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Neue Generation des Säroboters Fendt XAVER vorgestellt

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Artikel eingestellt am:
02.11.2020, 7:27

Quelle:
ltm-ME, Bilder: AGCO GmbH
www.fendt.de

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AGCO/Fendt stellt die dritte Generation des Säroboters XAVER vor, der sich durch weniger optische Gefälligkeit, aber mehr Praxisnähe auszeichnet.

Zur Agritechnica 2017 präsentierte Fendt erstmals die Vision des Säroboters XAVER, bei dem ein Schwarm von kleinen Särobotern über ein Feld wuselt, sät und von einer höheren Macht (der Xaver Cloud) kontrolliert wird. Die ursprünglichen XAVER erinnerten – wenig überraschend – an eine moderne Version von Raumschiff-Enterprise-Maschinen: clean, niedlich, handlich. Bei umfangreichen Feldtests wurde aber vielleicht offenkundig, dass diese niedlichen Einheiten für den harten Feldeinsatz weit weniger geeignet sind, als es sich die Requisite vorstellte.

Die neue Generation der Säroboter Fendt Xaver verfügt nun über drei statt vier Räder, wiegt statt ursprünglich 50 kg nun fast 150 kg und kann darüber hinaus zusätzlich mit Radgewichten in den Vorderrädern ballastiert werden. Die deutlich größeren Räder des Säroboters Fendt Xaver schaffen Bodenfreiheit und die Hinterradlenkung verkleinert den Wendekreis auf etwa 2 m. Das maximale Gesamtgewicht (voll ballastiert) beziffert Fendt nun mit 250 kg, womit für etwaiges manuelles Heben nun Rekord-Gewichtheber statt des normalen Personals benötigt werden.

Genug genörgelt. Der Saatguttank des XAVER fasst laut Fendt nun 20 l und sei damit ausreichend für 0,5 ha bei 90.000 Körnern pro Hektar. Die Lithium-Ionen-Batterie bietet nach Herstellerangaben 2,6 kWh und ermöglicht eine Laufzeit von rund 1,5 Stunden bevor der Roboter an der Basisstation geladen werden muss. Fendt zufolge schafft ein aus sechs XAVERn bestehender Schwarm rund 3 ha/h; inklusive Ladezeiten rund 2 ha/h. Fendt betont die Möglichkeit des autonomen Einsatzes rund um die Uhr; steht zu hoffen, dass sowohl der Ladevorgang als auch das Befüllen des Saatguttankes ohne menschliches Zutun realisiert werden können. Wie der Strom auf den Acker kommt bleibt übrigens ebenso Fendts Geheimnis wie die Ladedauer, zu der das Unternehmen keine Auskunft geben möchte.

Das Innenleben des Säroboters XAVER umfasst jetzt eine neue Saateinheit von Precision Planting (eine Marke des AGCO Konzerns), bei der die vSet-Technologie das Saatgut durch Unterdruck vereinzelt. Übrigens bietet Precision Planting 13 verschiedene Saatscheiben an, um Körner verschiedenster Größe ausbringen zu können. Ein elektrisch angetriebenes Regelsystem soll die einzelnen Körner zentimetergenau im definierten Abstand in der Reihe ablegen, wo sie mit einer flexiblen Andruck-Kufe (wahrscheinlich dem Keeton Seed Firmer von Precision Planting) in die Furche gestrichen werden. Fendt plant, zukünftig auch den Smart Firmer des Unternehmens einzubauen, der über Sensoren für Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Humusgehalt und Pflanzenrückstände verfügt, die gleich beim Andrücken der Saat Daten sammeln. Diese Bodendaten sollen eine angepasste Aussaat mit variabler Saattiefe und Saatstärke erlauben. Die Furche wird dann vom dritten Rad des XAVERs bei der Überfahrt geschlossen, das als Walkrad fungiert.

Die Steuerung des neuen XAVER übernimmt wie gehabt das Spurführungssystem Fendt Guide. XAVER ist in die Plattform FendtOne integriert und kann gemeinsam mit der Maschinenflotte verwaltet werden, wodurch Felddaten inklusive Spurlinien ausgetauscht werden können und die Kommunikation des Roboters mit der Ackerschlagkartei vereinfacht wird.
Generell läuft die Kommunikation zwischen Mensch und XAVER über die Xaver Cloud, die sich auch mit dem Smartphone bedienen lässt.

Ein bisschen problematisch für den Einsatz von XAVER könnte sein, dass die Schwarmtechnologie Fendt zufolge eine verlässliche Netzabdeckung voraussetzt, die in Deutschland nun wahrlich nicht gegeben ist. Fendt hofft sogar auf riesige Datenmengen, die über 5G übertragen werden können. In Realitas muss man auf dem Acker meist schon froh sein, wenn man telefonieren kann...

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