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John Deere erweitert 8R/RX Traktoren mit neuen Modellen nach oben

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John Deere stellt mit den drei neuen Modellen 8R/RX 440, 490 und 540 Großtraktoren mit Rädern oder vier Raupenfahrwerken vor, deren Nennleistung in PS nach Herstellerangaben der Bezeichnung entspricht. Das Flaggschiff, der 8R/8RX 540, ist mit einer Spitzenleistung von bis zu 634 PS John Deere zufolge aktuell leistungsstärkste Standardtraktor der Welt.

John Deere erweitert die Großtraktoren mit den drei neuen Modellen 8R/RX 440, 490 und 540 nach oben. Der 8RX 540 mit vier Raupenfahrwerken ist mit einer Spitzenleistung von bis zu 634 PS John Deere zufolge aktuell leistungsstärkste Standardtraktor der Welt.
In den Traktoren John Deere 8R/8RX 440, 490 und 540 arbeitet der neue 6-Zylindermotor JD14 mit 13,6 l Hubraum. Die Nennleistung in PS entspricht der Traktor-Bezeichnung.
Die CommandView 4 Kabine der neuen John Deere 8R/8RX bietet mehr Beinfreiheit, ein größeres Sichtfeld und die neu gestaltete Bedienarmlehne CommandARM mit integriertem Komfort-Display.

Angetrieben werden die Modelle John Deere 8R/8RX 440, 490 und 540 vom neuen 6-Zylindermotor JD14 mit 13,6 l Hubraum; nicht zu verwechseln mit dem JD14X, der in den F8-Feldhäckslern, X9-Mähdreschern und den 9RX-Traktoren Verwendung findet. Wie eingangs erwähnt, beziffert John Deere die Nennleistung (ohne Angabe einer Norm) mit 324/440 kW/PS für den 8R/RX 440, mit 360/490 kW/PS für den 8R/RX 490 und mit 397/540 kW/PS für den 8R/RX 540. Darüber hinaus gibt John Deere außerdem die maximale Motorleistung bei 1.700 U/min (nach ECE-R120) für die drei Modelle mit 356/484 kW/PS, 396/539 kW/PS und 437/594 kW/PS an sowie die maximale Motorleistung mit PP IPM (Peak Power Intelligent Power Management) bei 1.700 U/min (nach ECE-R120) 385/524 kW/PS, 426/579 kW/PS und 466/634 kW/PS. Mit einem maximalen Drehmoment bei 1.400 U/min von 2.196 Nm, 2.445 Nm sowie 2.695 Nm und einem konstanten Leistungsbereich zwischen 1.450 und 1.900 U/min soll der Motor genau jene Souveränität bieten, die großstrukturierte Betriebe bei schwerer Bodenbearbeitung oder im anspruchsvollen Zapfwellenbetrieb benötigen.

Die Kraft des Motors wird bei den neuen John Deere 8R/8RX serienmäßig über das stufenlose eAutoPowr-Getriebe (siehe Artikel: „John Deere eAutoPowr Stufenlosgetriebe mit elektrisch-mechanischer Leistungsverzweigung geht in Serie”) auf den Boden gebracht. Das elektromechanische, leistungsverzweigte Konzept ersetzt klassische hydrostatische Komponenten durch wartungsfreie Generatoren und steigert die Effizienz gegenüber konventionellen Lösungen spürbar - John Deere spricht von 8 % (auf Basis eines Vergleichs zwischen dem 8R 370 eAutoPowr und dem 8R 370 AutoPowr). Drei klar definierte Betriebsmodi – ECO, STANDARD und MAX – erlauben es, Motor- und Getriebecharakteristik präzise an Einsatzprofil und Lastanforderung anzupassen: vom verbrauchsoptimierten Straßentransport bis zur maximalen Reaktionsgeschwindigkeit bei schweren Zugarbeiten.
Unterstützt wird die Kraftübertragung durch die neue Heavy-Duty Independent Link Suspension (HD ILS) an der Vorderachse, die Traktion und Lenkpräzision gleichermaßen verbessert und trotz der enormen Dimensionen einen Wendekreis von rund sieben Metern ermöglicht. Bei den 8R-Modellen sind – abhängig von nationalen Vorgaben – Transportgeschwindigkeiten von 40,50 oder 60 km/h bei reduzierter Motordrehzahl realisierbar. Systeme wie ILS Roll Control und Reactive Command Steering sorgen dabei für ein pkw-ähnlich ruhiges Fahrverhalten, selbst bei hohen Geschwindigkeiten oder wiederholten Wendemanövern am Vorgewende.

Bei der Hydraulik beträgt die Förderleistung der neuen 8R- und 8RX-Modelle John Deere zufolge bis zu 418 l/min. Ein doppeltwirkender Heckkraftheber mit bis zu 10,8 t Hubkraft sowie ein integrierter Frontkraftheber mit bis zu 4,8 t erweitern das Einsatzspektrum erheblich. In Kombination mit einer 130-kW-Frontzapfwelle und der Typ-4-Heckzapfwelle mit den Drehzahlen 1000/1000E/1300 mit bis zu 548 PS maximaler Zapfwellenleistung sind auch stationäre Anwendungen wie Hack- oder Fräsarbeiten problemlos darstellbar.

Die 8R-Varianten lassen sich mit Hinterreifen bis 2,30  Durchmesser konfigurieren, optional inklusive integrierter Reifendruckregelanlage, die den Druck automatisch an Feld- oder Straßenbedingungen anpasst. Die 8RX-Modelle setzen dagegen auf überarbeitete Vierer-Raupenlaufwerke mit Soucy CustomFit P-Laufbändern, die dank geringerer Bandspannung Verschleiß reduzieren und bei einer Aufstandsfläche von bis zu 4,87 m² den Bodendruck deutlich senken – ein relevanter Beitrag zur Minimierung von Bodenverdichtung.

Die CommandView 4 Kabine der neuen John Deere 8R/8RX wurde konsequent auf Ergonomie und digitale Integration ausgerichtet: Die neu gestaltete Bedienarmlehne CommandARM mit integriertem Komfort-Display erlaubt das Abrufen personalisierter Sitz- und Bedieneinstellungen; die neuen Fahrhebel-Varianten CommandX Plus für grundlegende Funktionen und CommandX Pro für erweiterte Bedienanforderungen strukturieren die Bedienlogik klar nach Funktionsumfang und bieten eine neue Navigation beim G5Plus Display und erweiterte Funktionen für Precision Ag Anwendungen. Induktives Laden, 330-Grad-Frontscheibenwischer, Seitenscheibenwischer rechts, Soft-Close-Türsystem und Motorstart per Knopfdruck mit PIN-Codierung unterstreichen den Anspruch, lange Arbeitstage nicht nur produktiv, sondern auch komfortabel zu gestalten. John Deere betont außerdem die um 15 % größere Beinfreiheit und das um 20 % erweiterte Sichtfeld im Vergleich zur Kabine der 8R-Standardmodelle. Premium- und Ultimate-Sitze lassen sich elektrisch konfigurieren, der Ultimate-Sitz verfügt zudem über eine belüftete Rückenlehne – ein Detail, das im Hochsommer ebenso geschätzt wird wie bei 14-stündigen Einsätzen unter hoher Last.

Serienmäßig sind nach Herstellerangaben die Modelle 8R/RX 440, 490 und 540 mit moderner Konnektivitäts- und Präzisionstechnik ausgestattet, darunter StarFire 7500 Empfänger, G5Plus CommandCenter und JDLink. Über flexible Lizenzmodelle können Funktionen wie AutoPath Rows und AutoPath Boundaries genutzt werden, die Spurführungspläne für das gesamte Feld und alle saisonalen Feldarbeiten erstellen, oder AutoTrac Turn, das per Automation präzise Wendemanöver unabhängig von der Feldform ermöglicht. Die Arbeit mit Anbaugeräten soll durch die Führung Passive Implement Guidance vereinfacht werden, die durch Reduzierung des Versatzes zentimetergenaue Präzision verspricht, und AutoTrac Implement Guidance In Reverse wurde zum das präzisen Rangieren breiter Anbaugeräte entwickelt. Mit InField Data Sharing und dem automatische Datenaustausch mit dem John Deere Operations Center soll ein koordinierter Maschineneinsatz ohne manuelle Übertragung ermöglicht werden.

Quelle: ltm-ME, Bild: John Deere Walldorf GmbH & Co. KG (www.deere.de)

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