Die neue Case IH Magnum CVX Serie besteht wie bereits 2011 angekündigt aus den bekannten Modellen Magnum Magnum 235, 260, 290, 315 und 340 sowie dem neuen Top-Modell Magnum 370, die allesamt von 6-Zylinder-Common-Rail-Dieselmotoren, mit 8,7 l Hubraum, 4 Ventilen pro Zylinder, Turbolader und Ladeluftkühler sowie SCR/Adblue-Abgasnachbehandlung (Efficient Power) zur Einhaltung der Abgasnorm Euro 3b (Tier 4a) angetrieben werden. Die Motorleistungen der Modelle Magnum 235 bis Magnum 340 CVX entspricht denen der bisherigen Magnum Efficient Power Traktoren (siehe Artikel „Case IH stellt neue Magnum Traktoren mit EfficientPower Technologie vor“), die Nennleistung (nach ECE R120) für den neuen Magnum 370 CVX beziffert Case IH jetzt mit 270/367 kW/PS, die Höchstleistung mit Leistungsmanagement (nach ECE R120) mit 308/419 kW/PS.
Das neue stufenlose CVT-Getriebe im Magnum CVX steht mit 40 km/h oder 50 km/h Endgeschwindigkeit zur Verfügung und verfügt über vier mechanische Fahrbereiche für einen laut Case IH hohen Wirkungsgrad bei Feldarbeiten oder Straßentransporten. Case IH setzt bei dem Getriebe auf die bewährte Cartrigde-Bauweise, die sich nach Herstellerangaben bereits in den PUMA CVX Modellen bewährt hat. Die gesamte Getriebeeinheit kann damit für Servicearbeiten seitlich im Ganzen aus dem Getriebe gezogen werden. Als weiteres Highlights nennt Case IH die aktive Stillstands-Regelung zum Anhalten am Berg ohne Bremsbetätigung.
Zudem ist der Magnum CVX mit ECO-Drive – einem doppelten Handgas – ausgestattet. Das ECO-Drive System von Case IH ist ein Konzept für die Bedienung des Motor-Getriebe-Managements bei stufenlosen Getrieben. Neben dem technologischen Konzept eines doppelten Handgases soll sich ECO-Drive laut Case IH durch eine höchst ergonomische Platzierung auf der zentralen Armlehne des Multicontrollers auszeichnen. Der linke Hebel steuert die bekannte Handgasfunktion. Der rechte Hebel ist mit einer Doppelfunktion ausgestattet. Bei Betrieb ohne Zapfwelle gibt die Hebelstellung die maximale Motordrehzahl vor. Bei Betrieb mit Zapfwelle definiert die Hebelstellung die untere Motordrehzahl, bei der die Getrieberegelung reagiert und die Geschwindigkeit reduziert wird.
Darüber hinaus gehört das automatische Produktivitätsmanagement (APM), wie bei allen Case IH Großtraktoren, zur Serie. Das APM erlaubt den automatischen Wechsel der Fahrbereiche und wählt automatisch die jeweils passende optimale Motordrehzahl. Die Getriebebedienung erfolgt über einen Shuttlehebel links am Lenkrad und rechts im bewährten Case IH Multicontroller, der jetzt auch beim Magnum zur Standardausrüstung zählt. Zusätzlich kann über einen Taster in der rechten Armlehne das Schaltverhalten des Getriebes (Beschleunigen, Abbremsen, Fahrtrichtungswechsel) in drei Stufen – wenig aggresiv, mittel und aggresiv – angepasst werden. Über einen weiteren Taster kann der Modus „manuell“ für alle Arbeiten ohne APM aktiviert werden.
Die neue Magnum Serie besitzt laut Case IH auch ein Leistungsplus im Bereich der Hubwerke sowie der Hydraulik. Die Hydraulikleistung beträgt jetzt mit der serienmäßigen Standardpumpe 161 l/min. Als Option sind eine High-Flow-Pumpe mit 225 l/min sowie eine Mega-Flow-Pumpe mit 282 l/min verfügbar. Insgesamt stehen bis zu sechs elektrische Steuergeräte mit Mengen- und Zeitsteuerung in beide Richtungen zur Verfügung. Die Hubkraft des Heckkrafthebers beziffert Case IH für die Magnum CVX Traktoren mit 11.000 kg, die des optionalen Frontkrafthebers mit 5.000 kg.
Auch im Bereich des Fahrwerks haben die Case IH Ingenieure Weiterentwicklungen umgesetzt. So besitzt der Magnum eine neu gefederte Vorderachse der Klasse 4.5 (Magnum 235 und 260) mit 6.030 kg zulässiger Vorderachslast und 5 (Magnum 290 bis 370) mit 6.750 kg zulässiger Vorderachslast. Mit der neuen Hinterachse sind jetzt nach Herstellerangaben auch Rädergrößen von bis zu 2,15 Meter einsetzbar.
Die überarbeitete Kabine gehört laut Case IH mit einem Innengeräuschpegel von 69 dB(A) jetzt zu den leisesten Großraumkabinen für Traktoren. Auf Wunsch ist die Kabine nun auch mit einer Lederausstattung verfügbar. Zum Einsatz kommt auch die neueste Generation von Touch Screen Monitoren, der AFS 700 Pro, der die Steuerung ISOBUS kompatibler Anbaugeräte sehr komfortabel ermöglichen soll. Das automatische Parallelfahrsystem ACCUGUIDE, welches mit allen verfügbaren Korrektursignalen betrieben werden kann, wird ebenfalls zur optimalen Grundausstattung für die neueste Generation von Antennen für GPS und Glonass Signale.