Im vierten Quartal des Vorjahres hatte sich laut Deere & Company ein Gewinn von 99,0 Millionen US-$ oder von US-$ 0,23 je Aktie ergeben, ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen für Abschreibungen auf den Goodwill von John Deere Landscapes und Kosten für ein Programm zur freiwilligen Aufhebung von Arbeitsverträgen in der neu gebildeten Sparte Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Diese Aufwendungen beliefen sich nach Unternehmensangaben auf 364,8 Millionen US-$ vor Steuern bzw. 321,8 Millionen US-$ nach Steuern oder US-$ 0,76 je Aktie und waren im Ergebnis dieser Sparte enthalten.
Im Geschäftsjahr betrug der auf Deere & Company entfallende Gewinn nach Firmenangaben 1,865 Milliarden US-$ (873,5 Millionen US-$) oder US-$ 4,35 (US-$ 2,06) je Aktie. Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 waren laut Deere & Company die oben genannten Faktoren berücksichtigt, die mit 380,6 Millionen US-$ vor Steuern bzw. 331,8 Millionen US-$ nach Steuern oder US-$ 0,78 je Aktie zu Buche schlugen.
Weltweit stiegen die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge laut Deere & Company im vierten Quartal um 35 % auf 7,202 Milliarden US-$ bzw. im Geschäftsjahr um 13 % auf 26,005 Milliarden US-$. Dabei erreichten die Umsätze der Maschinensparten im vierten Quartal nach Unternehmensangaben 6,564 Milliarden US-$ (4,726 Milliarden US-$) bzw. im Geschäftsjahr 23,573 Milliarden US-$ (20,756 Milliarden US-$).
„Die solide Leistung von Deere & Company im vierten Quartal und im gesamten Geschäftsjahr konnte durch die konsequente Umsetzung unserer Pläne und trotz anhaltender Nachfrageschwäche in einzelnen Regionen und Geschäftszweigen erzielt werden“, sagte dazu der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. „Während sich die Rahmenbedingungen in der US-Landwirtschaft weiterhin positiv entwickelten und die Verkäufe sich vorteilhaft aus größeren Maschinen zusammensetzten, tendierten die europäischen Agrarmärkte nach wie vor schwach. Das Geschäft mit John Deere Baumaschinen profitierte zwar von einer insgesamt etwas höheren Nachfrage, blieb aber immer noch deutlich hinter den normalen Werten zurück.“ Dennoch, so Allen, habe das Unternehmen seine Wettbewerbsposition durch die erfolgreiche Einführung fortschrittlicher neuer Produkte und die Ausweitung seiner Präsenz vor allem in aufstrebenden Märkten ausbauen können. Im vierten Quartal kündigte Deere & Company den Bau einer neuen Mähdrescherfabrik in Indien an und eröffnete ebenfalls in Indien eine Joint-Venture-Produktionsstätte für Baumaschinen. Im vierten Quartal wurde außerdem das John Deere Windenergiegeschäft verkauft im Rahmen der Entscheidung einer stärkeren Ausrichtung auf die Wachstumschancen im Kerngeschäft. „Wir schärfen unsere strategische Blickrichtung darauf, unsere Ressourcen auf den weltweit wachsenden Bedarf an Land- und Baumaschinen zu konzentrieren“, so Allen.
Die Umsatzerlöse der weltweiten Maschinensparten stiegen laut Deere & Company um 39 % im vierten Quartal bzw. um 14 % im Geschäftsjahr. Dabei wirkten sich günstige Umrechnungskurse mit 1 Prozentpunkt im Quartal bzw. mit 3 Prozentpunkten im Geschäftsjahr sowie Preiserhöhungen mit 3 % im Quartal bzw. mit 2 % im Geschäftsjahr positiv auf die Ergebnisse aus. In den Vereinigten Staaten und Kanada kletterten die Umsätze laut Deere & Company um 41 % im Quartal bzw. um 14 % im Geschäftsjahr. Außerhalb von Nordamerika stiegen sie nach Unternehmensangaben um 36 % im Quartal bzw. um 14 % im Geschäftsjahr, wobei die Umrechnungskurse das Ergebnis des Geschäftsjahres mit 5 Prozentpunkten begünstigten.
Die John Deere Maschinensparten erwirtschafteten, so Deere & Company, einen Betriebsgewinn in Höhe von 716 Millionen US-$ (22 Millionen US-$ Verlust) im vierten Quartal bzw. von 2,909 Milliarden US-$ (1,365 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr. Im vierten Quartal wirkten sich höhere Produktions- und Absatzmengen sowie die Durchsetzung besserer Preise vorteilhaft aus, während höhere Mitarbeiterboni und gestiegene Rohstoffkosten das Ergebnis belasteten. Im Geschäftsjahr wurden höhere Produktions- und Absatzmengen, die Durchsetzung besserer Preise, günstige Umrechnungskurse und niedrigere Rohstoffkosten durch gestiegene Kosten für Leistungen nach der Pensionierung und für höhere Mitarbeiterboni teilweise beeinträchtigt. Wie eingangs berichtet, waren im Vorjahresergebnis Abschreibungen auf den Goodwill und Kosten für die Durchführung eines Programms zur freiwilligen Aufhebung von Arbeitsverträgen enthalten.
Der Gewinn der Maschinensparten einschließlich der Minderheitsbeteiligungen belief sich laut Deere & Company auf 357 Millionen US-$ (201 Millionen US-$ Verlust) im Quartal bzw. auf 1,492 Milliarden US-$ (677 Millionen US-$) im Geschäftsjahr, wobei sich im vierten Quartal des Vorjahres zusätzlich zu den oben genannten Faktoren auch ungünstige Steuereffekte ausgewirkt hatten.
Voraussichtlich werden die Maschinenumsätze des Unternehmens im Geschäftsjahr 2011, so Deere & Company, um 10-12 % bzw. im ersten Quartal um etwa 34 % im Vergleich zum Vorjahr steigen. Dabei dürften sich ungünstige Umrechnungskurse mit 1 Prozentpunkt im Geschäftsjahr bzw. 2 Prozentpunkten im ersten Quartal negativ auf die Ergebnisse auswirken. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn dürfte sich im Geschäftsjahr 2011 laut Deere & Company auf etwa 2,1 Milliarden US-$ belaufen.
Das Geschäftsjahr 2011 wird für das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Rekordjahr im Hinblick auf die Einführung neuer Modelle vor allem als Folge der Einführung strengerer weltweiter Abgasnormen. Unsere Gewinnprognose berücksichtigt die komplexen Beeinträchtigungen beim Modellwechsel sowie den Anstieg der Produktkosten im Zusammenhang mit der Erfüllung der neuen Abgasnormen. Auch rechnet das Unternehmen 2011 mit steigenden Rohstoffkosten und einer etwas ungünstigeren Zusammensetzung seiner Verkäufe in der Sparte Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege.
„Mit seinem guten Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 ist Deere & Company nach wie vor bestens darauf vorbereitet, von weltweit kraftvollen Trends zu profitieren“, so Allen. „Vor allem dank des persönlichen Einsatzes und der harten Arbeit unserer Mitarbeiter, Vertriebspartner und Lieferanten in der ganzen Welt sind wir mit unseren Plänen, den weltweit wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Infrastruktur befriedigen zu helfen, auf der richtigen Spur und bewegen uns mit erhöhter Geschwindigkeit voran“, so Allen. „Wir blicken weiterhin voller Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens und sind zuversichtlich, dass wir unseren Kunden und Investoren erheblichen Mehrwert bieten können“.
Interessant ist auch ein Blick auf die Zahlen der deutschen John Deere Unternehmensteile: Wären diese eine eigenständige Aktiengesellschaft, so hätten sie 2010 nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro (2,35 Milliarden Euro) erzielt. Trotz der angespannten Wirtschaftslage stiegen laut Deere & Company die Investitionen des Unternehmens in den Ausbau seiner Fabriken und Anlagen sowie in die Produktentwicklung am Standort Deutschland um 52 % auf 120 Millionen US-$ (79 Millionen US-$) an.
Zu den wichtigsten Meilensteinen für die deutschen John Deere Unternehmensteile zählten 2010 die Inbetriebnahme des europäischen Technologie- und Innovationszentrums in Kaiserslautern, das im Frühsommer 2010 seine Arbeit aufnahm die Grundsteinlegung für ein neues Ersatzteil-Dekonsolidierungs- und Verteilerzentrum in Bruchsal sowie hohe Investitionen in den Fabriken in Mannheim und Zweibrücken im Zusammenhang mit der Umstellung von Produkten auf die neue Abgasnorm (Euro IIIB), die ab 1. Januar 2011 in Kraft tritt.
Vor dem Hintergrund der nach wie vor verhaltenen Nachfrage nach Traktoren mittlerer Größe in verschiedenen Teilen der Welt, allen voran in Europa sowie in den GUS-Ländern, aber auch in Nordamerika, lag die Produktion im Mannheimer Traktorenwerk nach Firmenangaben mit 32.900 (2009: 32.100) Einheiten nur leicht über der des Vorjahres. Angesichts der anhaltend deutlichen Nachfrageschwäche nach Mähdreschern sank die Zahl der in Zweibrücken gefertigten Erntemaschinen um 23% auf 1.700 Mähdrescher und Feldhäcksler. Da die höhere Traktorenproduktion in Mannheim und in einem Forstmaschinenwerk in Finnland den Produktionsrückgang in Zweibrücken, so Deere & Company, mehr als ausgleichen konnten, lag die Zahl der in Bruchsal gefertigten Fahrerkabinen mit 35.300 (34.600) Einheiten um 2% über der des Vorjahres.
Trotz des anhaltend niedrigen Produktionsniveaus sank die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland laut Deere & Company lediglich um 2 % auf 5.925 (6.025): In Mannheim waren mit 3.480 (3.610) 4 % weniger Mitarbeiter beschäftigt. Hingegen wuchs die Anzahl der Beschäftigten in Bruchsal um 1 % auf 1.030 (1.020) Mitarbeiter, während die Beschäftigung an den Standorten Zweibrücken und Kaiserslautern um 2 % auf 1.040 (1.020) Mitarbeiter anstieg. Unverändert blieb die Anzahl der Mitarbeiter bei der Maschinenfabrik Kemper GmbH & Co KG in Stadtlohn mit 245 Beschäftigten. Mit 130 Mitarbeitern blieb auch die Zahl der am Standort Gummersbach Beschäftigten der SABO Maschinenfabrik GmbH stabil.