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Neuer Bundesbau für die Bioenergieforschung – DBFZ feiert Richtfest

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Artikel eingestellt am:
27.9.2017, 18:26

Quelle:
Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ)
www.dbfz.de

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Nach rund einjähriger Bauzeit konnte am Montag, den 18. September 2017, in Anwesenheit der Staatssekretäre Gunther Adler (BMUB) und Dr. Herrmann Onko Aeikens (BMEL) das Richtfest des DBFZ-Neubaus in der Torgauer Straße 116 begangen werden. Mit dem Aufziehen des Richtkranzes startet in Kürze der Innenausbau des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanzierten Forschungsneubaus in Leipzig-Schönefeld. Der Bezug des Neubaus mit Verwaltungsgebäude und großer Technikumshalle ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bundesbauministerium lobte in seiner Ansprache: „Der Neubau mit Technikum und Laborgebäude wird das Herzstück des Deutschen Biomasseforschungszentrums sein. Die anspruchsvolle Architektur und die technischen Innovationen überzeugen. Die Baumaßnahme ist ein gelungenes Beispiel für die Vorbildfunktion des Bundes als Bauherr bei der nachhaltigen Planung und Errichtung seiner Liegenschaften.“ Staatssekretär Adler begrüßte darüber hinaus die Tatsache, dass das Richtfest, wie vor einem Jahr angekündigt, termingerecht gefeiert werden konnte. In seinem Grußwort dankte der Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Herr Dr. Hermann Onko Aeikens, dem Deutschen Bundestag für die Unterstützung und die Bereitstellung der rund 52 Millionen Euro für das Bauprojekt. Gleichzeitig hob er die Bedeutung der Einrichtung als zentrale Forschungseinrichtung des Bundes für alle Forschungsfelder im Bereich der Bioenergie hervor: „Der wissenschaftliche Hintergrund des DBFZ und seine effektive nationale und internationale Vernetzung machen die Einrichtung zu einem kompetenten Berater mit wissenschaftlich fundierter Entscheidungshilfe für die Politik. Mit dem heutigen Richtfest ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer exzellenten, mit modernster Infrastruktur ausgestatteten Forschung des DBFZ geschafft“, so der Staatssekretär. Mit Blick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung und der UN-Klimakonferenz stellte Dr. Aeikens insbesondere die innovative Holzbauweise und die Bedeutung der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz als Beitrag für den Klimaschutz heraus.

Der Forschungsneubau mit einer Gesamtgröße von rund 13.000 m² zeichnet sich durch eine nachhaltige Bauweise in Anlehnung an das „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“ (BNB) aus. So wurde das fünfstöckige Verwaltungsgebäude inkl. der Deckenkonstruktion ab dem ersten Obergeschoss als Holz- bzw. Holz-Beton-Verbundbauweise aus nachweislich regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft errichtet. Die Holzstrukturen sind sowohl im Inneren des 465 m² großen Seminarbereiches, wie an den Deckenuntersichten der vier Bürogeschosse und der Dachkonstruktion der Technikumshalle sichtbar. Die dunkle Holzverschalung der Außenfassade ist zusätzlich ein weithin sichtbares Abbild der nachhaltigen Bauweise. „Die Holz- und Holz-Beton-Verbundbauweise erweisen sich auch aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades und des damit einhergehend beschleunigten Bauablaufes als wirtschaftlich nachhaltige, weil äußerst effiziente Bauweise. Das konstruktive System mit tragenden Außenwänden und wenigen tragenden Innenwandscheiben ermöglicht über die gesamte Nutzungsdauer hinweg eine hohe Flexibilität und leichte Anpassungsfähigkeit der raumbildenden Elemente an veränderte Nutzungsanforderungen“, so der Architekt Prof. Benedikt Schulz (Schulz und Schulz) während des Rundgangs durch den fertiggestellten Rohbau.

Im Verwaltungsgebäude sind neben einem großzügigen Lobbybereich im Erdgeschoss überwiegend Büro- und Besprechungsräume vorgesehen, der angegliederte Seminarbereich bietet Raum für insgesamt 222 Besucher. In der zweigeschossigen und 111 Meter langen Technikumshalle werden auf insgesamt 4.675 m² die verschiedensten Prüfstände, Labore und technischen Anlagen des DBFZ unter einem Dach zusammengeführt. Mit der Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahmen wird die Leipziger Forschungseinrichtung ab dem Frühjahr 2019 über eine hochmoderne Infrastruktur sowie optimale Arbeitsbedingungen für die rund 180 Mitarbeiter des DBFZ und die angewandte Bioenergieforschung in den drei technischen Forschungsbereichen Biochemische Konversion, Thermo-chemische Konversion und Bioraffinerien verfügen.

Die Finanzierung des Neubauvorhabens erfolgt im Rahmen einer 100%igen Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Baukosten belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 52 Millionen Euro. Parallel zur Bauinvestition werden umfangreiche Investitionen in die Erstausstattung getätigt, um insbesondere die technische Geräteausrüstung zu optimieren. Um die konjunkturell bedingt steigenden Baukosten abfedern zu können, wurden mit der Vorplanung bis heute fortlaufend eine Vielzahl von Einsparungen und Optimierungen vorgenommen. Die Projektleitung für das Bauvorhaben liegt beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Leipzig I.



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