Neuvorstellungen, denn kaum eine andere Messe bietet dem landtechnisch Interessierten ein so breites Spektrum an Agrartechnik für nahezu jeden Bereich der Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass die Agritechnica durch ihre internationale Auslegung auch immer einen guten Einblick in die Entwicklung und den aktuellen Stand der Landtechnik in anderen Regionen dieser Welt ermöglicht. Dabei kann man feststellen, dass in vielen Ländern in der Agrartechnik nicht nur andere Prioritäten gesetzt werden, sondern teilweise auch Techniken und Verfahren erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt werden, die hierzulande fast schon in Vergessenheit geraten sind. Ein Beispiel hierfür findet sich im Bereich der Futtererntetechnik: Während in Deutschland gezogene Feldhäcksler und Anbaufeldhäcksler fast gänzlich vom Markt verschwunden sind und von leistungsfähigen Selbstfahrhäckslern und Ladewagen verdrängt wurden, erfreuen sich diese Maschinen weltweit betrachtet nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch 2007 hatte die Agritechnica also wieder einiges zu bieten. Einen Teil dessen, was es in Hannover interessantes zu sehen gab, haben wir in der Galerie zu diesem Artikel für Sie zusammengestellt. Dass das allerdings nur ein kleiner Ausschnitt sein kann, versteht sich angesichts der Fülle der in Hannover gezeigten Neuheiten und Produkte von selbst.

Quelle: ltm-KE

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