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Case IH erweitert Quantum Spezialtraktoren um neue CL-Variante

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Artikel eingestellt am:
11.6.2023, 7:30

Quelle:
ltm-ME

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Mit der Vorstellung der neuen Quantum CL (Culture en Ligne) vervollständigt Case IH die Erneuerung der Quantum-Spezialtraktoren-Baureihe mit den fünf Modellen Quantum 80, 90, 100, 110 und 120 – die Quantum V, N, und F kündigte Case IH bereits zur SIMA 22 an (siehe Artikel: „Case IH kündigt neuen Puma 260 CVXDrive und neue Quantum-Baureihen F/V/N an“). Die neuen CL sind ab dem 3. Quartal 23 bestellbar, alle anderen sind nach Herstellerangaben sofort verfügbar.

Die Case IH Quantum Spezialtraktoren werden von 4-Zylinder-Motoren mit 3,4 respektive 3,6 l Hubraum angetrieben, die die EU Abgasnorm der Stufe V erfüllen. Im Quantum 80 V/N/F/CL kommt der FPT F34 zum Einsatz, der die Stufe V mit DOC und DPF aber ohne AdBlue erfüllt und mit zwei Ventilen pro Zylinder nach Unternehmensangaben 55/75 kW/PS Nennleistung erbringt. Diese Motorisierung ist schon von den Vorgängermodellen bekannt. Bei den Modellen 90, 100, 110 und 120 setzt Case IH auf den FPT F36, der die Abgasnorm durch DOC und SCRoF aber ohne DPF erreicht – das Wegfallen des Partikelfilters bewirkt nach Unternehmensangaben eine wartungsfreie Abgasnachbehandlung. Da gerade Platz bei Spezialtraktoren kostbar ist, handelt es sich beim F36 um die Ultra-Compact-Ausführung, die im Vergleich zur Standard-Version etwa 20 cm weniger hoch ist und so eine 6 cm niedrigere Motorhaube erlaubt.
Mit vier Ventilen pro Zylinder erreicht der F36 im Quantum 90 bei 2.300 U/min nach Herstellerangabe (ohne Angabe einer Norm) 63/86 kW/PS, 74/100 kW/PS im Quantum 100, 81/110 kW/PS im Quantum 110 und 88/120 kW/PS im Quantum 120. Die Maximalleistung bei 1.900 U/min ist Case IH zufolge mit der Nennleistung identisch. Das maximale Drehmoment beziffert Case IH mit 320 Nm für den Quantum 80, mit 351 Nm für den Quantum 90, mit 407 Nm für den Quantum 100, mit 490 Nm für den Quantum 110 und mit 518 Nm für den Quantum 120 (der übrigens im Vergleich zu den Vorgängern das neue Topmodell darstellt). Das Volumen des Kraftstofftankes variiert je nach Version: In der Vineyard-Version V fasst dieser 68 l, in der Narrow-Version N 90 l, in der Fruit-Version F und in der CL-Version 104 l. Die neugestaltete Motorhaube ist niedriger und bietet die Möglichkeit, einen kleinen Teil zu öffnen, um Kraftstoff und AdBlue aufzufüllen oder die komplette Haube für Arbeiten am Motor.

Beim Getriebe der neuen Quantum setzt Case IH auf das bekannte ActiveDrive 2, das mit zwei Lastschaltstufen, vier Gruppen und vier Gängen 32 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgänge realisiert. Auf Wunsch lässt sich ein Kriechgang ordern, der die Anzahl der Vorwärtsgänge auf 44 erhöht. Das Getriebe erlaubt Geschwindigkeiten von 0,7 bis 40 km/h; mit gewählter Kriechgangoption von 0,17 bis 40 km/h. Case IH betont die Möglichkeit, Powershuttle in drei Modi einzustellen und das Vorhandensein des elektrischen Kupplungsknopfes PowerClutch. Auf die Frage, wann Case IH stufenlose Spezialtraktoren vorstellen werde, antwortete das Unternehmen, dass es sicher stufenlose Spezialtraktoren produzieren werde, aber noch nicht sagen könne, wann. Abgesehen davon würden Schaltgetriebe europaweit in größeren Stückzahlen nachgefragt.
Die serienmäßige elektro-hydraulische Heckzapfwelle bietet die zwei Geschwindigkeiten 540/540E. Optional ist eine 3fach-Heckzapfwelle mit 540/540E/1000 sowie eine 1.000er-Frontzapfwelle ab Werk erhältlich.

Die Hydraulik der neuen Quantum V/N/F/CL Spezialtraktoren lässt sich jetzt mit einer Pumpe mit maximal 64 oder 80 l/min Volumenstrom ausstatten, und kann mechanisch oder elektro-hydraulisch bedient werden. Nach Herstellerangaben sind bis zu vier Hecksteuergeräte, bis zu acht Zwischenachsanschlüsse, LeadSensing-Anschlüsse und zusätzliche Steuergeräte für Kleinmengenverbraucher (beispielsweise einen hydraulischen Oberlenker) bestellbar. Die maximale Hubkraft des Heckhubwerkes, dessen Zylinder nun außen montiert sind (womit sich eine neue Sitzposition realisieren lässt), beziffert Case IH mit 2.519 kg, die des Fronthubwerkes mit 1.500 kg.

Gerade bei Spezialtraktoren ist Wendigkeit ein wichtiges Kriterium. Case IH setzt aus diesem Grund bei den neuen Quantum Traktoren auf die gleiche Vorderachse, den gleichen Radstand und den gleichen maximalen Lenkeinschlag, der schon bei den Vorgängermodellen zum Einsatz kam. Die optional erhältliche Vorderachs-Federung ist schwingend aufgehängt und verzichtet auf Einzelradfedern. Sie ist in vier Modi einstellbar und doppelwirkend, womit absenken, erhöhen sowie sperren ermöglicht wird. Die AutoLeveling-Funktion erlaubt es, Wankbewegungen aufzufangen.
Der neue Quantum CL nutzt die gleiche Plattform wie der F mit einer Außenbreite von 1,5 m, arbeitet aber mit einer breiteren Vorderachse mit einem Flansch-zu-Flanschmaß von bis zu 1.584 mm. Dadurch lassen sich größere Reifen montieren, unter anderem die bodenschonenden Pneu-Trac-Reifen von Mitas.

In und an der Kabine der neuen Case IH Quantum V/N/F/CL hat sich optisch und technisch einiges getan: Die neue 4-Pfosten-Kabine hat nun einen ebenen Kabinenboden und keinen Getriebetunnel mehr. Durch die nach außen verlegten Heckhubwerkszylinder sitzt man niedriger, was sich sowohl auf das Raumgefühl als auch auf die Sicht positiv auswirkt. Die neue Frontscheibe ist ein Stück um die Motorhaube gezogen und die Holme wirken weniger massiv. Ob sich der Auspuff im Sichtfeld befindet ist Geschmackssache: Case bietet sowohl einen Auspuff an der Kabine als auch einen am Fahrwerk an. Die neue Kabine ist sehr leise (laut Case IH 71 dB(A)) und kann auf Wunsch mit Filtern der Kategorie vier ausgerüstet werden. Hier hat sich Case IH eine Variante einfallen lassen, die den notwendigen Schutz der Bedienenden mit einer kostenschonenden Umsetzung kombiniert: Auf beiden Seiten des Daches ist ein Filterfach, das serienmäßig mit Kategorie 2 Filtern bestückt ist. Wird die Kategorie-4-Option hinzugefügt, wird eines der Fächer mit dem Kategorie-4-Filter gefüllt. Wird nun der zugehörige Schalter aktiviert, wird der Luftstrom durch den Kategorie 4 Filter geleitet; bei Deaktivierung durch den Kategorie-2-Filter. So kann immer die Filterung gewählt werden, die gerade benötigt wird und nicht nur zwischen „Kein-Filter“ und Kategorie 4. Im Ergebnis soll sich die Standzeit des teuren Kategorie-4-Filters deutlich erhöhen. Die neue Kabine wird in zwei Außenbreiten produziert: 990 mm für den Quantum V und 1.150 mm für die Modelle N,F und CL – bisher kam die schmale Version übrigens auch bei den N-Modellen zum Einsatz.
Eine neue Armlehne, eine neuer 7-Zoll-Monitor an der A-Säule, für den es auf der Armlehne ein Drehrad gibt, und vollständige Kompatibilität mit den Case IH AFS Spurführungs- und AFS-Connect-Telemetrielösungen heben den Komfort auf modernes Niveau.

Das Design der neuen Case IH Quantum V/N/F/L wurde stark modernisiert. Das Dach hat einen Überstand bekommen und die Motorhaube neue Diagonalen, die eine agilere Optik verursachen. Selbstredend ist ein LED-Lichtpaket erhältlich. Case IH kann mit diesen Spezialtraktoren aus eigener Produktion zufrieden sein.

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