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Bergmann stellt neuen Tieflader-Universalstreuer TSW 2140 vor

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Artikel eingestellt am:
14.12.2017, 7:29

Quelle:
ltm-KE
www.bergmann-goldenstedt.de

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Einachsige Tieflader-Universal- und Stalldungstreuer liegen aktuell im Trend. Das sieht auch Bergmann so und stellt mit dem neuen TSW 2140 einen Universalstreuer dieser Bauart vor, der erstmals auf der Agritechnica 2017 gezeigt wurde.

Einachs-Tieflader-Streuer bieten eindeutige Vorteile. Nicht nur in Hanglagen sind sie herkömmlichen Stalldung- und Universalstreuern durch ihren vergleichsweise niedrigen Schwerpunkt überlegen. Auch bei schwierigen Bodenverhältnissen sind sie gegenüber Tandem-Fahrzeugen leichtzügiger. Die Tieflader-Bauweise mit neben der Streuerwanne angeordneten Rädern erlaubt die Verwendung großer Reifen, so dass der Bodendruck nicht höher ausfallen muss als bei einem Tandem-Fahrwerk.

Diese Eigenschaften hat Bergmann beim neuen Tieflader-Universalstreuer TSW 2140 konsequent umgesetzt. So stattet Bergmann den TSW 2140 mit Reifen der Dimension 480/95 R50 in VF-Ausführung aus. Dass die Räder verhältnismäßig schmal dafür aber mit großem Durchmesser gewählt wurden, hat einen triftigen Grund: Anders als bei anderen Tieflader-Streuer kommt beim Bergmann TSW 2140 keine im unteren Bereich sehr schmale Streuerwanne zum Einsatz. Vielmehr setzt Bergmann wie beim TSW 2120 auf eine 1,8 m breite konische Ganzstahlwanne. Durch diese breite Wanne erübrigen sich allzu schräg ausgestellte Bordwandaufsätzen, die zu schlechtem Fließverhalten des Streugutes führen. Um dennoch eine gute Bodenschonung zu ermöglichen, verfügen die Reifen über einen großen Durchmesser – der natürlich auch zur Leichtzügigkeit beiträgt – und können durch die VF-Technologie mit geringem Innendruck gefahren werden, so dass sich insgesamt eine große Reifen-Aufstandsfläche ergibt. Die Spurweite beträgt 2.400 mm, so dass der TSW 2140 in Verbindung mit einem niedrigen Schwerpunkt für den Hangeinsatz gerüstet ist.
Die Wanne ist übrigens selbsttragend konstruiert, so dass beim neuen TSW 2140 Universalstreuer auf einen zusätzlichen Fahrzeugrahmen verzichtet werden konnte. Weniger Ablagerungsmöglichkeiten für Mist und Schmutz und wohl auch eine gewisse Gewichtsersparnis sind die positiven Folgen. Apropos Gewicht: Der TSW 2140 bietet laut Bergmann maximal 16 m³ Ladevolumen (inkl. Bordwandaufsätzen) und ein zulässiges Gesamtgewicht von 14 t. Davon werden 4 t über die, für mehr Wendigkeit, schlank gehaltene, per Gummipuffer gefederte Deichsel auf die Traktorhinterachse übertragen – dass der Bergmann TSW 2140 bei 4 t Stützlast in der K80-Zugkugel gefahren wird, braucht eigentlich nicht zu erwähnt werden.

Ein Kratzboden mit vier Rundstahlketten (je 14 x 50 mm), die eine Gesamtbruchlast von 100 t bieten, transportiert das Streugut zum Streuwerk. Um ein Nachspannen der Ketten unterhalb des Ladebodens überflüssig zu machen, stattet Bergmann den TSW 2140 mit vier Federn an der Fahrzeugfront aus, so dass die Kettenspannung bequem kontrolliert und stirnseitig nachgestellt werden kann. Das Streuwerk arbeitet mit zwei Fräswalzen und zwei Streutellern. Wahlweise bietet Bergmann einen kardanischen Streuwerksantrieb aus der insbesondere den Wartungsaufwand reduziert und die Einsatzsicherheit erhöht. Um Bruch zu vermeiden, ist der Antrieb mit einer Überlastkupplung und separaten Freiläufen für jeden Streuteller und die Fräswalzen ausgestattet.

Wie Bergmann richtig anmerkt, gewinnt der sorgfältige Umgang mit organischen Düngemitteln an Bedeutung. Sinnvoll ist deshalb die Ausstattung des neuen TSW 2140 mit einer Wiegeeinrichtung. Durch Wiegestäbe an der Achse und einer K80–Zugschale mit integrierter Messtechnik wird das Ladungsgewicht erfasst und auf einem Display angezeigt. Alternativ können die Wiegedaten in Kombination mit einer optionalen ISOBUS-Maschinensteuerung genutzt werden. Das eröffnet neben der bloßen Anzeige des Gewichtes weitere Möglichkeiten. So ist etwa die kontinuierliche Regelung der Ausbringmenge während des Streuvorgangs und eine teilflächenspezifische Ausbringung per entsprechendem TaskController möglich. Darüber hinaus steht mit der Parallel-Tracking App CCI.Command ein Parallelfahrsystem zur Verfügung, das den Fahrer bei den Anschlussfahrten unterstützt und zudem die bereits bearbeitete Fläche darstellt. Je nach verwendetem ISOBUS-Terminal – Bergmann empfiehlt die Terminals CCI50 oder CCI200 – ist weiters eine Anbindung des Terminals an das Internet möglich. So lassen sich Streuaufträge drahtlos austauschen und das Fahrzeug kann einfach online disponiert werden. Der Nutzer kann dann auch auf eine Datenbank zurückgreifen, die diverse Maschinenparameter für zahlreiche Streugüter vorgibt. Die Möglichkeit des individuellen Werteeintrags rundet, so Bergmann, diese Entwicklung ab und macht sie zur willkommenen Hilfe im Streueinsatz. Die ISOBUS-Maschinensteuerung des TSW ist laut Bergmann AEF-zertifiziert, dass neben den erwähnten CCI-ISOBUS-Terminals auch weitere Terminals genutzt und sogar Funktionen den Tasten des Traktor-Fahrhebels individuell zugeordnet werden können.
Als weitere Option bietet Bergmann für den Tieflader-Universalstreuer TSW 2140 LED-Arbeitsscheinwerfer und Farbkameras an, so dass sich das Fahrzeug selbst im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr sicher, zuverlässig und wirtschaftlich einsetzen lassen soll.

Autor: Klaus Esterer

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