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Agritechnica Impressionen: Kleiner Rundgang über die Messe

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2.247 Unternehmen aus 36 Ländern präsentierten auf der Agritechnica 2007 ihre Neuheiten, Weiterentwicklungen und Produktpaletten. 340.000 Landwirte und Fachleute, darunter 71.000 aus dem Ausland, kamen vom 11. bis 17. November 2007 auf das Messegelände in Hannover, um sich über Neuheiten und Trends in der Landtechnik zu informieren.

Weil die in Berlin ansässige ATM United Technologies GmbH neben Entwicklung und Vertrieb zwischenzeitlich auch die Produktion der Kirovets Standardschlepper übernommen hat, heißen diese jetzt Terrion. Die Produktion der Terrion-Traktoren erfolgt allerdings weiterhin im Kirovets-Werk in St. Petersburg. Den Terrion ATM 3180 (im Bild) aus der Serie ATM 3000 stattet ATM für den Vertrieb in Westeuropa serienmäßig mit Deutz-Motor vom Typ BF 6M 2012 C aus, der für den russischen Markt optional verfügbar ist (dort ist ein Motor des russischen Herstellers MMZ Serie) und dessen Leistung mit 132/180 kW/PS angegeben wird. Das 36/36-Gang-Getriebe mit 3-fach-Lastschaltung im Terrion 3180 stammt von Valtra, die Vorderachse von Carraro und die Hydraulik samt EHR von Bosch.
Die größere der beiden Terrion-Baureihen heißt ATM 5000. Im Gegensatz zur Serie ATM 3000 kommt hier ein 40/40-Gang-Getriebe mit 4-fach-Lastschaltung von ZF zum Einsatz. Die Serie ATM 5000 wird ausschließlich mit Deutz-Motor gebaut. Die Leistung des Deutz-Motors vom Typ BF 6M 1013 FC im Terrion ATM 5280 (im Bild) wird mit 198/270 kW/PS angegeben.
Mit vier neuen Sechszylindermodellen komplettiert New Holland die Traktorbaureihe T6000. Die neuen T6000 Range Command™- und T6000 Power Command™-Traktoren sind laut New Holland für den vielfältigen, flexiblen Einsatz konzipiert und lösen die Serie TM ab. Die Modelle T6030 (85/115 kW/PS), T6050 (92/125 kW/PS), T6070 (103/140 kW/PS) und T6080 (114/155 PS) werden serienmäßig mit einem Range Command™-Getriebe (18x6) und auf Wunsch mit einem Power Command™-Getriebe ausgerüstet.
Neues Topmodell der New Holland Traktorenbaureihe T8000 ist der T8050. Der T8050 wird von einem 325 PS (239 kW) starken New Holland Motor mit 9 Liter Hubraum, 24 Ventilen und Common-Rail-Einspritzung angetrieben und weist somit laut New Holland beste Leistungs-, Verbrauchs und Emissionswerte auf. Die Getriebepalette für den T8050 umfasst vier Volllastschaltgetriebe einschließlich des neuen Ultra Command™-Getriebes (50-km/h-Getriebe mit 19x4 Gängen), das vom ersten bis zum neunzehnten Gang durch eine exzellente Schaltqualität überzeugen soll.
Eines der Highlights auf der Agritechnica 2007 im Bereich Traktoren war sicher der 7530 E-Premium, mit dem John Deere eindeutig den Grundstein für zukünftige Antriebskonzepte landwirtschaftlicher Geräte legt. Über die sonst üblichen Leistungsmerkmale von Traktoren hinaus sind die neuen E-Premium-Traktoren 7430 und 7530 mit einer innovativen Technik zur Bereitstellung elektrischer Leistung bis 20 kW ausgerüstet.
Die Traktoren der Serien 6030 und 7030 Premium stattet John Deere ab sofort wahlweise mit Panorama-Türen aus.

Neben dem seit Jahren in allen Bereichen der Landtechnik anhaltenden Trend zu mehr Leistung, größeren Arbeitsbreiten, mehr High-Tech und umfangreicher Komfort-Ausstattung konnte man auf der Agritechnica 2007 zum Beispiel im Bereich Traktoren noch weitere interessante Entwicklungstendenzen beobachten: Immer mehr Hersteller engagieren sich – nicht zuletzt auf Grund einer verstäkten Nachfrage seitens der Kunden – auch wieder vermehrt in den unteren PS-Klassen und bieten Kompakttraktoren und Standardschlepper im Segment bis etwa 100 PS an, die in den Punkten Komfort und technische Ausstattung weit an die oberen Leistungsklassen heranreichen. Weil aber nicht jeder bereit ist, den dadurch bedingten Mehrpreis zu zahlen, gab es auf der Agritechnica 2007 auch eine große Auswahl an einfach ausgestatteten und damit preiswerten Schleppern zu sehen. Der Großteil dieser, überwiegend im unteren Leistungsbereich angesiedelten, Traktoren stammt dabei nicht von den bekannten, sondern von bislang in unseren Breiten eher unbekannten Herstellern beispielsweise aus Südosteuropa und Asien. Zwar stehen einem Verkauf in Deutschland bei vielen dieser Traktoren derzeit noch fehlende Vertriebskanäle und die Nichteinhaltung der gültigen Abgasnormen entgegen, jedoch bekundeten alle von uns befragten Hersteller gegenüber landtechnikmagazin.de den Willen, ihre Produkte im Laufe der nächsten Jahre auch hier zu vertreiben.

Interessant war die Agritechnica auch in diesem Jahr jedoch nicht nur auf Grund der zahlreichen Neuvorstellungen, denn kaum eine andere Messe bietet dem landtechnisch Interessierten ein so breites Spektrum an Agrartechnik für nahezu jeden Bereich der Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass die Agritechnica durch ihre internationale Auslegung auch immer einen guten Einblick in die Entwicklung und den aktuellen Stand der Landtechnik in anderen Regionen dieser Welt ermöglicht. Dabei kann man feststellen, dass in vielen Ländern in der Agrartechnik nicht nur andere Prioritäten gesetzt werden, sondern teilweise auch Techniken und Verfahren erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt werden, die hierzulande fast schon in Vergessenheit geraten sind. Ein Beispiel hierfür findet sich im Bereich der Futtererntetechnik: Während in Deutschland gezogene Feldhäcksler und Anbaufeldhäcksler fast gänzlich vom Markt verschwunden sind und von leistungsfähigen Selbstfahrhäckslern und Ladewagen verdrängt wurden, erfreuen sich diese Maschinen weltweit betrachtet nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch 2007 hatte die Agritechnica also wieder einiges zu bieten. Einen Teil dessen, was es in Hannover interessantes zu sehen gab, haben wir in der Galerie zu diesem Artikel für Sie zusammengestellt. Dass das allerdings nur ein kleiner Ausschnitt sein kann, versteht sich angesichts der Fülle der in Hannover gezeigten Neuheiten und Produkte von selbst.

Quelle: ltm-KE

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