Besonders für Traktoren mit breiter Bereifung oder Raupenlaufwerken empfiehlt sich das Onland-Pflügen, da das Zugfahrzeug außerhalb der Furche fährt und damit den bereits gelockerten Boden nicht überfährt. Präzise Spurführungssysteme können den Onland-Einsatz zusätzlich unterstützen.
Der Wechsel zwischen Furchen- und Onland-Betrieb erfolgt beim neuen Amazone Anbau-Volldrehpflug Teres 300 Onland über das Parallelogramm-Einstellzentrum und kann aus der Kabine vorgenommen werden. Auch Arbeitsbreite und Vorderfurche lassen sich hydraulisch verstellen. Die automatische Vorderfurchenanpassung AutoAdapt hält den Anschluss der einzelnen Arbeitsgänge auch bei einer Änderung der Arbeitsbreite konstant.
Für die Pflugkörper setzt Amazone auf den SpeedBlade mit einem nach Herstellerangaben patentierten, vergrößerten Streichblech-Vorderteil. Dieses übernimmt bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten den wesentlichen Verschleiß. Ist es abgenutzt, muss entsprechend zunächst nur dieses Bauteil ersetzt werden. In Verbindung mit dem plus-Härteverfahren soll sich damit der Verschleißaufwand gegenüber konventionellen Pflugkörpern reduzieren.
Für die Überlastsicherung stehen eine mechanische Ausführung mit Scherbolzen sowie eine hydraulische Variante zur Verfügung. Bei der hydraulischen Ausführung lässt sich die Auslösekraft an die Einsatzbedingungen anpassen. Nach dem Auslösen wird der Pflugkörper automatisch wieder in seine Arbeitsposition zurückgeführt.
Der Teres 300 Onland basiert auf einem 150 × 150 × 8,8 mm starken Rahmenrohr. Die Anbauachse ProtectShaft ist gelagert und verfügt über eine integrierte Kugel. Gelenklager übernehmen zugleich eine dämpfende Funktion und sollen insbesondere bei Wendemanövern und Straßenfahrten die Belastung der Konstruktion reduzieren.
Beim Wenden wird die Vorderfurche über den Vorderfurchenzylinder herausgeschwenkt. Dadurch kann der Pflug gedreht werden, ohne die Arbeitsbreite zuvor zu reduzieren. Das erhöht die Bodenfreiheit beim Wendevorgang und vermeidet zusätzliche Einstellvorgänge.