Der automatische, elektronisch gesteuerte Vorschub des Schiebebodens sorgt für eine gleichmäßigere Zufuhr des Ladeguts zur Verteileinrichtung. Dadurch verringert sich die Verstopfungsgefahr an den Verteilerwalzen, Zubringerschnecken und der Überladeschnecke. Auch die Stoßbelastungen an der Zapfelle werden geringer. Das spart Kraft, die Überladeleistung steigt, so beispielsweise bei Hackschnitzel bis auf 13 m³ pro Minute. Vor allem der Fahrer wird entlastet, weil er nicht ständig Verteilerwalzen, Zubringschnecken und Überladeschnecke beobachten muss.
Zwei Ultraschallsensoren an der Rückwand des Abschiebewagen übernehmen die Kontroll- und Steuerungsaufgaben des Fahrers. Sie überwachen den Fluss des Ladeguts zwischen den drei hydraulisch angetriebenen, waagrecht liegenden Verteilerwalzen und verändern je nach Messwert über einen Regler den Vorschub des Schiebebodens: Bei dichtem Materialfluss wird die Schiebegeschwindigkeit verringert, bei geringerem Materialfluss wird sie erhöht. Die Verteilerwalzen lockern das Ladegut auf, damit es in einem gleichförmigen Strom auf in der Höhe quer und längs zum Abschiebeboden angebrachte Zubringerschnecken fällt, um von diesen zur Überladeschnecke gefördert zu werden. Die Überladeschnecke fördert das Ladegut schließlich auf Fern-Lkws, in Bunkerzellen oder Vorratsbehälter für Biogasanlagen. Die Überladehöhe beträgt je nach Fahrwerk zwischen 4,50 und 5,00 m. Die Überladeschnecke ist in Zweikomponentenstahl ausgeführt mit spezieller Verschleißschutzschicht. Statt der Überladeschnecke kann die Verteileinrichtung auch mit einem schwenkbaren Förderband ausgerüstet werden. Über Bordcomputer können je nach Ladegut bestimmte Werte gezielt eingegeben werden, die eine gleichmäßige und fortwährende Beschickung der Zubringschnecken und Förderschnecke gewährleisten.
Auf der Agritechnica 2007 zeigt Fliegl den Überladeautomaten Universal und weitere Neuheiten unter anderem in Halle 17, Stand 46.