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Neue Deutz-Fahr Serie 7 TTV Agrotron mit 60 km/h

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Artikel eingestellt am:
17.7.2016, 7:30

Quelle:
ltm-ME

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Mit Präsentation der neuen Deutz-Fahr Serie 6 Agrotron zeigte Deutz-Fahr auch die neue Serie 7 TTV Agrotron, die sich neben Design und neuem Motor der aktuellen Abgasnorm auch durch mögliche 60 km/h Höchstgeschwindigkeit von den Vorgängern unterscheidet. Die Baureihe besteht jetzt übrigens nur noch aus den Modellen 7230 TTV und 7250 TTV; das Modell 7210 TTV wurde ersatzlos gestrichen. Mehr zur neuen Deutz-Fahr Serie 6 erfahren Sie übrigens im Artikel „Große Modellvielfalt bei den neuen Deutz-Fahr Serie 6 Agrotron 6-Zylinder-Traktoren“.

Auch in der neuen Serie 7 TTV setzt Deutz-Fahr auf einen 6-Zylinder-Deutz-Motor, der die Abgasnorm EU Stufe IV/Tier 4f durch den Einsatz eines SCR-Systems und eines passiven Dieselpartikelfilters erfüllt. Deutz-Fahr betont, dass dieser passive Filter keine Kraftstoff-Einspritzung in den Filter benötige, eine geringere Wärmeentwicklung generiere und eine schnellere Regenerierung böte. Darüber hinaus verbaut Deutz-Fahr einen elektronischen Visco-Lüfter und verwendet ein Kühlerpaket aus Aluminium, das sich komplett öffnen lässt. Alles in allem sollen damit Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch um 5 % niedriger ausfallen. Der Motor des Typs TCD 6.1 L06 verfügt über 6,1 l Hubraum und bietet nach Herstellerangaben eine Nennleistung nach ECE R120 von 157/214 kW/PS beim 7230 TTV und 169/230 kW/PS beim 7250 TTV. Die Maximalleistung nach ECE R120 gibt Deutz-Fahr mit 166/226 für den 7230 TTV und mit 181/246 für den 7250 TTV an. Als Wunschausstattung können beide Modelle mit Motorbremse bestellt werden. Das Fassungsvermögen des Kraftstofftankes beziffert Deutz-Fahr übrigens bei beiden Modellen mit 400 l, das des AdBlue-Tankes mit 50 l.

Besondere Aufmerksamkeit wird in der neuen Generation der Serie 7 TTV Agrotron dem Getriebe zuteil: Das stufenlose ZF S-Matic S240 respektive S-Matic S240 HD wurde mit neuer Software bestückt, die das Fahrverhalten verbessern soll und lässt sich nun mit 40, 50 oder 60 km/h Höchstgeschwindigkeit bestellen – alle drei Endgeschwindigkeiten laut Deutz-Fahr bei reduzierter Motordrehzahl. Eine weitere Neuerung ist der Trailer-Stretch-Modus, mit dem Anhänger und Traktor beim Bremsen unabhängig angesteuert werden, um das Fahren auf unebenem Gelände sicherer zu gestalten. Serienmäßig verfügen der Deutz-Fahr 7230 TTV und der 7250 TTV über eine dreifach Heckzapfwelle mit den Geschwindigkeiten 540E, 1000 und 1000E; optional lässt sich die neue Serie 7 mit einer 1000- oder 1000E-Frontzapfwelle ausrüsten.

Die Hydraulikanlage mit Open-Center-System der Deutz-Fahr Serie 7 TTV Agrotron verfügt in der Serienausstattung über eine 120-l/min-Pumpe, kann auf Wunsch allerdings auch mit einer 160-l/min-Pumpe geordert werden (Herstellerangabe). Neben den zum Serienumfang gehörenden vier proportional ansteuerbaren Zusatzsteuerventilen können drei weitere bestellt werden. Der elektronische Heckkraftheber bietet nach Unternehmensangaben eine Hubkraft von 10.000 kg, der optionale Frontkraftheber 5.480 kg. Deutz-Fahr unterstreicht, dass das verbesserte Hydrauliksystem auch die Möglichkeit des Anbaus eines positionsgesteuerten Frontkrafthebers bietet; diese Möglichkeit bot bisher nur die Serie 9.

Zusammen mit der jetzt möglichen Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h verbesserte Deutz-Fahr auch das Federungs- und Bremssystem der Serie 7 TTV Agrotron. Die Vorderachse verfügt nun serienmäßig über ein adaptives Federungssystem, dessen Federzylinder auf der Vorderseite der Achse montiert wurden und so die Fahrsicherheit in hügeligem Gelände verbessern sollen. Elektrohydraulische Zuschaltung des Allradantriebs sowie elektrohydraulische Differentialsperre gehören ebenso zur Serienausstattung wie der Bremskraftverstärker, die automatische Feststellbremse und die Hinterradbremsanlage mit Zuschaltung des Allradantriebes. Als Wunschausstattung erhältlich und durchaus erwähnenswert sind die trockenen Hochleistungsscheibenbremsen für die Vorderachse, die bei der 60-km/-Ausführung serienmäßig ist.

Das Design der Deutz-Fahr Serie 7 TTV Agrotron unterscheidet sich deutlich von dem der Vorgängermodellen – die Motorhaube hat die aggressive Linienführung der Serien 9 und 11 erhalten inklusive der „Wabenstruktur“. Ein Spalt zwischen Motorhaube und Kabine verhindert recht wirkungsvoll die Weitergabe von Vibrationen und Lärm. Die optisch erzeugte „Geschwindigkeit“ harmoniert gut mit der neuen 60-km/h-Option, betont allerdings gleichermaßen die mittlerweile zu rundliche Form der MaxiVision 2 Kabine. Natürlich bietet die Kabine einen angenehmen, ergonomischen und hellen Arbeitsplatz, könnte aber eben auch ein paar scharfe Kanten mehr vertragen. Abgesehen von diesem subjektiven optischen Eindruck ist die Kabine technisch auf dem neuesten Stand: Ein neues digitales und analoges InfoCentrePro wurde im Lenkturm integriert und die neue Armlehne mit MaxCom Joystick ausgestattet. Das Dachfenster ist als Polycarbonat-Dach, als Glasdach mit UV-Strahlenabsorbtion und als stabile Sicherheitsausführung erhältlich. Neben den standardmäßig verbauten Halogenscheinwerfern bietet Deutz-Fahr optional auch LED-Arbeitsscheinwerfer der vierten Generation an, die zusammen bis zu 40.000 Lumen Helligkeit bieten sollen.

Autorin: Magdalena Esterer

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