Die Valtra G-Serie umfasst unverändert vier Varianten. Den Einstieg bildet der G105 mit 78/105 kW/PS Maximalleistung (Herstellerangabe nach ISO 14396) und bis zu 470 Nm Drehmoment im Boostbetrieb. Darüber rangiert der G115 mit 85/115 kW/PS Maximalleistung und maximal 510 Nm. Der G125e erreicht bis zu 93/125 kW/PS und liefert mit Boostfunktion bis zu 540 Nm Drehmoment. Der „G125e-ECO-Modus” ist nur für das Lastschaltgetriebe verfügbar: maximale Leistung 115/125 kW/PS bei 1.750 U/min, maximales Drehmoment 518/555 Nm bei 1.250 U/min. Spitzenmodell bleibt der G135 mit maximal 100/135 kW/PS und bis zu 560 Nm Drehmoment. Als Antrieb dient in allen Varianten ein kompakter 4,4-l-Vierzylinder von AGCO Power (44 MBTN), der die Abgasnorm Stage V erfüllt.
Im Mittelpunkt der Überarbeitung steht das neue, von AGCO entwickelte stufenlose Getriebe. Anders als bei den bisherigen Powershift-Versionen arbeitet das CVT mit nur einem Fahrbereich von 0 bis 40 km/h. Die Steuerung erfolgt wahlweise über Fahrpedal, Fahrhebel oder Tempomat. Nach Herstellerangaben soll das System insbesondere bei häufig wechselnden Fahrenden eine möglichst einfache Bedienung gewährleisten. Parallel dazu verbleiben die bekannten Lastschalt-Versionen weiterhin im Programm.
Technisch differenziert Valtra die Baureihe weiterhin über unterschiedliche Ausstattungslinien. Die HiTech-Versionen mit Lastschaltgetriebe arbeiten mit Open-Center-Hydraulik, während Active-, Versu- und die neuen CVT-Modelle auf ein Closed-Center-Load-Sensing-System setzen. Die maximale Förderleistung liegt je nach Ausführung bei 100 beziehungsweise 110 l/min. Gerade bei Frontladerarbeiten dürfte dies ein zentrales Argument bleiben, zumal Valtra die G-Serie gezielt als Frontladerspezialisten positioniert.
Auch bei der Hubkraft bewegt sich die Valtra G-Serie auf einem für diese Leistungsklasse hohen Niveau. Das Heckhubwerk stemmt nach Herstellerangaben maximal 60 kN, über den gesamten Hubweg stehen 50 kN zur Verfügung. Optional ist ein Fronthubwerk mit bis zu 30 kN Hubkraft erhältlich. Die neue Kotflügelgestaltung soll zudem die Anbaugeräteführung erleichtern und die Sicht auf die Hubwerksbedienung verbessern.
In der Kabine setzt Valtra weiterhin auf das bekannte Bedienkonzept mit großzügiger Verglasung von 5,7 m² und niedriger Motorhaube. Für SmartTouch-Modelle stehen elektronisch geregelte Steuergeräte und das Vorgewendemanagement U-Pilot zur Verfügung. Ergänzt wird das Paket durch Precision-Farming-Funktionen wie Valtra Guide, ISOBUS, Section Control oder TaskDoc. Optional lassen sich die Maschinen über die Technologie-Pakete weiter automatisieren.
Parallel zur technischen Erweiterung nutzt Valtra die Markteinführung der CVT-Version auch für eine stärkere Individualisierung. Über das Programm „Valtra Unlimited“ stehen zusätzliche Ausstattungsoptionen für Landwirtschaft, Kommunaltechnik oder Spezialanwendungen bereit.