Angetrieben werden beide Modelle der Case IH Axial-Flow 160 Serie vom FPT-6-Zylindermotor Cursor 9 mit Turbolader und Aftercooler mit 8,7 l Hubraum, der nach Herstellerangaben die EU-Abgasnorm der Stufe V erfüllt. Die maximale Leistung nach ECE R1201 bei 2.000 U/min beziffert Case IH für den Axial-Flow 6160 mit 295/400 kW/PS, für den Axial-Flow 7160 mit 338/460 kW/PS.Der Dieseltank fasst nach Herstellerangaben bei beiden Modellen 950 l, der Harnstofftank 166 l.
Beim Getriebe setzt Case IH auf einen hydrostatischen Hi/Lo-Fahrantrieb mit 2 Geschwindigkeitsbereichen. Die einstellbare Schwerlast-Lenkachse zählt zur Serienausstattung, während die angetriebene Hinterachse sowie die Durchsatzregelung optional erhältlich sind.
Das Dresch- und Abscheidesystem der neuen Axial Flow 6160 PRO und 7160 PRO basiert weiterhin auf einem 762 mm starken und 2,80 m langen Single Rotor, in dem Zuführung, Dreschen und Abscheidung erfolgt. Der Hauptantrieb kommt mit acht Riemen und drei Ketten aus, was den konstruktiven Aufwand und damit auch den Wartungsumfang begrenzen soll. Beim Gutfluss ist optional ein zweistufiger Schrägfördererantrieb mit 575 beziehungsweise 662 U/min verfügbar. Der Schrägförderer erreicht nach Herstellerangaben eine Hubkraft von bis zu 4.700 kg. Für den Korntank steht eine Querförderschneckenabschaltung zur Verfügung, die das vollständige Entleeren des Entladesystems ermöglichen soll. Das Korntankvolumen gibt Case für den Axial-Flow 6160 mit 10.570 l an, für den Axial-Flow 7160 mit 12.500 l. Die Entladeleistung beträgt maximal 113 l/s. Mit Harvest Command hält das aus den größeren Axial-Flow-Baureihen bekannte Automatisierungssystem Einzug. Sensoren erfassen unter anderem Rotor- und Siebparameter, Motorauslastung, Drehzahlen und Sieböffnungen. Ergänzend überwachen Performance-Sensoren und eine Kornkamera den Ernteprozess. Die Maschine passt ihre Einstellungen auf dieser Basis laufend an die jeweiligen Bedingungen an.
Die Kabine der neuen Mähdrescher Axial-Flow 6160 PRO und 7160 PRO bietet Case IH zufolge eine Glasfläche von 6,3 m². Überarbeitet wurden unter anderem Luftmanagement, Kameraoptionen und die Integration von Kommunikations- und Diagnosefunktionen. Eine wesentliche Neuerung ist die Bedienung über zwei Pro-1200-Touchscreens. Während der erste Monitor die Maschinenfunktionen übernimmt, kann der zweite parallel Ertrags- und Feuchtedaten, Kamerabilder, Spurführung oder Auftragsinformationen darstellen. Die Bedienoberfläche arbeitet mit Multi-Touch-Funktionen und frei konfigurierbaren Anzeigen.
Für die Spurführung kommt der neue Vector-Pro-Empfänger mit integrierter Trägheitsmesseinheit (IMU) zum Einsatz. Mit RTK sind laut Hersteller Genauigkeiten bis 1,5 cm möglich. AccuGuide, AccuTurn und AccuSync erweitern die Funktionen um automatische Spurführung, Vorgewendemanagement und den Datenaustausch zwischen bis zu sechs Maschinen. Die Telemetrie ist ab Werk integriert. Über das FieldOps-Portal lassen sich Maschinen-, Ertrags- und Feuchtedaten sowie Diagnoseinformationen abrufen. Mit der Remote-Display-Funktion kann zudem auf das Maschinendisplay aus der Ferne zugegriffen werden.