Die nicht so kleine John Deere 8R-Baureihe umfasst weiterhin die fünf Modelle 8R 280 mit 206/280 kW/PS Nennleistung (Herstellerangabe ohne Norm), den 8R 310 mit 228/310 kW/PS, den 8R 340 mit 250/340 kW/PS, den 8R 370 mit 272/370 kW/PS sowie den 8R 410 mit 302/410 kW/PS, denen der 6-Zylinder-Motor JD9 mit 9 l Hubraum gemein ist. Mit Intelligent Power Management (IPM) steigt die Maximalleistung John Deere zufolge auf 240/326 bis 337/458 kW/PS.
Technisch konzentriert sich John Deere auf Verbesserungen bei Zugleistung, Teillasteffizienz und Automatisierung. Vor allem beim 8R 410 verweist der Hersteller auf eine hohe verfügbare Zugleistung im Wettbewerbsvergleich. Gleichzeitig soll die Abstimmung von Motor, Getriebe und Leistungsmanagement die Effizienz bei Aussaat- und kombinierten Arbeitsgängen verbessern.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das eAutoPowr-Getriebe, das ausschließlich für die Modelle 8R 370 und 8R 410 angeboten wird (bei den Modellen 8R 280, 8R 310 und 8R 340 setzt John Deere das AutoPowr ein). Das leistungsverzweigte System kombiniert mechanische und elektrische Kraftübertragung. Bis 5 km/h erfolgt der Fahrantrieb nach Herstellerangaben vollständig elektrisch, was insbesondere bei Arbeiten mit hohem Drehmomentbedarf Vorteile bieten soll. Für Transportfahrten nennt John Deere 50 km/h bei lediglich 1.150 U/min.
Mit einem von John Deere bezifferten Leergewicht von rund 13,4 t, einem zulässigen Gesamtgewicht von 20 t, bis zu 13.890 kg Heckhubkraft und 6.520 kg Hubkraft am optionalen Frontkraftheber bleibt die 8R Baureihe für schwere Bodenbearbeitungs-, Aussaat- und Transportaufgaben ausgelegt. Eine reaktive, geschwindigkeitsabhängige Lenkung soll den Fahrkomfort erhöhen, den Wendekreis gibt John Deere mit 5,7 m an. Verfügbar sind Reifendimensionen bis VF 710/55 R34 vorne sowie VF 900/60 R42 beziehungsweise VF 750/70 R44 hinten.
Für die Wartung überwachen Sensoren Betriebsstoffe und Filterzustände. Die neue Elektronikarchitektur stellt bis zu 2.000 Diagnosedatenpunkte für Ferndiagnose und vorausschauende Wartung bereit.
Deutlich sichtbar fallen die Änderungen der John Deere 8R in der neuen CommandView-4-Kabine aus: Der neu gestaltete CommandARM integriert die aktuelle Generation der Maschinensteuerung und erlaubt die Speicherung individueller Fahrprofile, Einstellungen für Sitz, Klimatisierung und Infotainment lassen sich zwischen verschiedenen Maschinen übertragen. Zu den Neuerungen zählen außerdem ein Startsystem per Tastendruck, ein 320°-Scheibenwischer, Soft-Close-Türen sowie eine integrierte Halterung für mobile Endgeräte mit induktiver Ladefunktion.
Für die Arbeitsvereinfachung steht vor allem die stärkere Integration digitaler Funktionen im Mittelpunkt: Arbeitsaufträge, Spurführungslinien und Applikationskarten können direkt aus dem Operations Center auf die Maschine übertragen und automatisiert ausgeführt werden. Alle Modelle verfügen John Deere zufolge serienmäßig über integrierte Empfängertechnik, das G5Plus CommandCenter sowie JDLink-Konnektivität. Hinzu kommen Funktionen wie AutoTrac Turn Automation, AutoPath sowie variable Mengen- und Tiefensteuerungen. Die 8R Traktoren sind zudem für zukünftige Autonomielösungen vorbereitet.