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John Deere erweitert 6R-Serie mit 6230R und 6250R nach oben

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Artikel eingestellt am:
02.12.2016, 7:24

Quelle:
ltm-ME, Bilder: John Deere GmbH & Co. KG
www.johndeere.de

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Die von John Deere in Mannheim vorgestellten neuen Modelle 6230R und 6250R erweitern die 6R Traktoren-Baureihe im Leistungsbereich von 230 und 250 PS auf insgesamt fünf Modelle in der großen Leistungsklasse (6175R, 6195R, 6215R und neu 6230R, 6250R). Obwohl die neuen 6R-Modelle ihrer Nennleistung nach den Modellen 7230R und 7250R entsprechen, werden sie diese 7R-Traktoren nicht ersetzen – John Deere empfiehlt die beiden Serien für unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Angetrieben werden die neuen John Deere Traktoren 6230R und 6250R von PowerTech PSS 6-Zylinder-Motoren mit 6,8 l Hubraum und zwei Turboladern, die laut Hersteller nach 97/68 EC eine Nennleistung von 169/230 respektive 184/250 kW/PS bieten. Die Maximalleistung mit IPM (Intelligent Power Management) nach 97/68 EC gibt John Deere für den 6230R mit 206/280 kW/PS und für den 6250R mit 221/300 kW/PS an. Der 6-Zylinder-Motor erfüllt die Abgasnorm der EU Stufe IV/Tier 4f durch den Einsatz von DPF, DOC und SCR mit AdBlue, den AdBlue-Verbrauch gibt John Deere mit lediglich 2 bis 3 % an. Bei der Entwicklung hatte John Deere unter anderem das Leistungsgewicht im Blick und ist begeistert davon, durch ein Leergewicht von 9,3 t beim 6250R (mit IPM) auf ein Leistungsgewicht von 31 kg/PS zu kommen – ein deutlicher Unterschied zum 7250R, der durch sein hohes Leergewicht von 10,8 t und weniger Boostleistung (290 PS) auf ein Leistungsgewicht (mit IPM) von 37 kg/PS kommt. Um der hohen Maximalleistung Rechnung zu tragen, wurde die Kühlleistung erhöht. Hier zeichnet unter anderem ein elektronisch geregelter, bedarfsabhängiger Viscolüfter verantwortlich. Um trotz der höheren Kühlleistung keine größere Motorhaube zu benötigen, befinden sich Luftfilter und Luftansaugung nun außerhalb der Motorhaube am respektive vor dem linken Kabinen-A-Holm – John Deere sieht dadurch auch die Wartung vereinfacht. Die Wechselintervalle für Ölfilter, Kraftstofffilter und Motoröl gibt John Deere bei den neuen Modellen 6230R und 6250R mit 750 Stunden an und der Partikelfilter soll lebenslang nutzbar sein.

Das stufenlose AutoPowr-Getriebe der neuen John Deere 6230R und 6250R ist 100 mm länger als das der kleineren Geschwister, wodurch sich der Radstand um 100 mm auf 2,9 m erhöht. Das Getriebe bietet vier Modi: 3,5 km/h für schwere Zugarbeiten, 11 km/h für leichte Arbeiten, 22,5 km/h für schwere Straßentransporte und 47,2 km/h bei Transportfahrten. Nach Unternehmensangaben reduziert der Motor bei maximaler Fahrgeschwindigkeit die Drehzahl, um den Kraftstoffverbrauch auf der Straße zu senken – 40 km/h sollen mit 1.300 U/min und 50 km/h mit 1.630 U/min erreicht werden. Die Front-Zapfwellen-Leistung der neuen Modelle soll verbessert worden sein und bis zu 114 kW bereitstellen.

Die beiden neuen John Deere 6R-Traktoren wurden nach Firmenangaben mit einem druck- und mengengesteuerten Hydrauliksystem ausgestattet, das eine Ölförderleistung von bis zu 160 l/min bei 1.500 U/min liefert; die abgesenkte Motordrehzahl soll den Kraftstoffverbrauch bei Hydraulikarbeiten deutlich reduzieren. Bis zu 6 Steuerventile mit Druckentlastungshebeln sind im Traktorheck angeordnet. Das Heckhubwerk bietet nach Herstellerangaben eine Hubkraft von 10,4 t (6215R: 9, 6 t kg) und die Fronthydraulik eine von 5 t (6215R: 4t).

Die Fokussierung auf Straßentransporte erkennt man bei den beiden neuen John Deere Traktoren 6230R und 6250R auch an den Bemühungen um den Fahrkomfort: So soll die intelligente hydro-pneumatische Kabinenfederung (HCS Plus) hervorragend gegen Lärm und Vibrationen isolieren. Die Vorderachse wurde mit dem neuen selbstjustierenden TLS Plus Federungssystem (Triple Link System) versehen, dass laut John Deere die Traktion erhöht und die Zugkraftübertragung um bis zu 10 % steigert. Um die Anzahl der Lenkradumdrehungen zu verringern, verfügt die Lenkung über das Variable Ratio Steering (VRS) System, das über das CommandCenter aktiviert und deaktiviert werden kann.

Highlight der beiden neuen John Deere Modelle ist sicherlich der völlig neue CommandPro Multifunktionshebel, mit dem sowohl wichtigen Traktorfunktionen und die maximale Fahrgeschwindigkeit mit nur einer Hebelbewegung angesteuert werden, als auch ISOBUS Anbaugeräte bedient werden können. John Deeres CommandPRO verfügt über elf frei belegbare Tasten und durch den Settings Manager können diese Belegungen (neben anderen Einstellungen) auch dauerhaft gespeichert werden. Zum Ankuppeln von Anbaugeräten bietet CommandPRO einen Rangiermodus, der zwischen 0 und 2 km/h eine feine Steuerung erlaubt. Pedalmodus (Geschwindigkeitssteuerung per Pedal) und Fahrhebel-Modus (Geschwindigkeitssteuerung per Joystick) können gleichzeitig genutzt werden, eine manuelle Auswahl ist nicht notwendig. Über die Möglichkeit, die bestehenden 6R-Traktoren optional ab nächstem Sommer mit dem neuen CommandPro Multifunktionshebel auszustatten, denkt John Deere noch nach. Die Kabine der neuen Modelle wurde auf der linken Seite mit einer schmalen B-Säule aufgerüstet, wodurch die Tür schmaler ausfällt. Diese neue 5-Pfosten-Kabine soll es, wie auch das neue LED-Scheinwerfer-Paket, ab nächsten Sommer optional für die bestehenden großen 6R-Traktoren geben.

Zusammen mit den beiden neuen Traktoren 6230R und 6250R stellt John Deere mit MyJobsConnect und MyJobsManager neue Optionen im Connectivity Paket vor. Die App MyJobsConnect kann zusammen mit dem neuen Traktor bestellt werden und ermöglicht es, zu erledigende Arbeiten auf dem Smartphone oder Tablet PC anzusehen und auszuführen. Zusätzlich zeigte John Deere ein intelligentes Navigations- und Flotten Logistik System, das laut John Deere alle landwirtschaftlichen Wege gespeichert (momentan Deutschland, Frankreich, Großbritanien und die Niederlande) hat und zusätzlich eine Übersicht über die Maschinenflotte bietet. Beim Häckseln oder Mähdreschen können die Fahrer der Transportfahrzeuge mit dem neuen System außerdem zwischen dem Betrieb und der Erntemaschine geleitet werden, um Mähdrescher und Feldhäcksler nach dem Feldwechsel leichter zu finden.

John Deere hat die neuen Modelle 6230R und 6250R vor allem in Hinblick auf Lohnunternehmer und Ackerbaubetriebe konzipiert, weshalb gerade Transportfahrten im Fokus der Entwicklung standen. Durch ein relativ hohes zulässiges Gesamtgewicht von 15 t und ein Leergewicht von 9,3 t ergibt sich nach Unternehmensangaben eine Zuladung von 5,7 t. Bestellbar sind die neuen 6R-Modelle 6230R und 6250R ab sofort – die Auslieferung der in Mannheim produzierten Traktoren soll im Juli 2017 beginnen.

Autorin: Magdalena Esterer

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