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Hanskamp stellt CowToilet zur Senkung von Ammoniakemissionen vor

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Artikel eingestellt am:
07.2.2019, 7:31

Quelle:
ltm-ME/Hanskamp AgroTech BV
www.hanskamp.de

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Hanskamp präsentiert mit CowToilet das Konzept einer Kuhtoilette (eigentlich eines Kuh-Pissoirs), durch die der Urin der Kühe separat aufgefangen wird – durch die Trennung des Urins vom Festmist werden Ammoniakemission drastisch gesenkt. Die ersten Modelle werden nach Unternehmensangaben Mitte 2020 auf den Markt kommen.

Beim innovativen Hanskamp-System CowToilet handelt es sich um ein automatisches und freiwilliges Uriniersystem, das den Urin auffängt, bevor er auf den Boden gelangt. Hierzu wird ein natürlicher Nervenreflex genutzt, der die Kuh zum Urinieren veranlasst. Die Hanskamp CowToilet hängt auf Höhe des Zentralbandes des Euters, kann sich mit der Kuh mitbewegen und erzeugt kaum Gegendruck. Die CowToilet sucht dann den Nerv, der den Blasenentleerungsreflex stimuliert, berührt ihn und die Kuh beginnt zu urinieren. Der Urin wird im Reservoir der CowToilet aufgefangen und anschließend abgesaugt sowie separat gelagert. Die Freiwilligkeit des Toilettenbesuchs wird durch die Verabreichung der täglichen Kraftfutter-Ration forciert.

Hanskamp erläutert, dass durch das Auffangen des meisten Urins eine substantielle Verminderung der Ammoniakemission erzielt werden kann, was einerseits die Umwelt schont und anderseits das Stallklima verbessert und so das Wohlbefinden der Tiere steigert – Lungen und Klauen werden weniger belastet. Neben den ökonomischen Vorteilen, die sich durch die geringere Mistbeseitigung ergeben, sieht Hanskamp in der Sammlung des Urins auch die Möglichkeit neuer Einnahmequellen. Reiner Urin könne als hochwertiger Grundstoff für Präzisionsdüngung genutzt werden, zur Stromerzeugung, als Harnstoff für moderne Motoren oder als Quelle für Wasserstoff.

In einem Firmenvideo, das unter www.youtube.com/watch?v=V_W6XqJncb4&t=3s abrufbar ist, rechnet Henk Hanskamp vor, das jede Kuh etwa 10 l Urin am Tag erzeugt, wodurch sich in den Niederlanden bei 1,5 Millionen Kühen 15 Millionen Liter pro Tag ergeben. Hanskamp ruft Start-Ups auf, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Laut Wageningen University & Research (WUR) wird etwa 90 % der Ammoniakemission durch die Landwirtschaft verursacht. Beim Zusammentreffen von Mist und Urin entsteht Ammoniak. Wenn Ammoniak in die Luft gelangt, kann es in die Natur eingetragen werden und es können große Mengen Stickstoff in den Boden gelangen. Pflanzen können diese Mengen nicht gänzlich verarbeiten, wodurch der Boden versauert und das Grundwasser belastet wird. In hohen Konzentrationen kann Ammoniak auch schädlich für Mensch und Tier sein. Um die von der Landwirtschaft ausgehende Ammoniakemission zu beschränken, sehen Viehhalter sich jetzt mit hohen Kosten konfrontiert, um den Anforderungen an die Ammoniakemission und die Mistbeseitigung zu genügen.



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