„Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln die konsequente Umsetzung unserer Geschäfts- und Marketingpläne im gesamten Unternehmen wieder und sind angesichts der weltweit hartnäckig schwachen Konjunktur besonders erfreulich“, sagte dazu der Vorstandsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. „Wir sehen deutliche Erfolge unserer Anstrengungen, Kunden mit Hilfe neuer fortschrittlicher Produkte zu gewinnen und dabei gleichzeitig die Kostendisziplin und die Kontrolle der Aktiva auf ein noch höheres Niveau zu heben.“
Die Umsatzerlöse der weltweiten Maschinensparten sanken im ersten Quartal um 7 %, wobei sich die Umrechnungskurse mit 5 Prozentpunkten und die Durchsetzung besserer Preise mit 2 Prozentpunkten günstig auswirkten. In den Vereinigten Staaten und Kanada lagen die Umsatzerlöse im ersten Quartal um 8 % unter denen des Vorjahres. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas gingen die Umsätze um 6 % zurück, wobei sich die Umrechnungskurse mit 12 Prozentpunkten positiv auswirkten. Die John Deere Maschinensparten erzielten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 315 Millionen US-$ (307 Millionen US-$). Diese Steigerung war in erster Linie auf niedrigere Rohstoffkosten, die Durchsetzung besserer Preise und die Auswirkungen günstigerer Umrechnungskurse und eines ausgewogenen Produktangebotes zurückzuführen, während sich geringere Liefer- und Produktionsmengen und gestiegene Kosten für Leistungen nach der Pensionierung nachteilig auswirkten.
Die Ausrichtung des Unternehmens auf den disziplinierten Einsatz der Aktiva brachte auch weiterhin solide Ergebnisse. Die Forderungen an den Handel und die Lagerbestände beliefen sich am Ende des ersten Quartals auf 5,873 Milliarden US-$ und lagen damit um 1,439 Milliarden US-$ bzw. 20 % unter denen des Vorjahres. Die Forderungen an den Handel und die Lagerbestände entsprachen damit am Ende des Quartals 29 % des Umsatzes der letzten 12 Monate (Vorjahr: 7,312 Milliarden US-$ bzw. 28 %). Der Finanzierungsbereich erzielte im ersten Quartal einen Gewinn von 85,1 Millionen US-$ (46,8 Millionen US-$), vor allem wegen höheren Zinsspannen bei der Finanzierung.
Die Umsätze der Sparte „Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege“ gingen im ersten Quartal um 6 % zurück, wobei geringere Liefermengen nur teilweise durch günstige Umrechnungskurse und die Durchsetzung besserer Preise ausgeglichen werden konnten. Der Betriebsgewinn der Sparte stieg im ersten Quartal auf 352 Millionen US-$ (289 Millionen US-$) vor allem wegen geringerer Rohstoffkosten, besserer Preise sowie der Auswirkungen günstiger Umrechnungskurse und eines ausgewogenen Produktangebotes, während geringere Liefer- und Produktionsmengen sowie gestiegene Kosten für Leistungen nach der Pensionierung das Ergebnis teilweise schmälerten.
Die Umsätze der Sparte „Bau- und Forstmaschinen“ gingen im ersten Quartal vor allem wegen geringerer Liefermengen um 15 % zurück, die durch günstige Umrechnungskurse nicht ausgeglichen werden konnten. Die Sparte erlitt im ersten Quartal einen Betriebsverlust von 37 Millionen US-$ (Gewinn: 18 Millionen US-$) vor allem wegen geringeren Liefer- und Produktionsmengen sowie gestiegener Kosten für Leistungen nach der Pensionierung.
Die Maschinenumsätze des Unternehmens werden im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 6-8 % bzw. im zweiten Quartal um 4-6 % steigen. Dabei dürften sich günstige Umrechnungskurse mit 3 Prozentpunkten im Geschäftsjahr bzw. mit 5 Prozentpunkten im zweiten Quartal vorteilhaft auf die Ergebnisse auswirken. Das auf Deere & Company entfallende Nettoeinkommen sollte sich im Geschäftsjahr 2010 auf etwa 1,3 Milliarden US-$ belaufen.
Nach Einschätzung von Samuel R. Allen stellt die Ausrichtung des Unternehmens auf eine strikte Kontrolle der Kosten und Aktiva ein stabiles Fundament dar, um auf eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft reagieren zu können und auf längere Sicht daran mitzuwirken, den wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Wohnraum und Infrastruktur zu decken. „Wir sind der Meinung, dass positive Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Wachstum der Bevölkerung und der Wirtschaft in der Welt erhebliche Chancen eröffnen und unserem Unternehmen helfen werden, unseren Kunden und Investoren auch auf lange Sicht einen Mehrwert zu bieten.“
Im Geschäftsjahr 2010 dürften die weltweiten Umsätze der Sparte „Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege“ um 4-6 % steigen, wobei günstige Umrechnungskurse mit etwa 4 Prozentpunkten zu Buche schlagen. Die Landmaschinenumsätze der Branche werden in den Vereinigten Staaten und Kanada etwa gleich hoch ausfallen wie 2009. Die Einkünfte und Erzeugerpreise bei landwirtschaftlichen Rohstoffen sind auf gesundem Niveau geblieben, und das dürfte zusammen mit den niedrigen Zinssätzen vor allem für den Verkauf größerer Maschinen von Vorteil sein. In Westeuropa werden die Umsätze der Branche vor allem wegen der schwachen Konjunktur in der Viehzucht, der Milch- und der Getreideproduktion im Jahr 2010 voraussichtlich um etwa 10-15 % zurückgehen. In Zentraleuropa und den GUS-Staaten werden die Umsätze der Branche aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse und der mangelnden Verfügbarkeit von Krediten weiterhin unter Druck stehen. In Südamerika rechnet man aufgrund einer Rückkehr zu normaleren Wetterbedingungen und der Belebung des Schlüsselmarktes Brasilien im Jahr 2010 mit einem Umsatzwachstum der Branche von 10-15 %. Die Rahmenbedingungen in Brasilien werden von guten Preisen für Sojabohnen und Rohrzucker sowie von attraktiven staatlichen Finanzierungshilfen begünstigt. Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege dürften aufgrund der schleppenden US-Konjunktur in den Vereinigten Staaten und Kanada etwa gleich hoch ausfallen wie im Vorjahr.