„Mit unserem Zertifikat sorgen wir dafür, dass Solarstromanlagen fachgerecht gereinigt werden, schaffen Orientierung für Anlagenbetreiber und Wettbewerbsvorteile für die zertifizierten Betriebe“, erklärt OQS-Geschäftsführer Johannes Fohr. Das Siegel bescheinige beispielsweise, dass der Reinigungsbetrieb über eine professionelle Reinigungs- und Sicherheitsausstattung verfügt, mit entmineralisiertem Wasser arbeitet und in ausreichender Höhe gegen Schäden versichert ist.
„Leitungswasser kann zu Kalkablagerungen führen. Bei der Verwendung von Hochdruckreinigern, Schrubbern und Besen und beim Betreten der Module können Kratzer und Bruchstellen auf den Solarmodulen entstehen. Das wollen wir vermeiden“, sagt Fohr.
Mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme aus Freiburg, der Fachhochschule Bern, dem Deutschen Institut für Management sowie Modulherstellern und Reinigungsfirmen hat OQS nach eigenen Angaben deshalb als erstes Unternehmen in Europa Kriterien für die fachgerechte Reinigung von Solarstromanlagen entwickelt. Zu dem Zertifizierungsprozess gehören eine Bestandsaufnahme der Reinigungsausrüstung, des Fuhrparks und der Versicherungen, eine dreitägige Intensivschulung der Mitarbeiter in Theorie und Praxis sowie eine Überprüfung der Reinigungsarbeiten. Anschließend erstellt OQS nach Unternehmensangaben eine zertifizierungsfähige Dokumentation mit Verfahrens- und Arbeitsanweisungen und Checklisten.
Das Zertifikat ist nach Firmenangaben fünf Jahre gültig und kostet 4.000 Euro. Die OQS ist nach eigenen Angaben ein beim Bundesamt für Wirtschaft anerkanntes Beratungsunternehmen, die Beratung werde mit bis zu 1500 Euro gefördert (Firmen mit Sitz in Deutschland). OQS listet sämtliche zertifizierten Reinigungsbetriebe auf der Internetseite www.zertifiziertersolarreiniger.de auf.