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Zoller-Ellermann-Ganderkesee Güllecontainer: Bessere Logistik in der Gülleausbringung

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Artikel eingestellt am:
20.3.2020, 7:35

Quelle:
Ellermann Containersysteme GmbH / Uwe E. Zoller GmbH
www.ellermann-container.de, www.zoller-gmbh.de

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Mit dem Zoller-Ellermann-Ganderkesee Güllecontainer stellen die Unternehmen Zoller GmbH Elektrotechnik und Ellermann Container Ganderkesee einen mit Pumpen ausgerüsteten Puffer-Container vor, der auf der Idee des Lohnunternehmens Matthias Kühl basiert und eine kontinuierliche Messung der Inhaltsstoffe vor der Ausbringung durchführt. Doch nicht nur in der Landwirtschaft kann das neue Konzept helfen: Da es auch geeignet ist, Löschwasser für Wald- und Moorbrände bereitzustellen, listete der Kreis Pinneberg die neuen Container für den Katastropheneinsatz.

Das landtechnische Lohnunternehmen Matthias Kühl, das in der Region nordwestlich von Hamburg als Dienstleister für die Landwirtschaft tätig ist, hatte die Idee einen mobilen Container als Zwischenspeicher einzusetzen, um die Logistik in der Gülleausbringung auf den Feldern zu verbessern.
Im Normalfall wird die anfallende Gülle in abgedichteten Gülleteichen auf dem Hof gelagert, bis sie abgefahren wird. Damit das Verteilerfahrzeug auf dem Feld kontinuierlich mit Gülle versorgt werden kann, müssen, je nach Distanz zwischen Hof und Feld, mehrere Gülletankwagen im Einsatz sein damit die Versorgungskette unterbrechungsfrei laufen kann.
Neben den hohen Anschaffungskosten der Gülletankfahrzeuge mit eigener Pumptechnik, sind die vielfach sehr variablen Ladezeiten von Gülletankfahrzeugen ein Schwachpunkt in der Logistikkette. Je nach Viskosität der Gülle benötige die vom Traktor angetriebene Güllepumpe bis zu 15 Minuten, um den Tank seines Transportfahrzeuges zu befüllen – je tiefer der Güllestand in der Grube sinkt, desto länger. Zusätzlich verzögere sich der Transport häufig durch Rangierzeiten des Güllefahrzeuges auf dem Hof.
Das Lohnunternehmen Matthias Kühl, das nach gefahrenen Kubikmetern Gülle abrechnet, suchte eine Alternative zur Anschaffung weiterer Gülletankwagen, um die Versorgungskette für das Verteilerfahrzeug auf dem Acker nicht abreißen zu lassen und entwickelte das Konzept, einen mit Pumpen ausgerüsteten Puffer-Container einzusetzen. Damit könne das Betanken der Gülletankfahrzeuge auf weniger als 2 Minuten reduziert werden, sodass weniger Güllefahrzeuge in der Versorgungskette benötigt werden respektive die Fahrdistanz zum Verteilerfahrzeug größer sein kann. Einfache Tankanhänger reichen in der Logistik aus, was die Kosten ebenfalls reduziere.

Mit der Zoller GmbH Elektrotechnik und Ellermann Container Ganderkesee waren schnell flexible und kompetente Partner gefunden, um die Idee umzusetzen. Der Container ist eine Sonderanfertigung und kann bis zu 35 m³ Gülle speichern. Ellermann aus Ganderkesee fertigte den Container nach eigenen Angaben mit allen Anschlüssen und in Sonderabmessungen, wie sie für die Landwirtschaft zulässig sind. Ein Stromaggregat auf dem Container versorgt die Meß- und Regeltechnik sowie eine Vakuum- und zwei leistungsstarke Kreiselpumpen mit Strom, sodass die Einheit ohne externe Energieversorgung arbeiten kann. Ein Abrollkipper-Anhänger mit Traktor als Zugmaschine transportiert die Einheit zum Einsatzort, der durchaus 30 m oder mehr von der Güllelagune entfernt sein kam, um den Gülletankwagen eine günstige An- und Abfahrt fürs Betanken und einen schnellen Rundlauf zu bieten.
Nachdem die Ansaugrohre verlegt sind, wird das System gestartet. Die Vakuumpumpe fährt hoch, zieht die (Gülle-) Wassersäule aus der Lagune bis kurz hinter die Kreiselpumpen, schaltet sich dann automatisch ab und aus dem Kreislauf raus. Parallel fahren die förderstarken Kreiselpumpen an und befüllen den Speicher-Container in sehr kurzer Zeit. Sensoren überwachen den Füllstand im Container und schalten die Pumpen nach Erreichen des maximalen Füllstandes ab. Ein Gülletankfahrzeug kann nun aus dem Speichervorrat innerhalb kürzester Zeit befüllt werden. Sinkt der Füllstand im Container unter den festgelegten Wert, fahren die Pumpen selbsttätig wieder an und befüllen den Speicher-Container erneut. Messtechnik an Bord des Containers erfasst und dokumentiert wie viel Kubikmeter Gülle aus der Lagune entnommen wurde. Des Weiteren messen und erfassen Sensoren kontinuierlich Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kali in der Gülle, um die Qualität und den Nährstoffgehalt zu bestimmen. Denn Gülle ist nicht gleich Gülle, das reicht von dünnflüssig, also stark wasserhaltig bis hin zu breiartig, wie die Erfahrungen des Lohnunternehmens Matthias Kühl zeigen. Entsprechend variiert auch die Zusammensetzung der Gülle bei jedem Erzeugerbetrieb, wo das Lohnunternehmen tätig wird. Mit dem neuen Gülle-Speicher-Container bekommt der Landwirtschaftsbetrieb nicht nur einen Beleg über das gefahrene Güllevolumen, sondern auch eine Übersicht der Inhaltsstoffe Stickstoff, Phosphor und Kali in „seiner“ Gülle, erhoben durch einen kontinuierlichen Messprozess.

Übrigens: Wie eingangs erwähnt, kann der Zoller-Ellermann-Container überall dort, wo bei Katastrophen Löschwassermangel herrscht – beispielsweise bei Wald- und Moorbränden – helfen und eingesetzt werden. Zwei Optionen sind denkbar: Einmal ist der Container ein reiner passiver Speicher für 35.000 l Löschwasser und wird dazu kontinuierlich von allen geeigneten Tankfahrzeugen einschließlich Gülletransportern befüllt, während sich die Löschfahrzeuge der Feuerwehr, aber auch zu Hilfe gerufene Wasserwerfer, auf kurzem Weg, nahe am jeweiligen Einsatzort und schnell mit neuem Löschwasser versorgen können. Die zweite Option ist, den Container aktiv arbeiten zu lassen und ihn in optimaler Aufstellung zur Brandkatastrophe und einer Löschwasserstelle in der Nähe zu positionieren. Gewisse Distanzen respektive beengte Anfahrtswege zu Flüssen, Kanälen oder Seen zum Container überbrückt eine Rohrleitung, über die sich der Container selber mit Löschwasser befüllt und dort bereitstellt, wo die Löschfahrzeuge der Feuerwehr schnell und ohne Behinderung an- und abfahren können. Hier greift nicht die wirtschaftliche Überlegung, sondern die Schnelligkeit in der Versorgung mit reichlich Löschwasser zur Brandbekämpfung. Deshalb listete der Kreis Pinneberg nach Herstellerangaben den Container als Ausrüstung für den Katastropheneinsatz.



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