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Claas Traktoren-Serie ARION 400 jetzt mit Stufe-V-Motoren und neuem Topmodell ARION 470

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Artikel eingestellt am:
23.5.2021, 7:28

Quelle:
ltm-ME und ltm-KE, Bilder: CLAAS KGaA mbH
www.claas.com

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Claas führt bei den Traktoren der Serie ARION 400 Motoren der Abgasnorm EU Stufe V ein. Zudem gibt es ein Update mit neuen (optionalen) Ausstattungen und nicht zuletzt das neue Topmodell ARION 470. Wie bisher gibt es die Claas ARION 400 Traktoren in den drei Ausstattungsvarianten „Standard“, „CIS“ und „CIS+“. Drei Modelle werden zudem in der M-Version speziell für Kommunal-Einsätze angeboten.

Die neuen Claas ARION 400 werden von 4-Zylinder-FPT-Motoren mit 4.5 l Hubraum angetrieben, die die EU Abgasnorm der Stufe V durch SCRoF Technologie (SCR on Filters) und Dieseloxydationskatalysator erfüllen. Die beiden kleinsten Schlepper ARION 410 und ARION 420 (M) sind mit einem herkömmlichen Turbolader ausgerüstet, die restlichen Modelle mit einem Wastegate-Turbolader. Die Nennleistung nach ECE R 120 beziffert Claas für den ARION 410 mit 63/85 kW/PS, für den ARION 420 (M) mit 70/95 kW/PS, für die ARION 430 und 440 mit 81/110 kW/PS, für den ARION 450 (M) mit 88/120 kW/PS, für den ARION 460 (M) mit 96/130 kW/PS und für den neuen ARION 470 mit 103/140 kW/PS. Die Maximalleistung mit CPM nach ECE R 120 gibt Claas für den ARION 410 mit 67/90 kW/PS an, für den ARION 420 (M) mit 75/100 kW/PS, für den ARION 430 mit 85/115 kW/PS, für die ARION 440 und ARION 450 M mit 92/125 kW/PS, für die ARION 450 und ARION 460 M mit 99/135 kW/PS, für den ARION 460 mit 107/145 kW/PS und für den neuen ARION 470 mit 114/155 kW/PS. Das maximale Drehmoment nach ISO TR 14396 beträgt Claas zufolge 405 Nm beim ARION 410, 434 Nm beim ARION 420 (M), 505 Nm beim ARION 430, 539 Nm bei ARION 440 und ARION 450 M, 573 Nm bei ARION 450 und ARION 460 M, 615 Nm beim ARION 460 und 631 Nm beim neuen ARION 470. Claas verwendet zwei Kraftstoff- und AdBlue-Tanks mit unterschiedlichen Fassungsvermögen: Die kleinere Variante fasst laut Claas 140 l Diesel respektive 17 l AdBlue und kommt bei den Modellen ARION 410 und ARION 420 zum Einsatz. Die Fassungsvermögen der größeren Variante beziffert Claas mit 190 l Diesel respektive 22 l Harnstoff und stattet alle anderen ARION 400 (inklusive des ARION 420 M) damit aus. Beiden Varianten gemein ist, dass der Harnstofftank nach Unternehmensangaben bei jeder zweiten Kraftstofffüllung betankt werden muss.
Claas betont, das Ölwechselintervall auf 600 Stunden erhöht zu haben, eine Motorhaube mit 1-Knopf-Öffnungsmechanismus zu verwenden und dass sich der Ölstand bei geschlossener Motorhaube kontrollieren und korrigieren lässt. Ein Zyklon-Vorabscheider soll etwa 90 % Schmutz aus der Ansaugluft entfernen, der Luftfilter wurde zur einfachen Reinigung vor den Kühlerpaketen angebracht und eben diese lassen sich mit Gasdruckdämpfern in zwei Positionen ausschwenken. Neu ist die Unterbringung der Batterie, eines Werkzeugfaches und eines Druckluftanschlusses rechts im Aufstieg.

Nach wie vor verfügen alle Claas ARION 400 Traktoren serienmäßig über das 4-fach-Lastschaltgetriebe QUADRISHIFT mit insgesamt 16 Vorwärts- und Rückwärtsgängen. Optional können wie bisher alle ARION 400 ab dem ARION 430 mit dem 6-fach-Lastschaltgetriebe HEXASHIFT mit insgesamt 24 Vorwärts- und Rückwärtsgängen bestellt werden. Neu ist hier, dass das HEXASHIFT-Getriebe jetzt auch für das Standard-Ausstattungspaket als Wunschausstattung angeboten wird. Beide Getriebe-Varianten bieten nach wie vor maximal 40 km/h Höchstgeschwindigkeit – zu einer 50-km/h-Version kann sich Claas bei den ARION 400 Schleppern ebenso wenig durchringen, wie zu einer Ausführung mit Stufenlos-Getriebe.
Insgesamt ist die Getriebe- und Fahrwerksausstattung bei den ARION 400 gegenüber den Vorgängern praktisch unverändert. Das gilt beispielsweise für die maximal drei Zapfwellendrehzahlen (540/540E/1000) im Heck und die auf Wunsch verfügbare 1000er-Frontzapfwelle ebenso wie für die serienmäßig starre Pendelvorderachse beziehungsweise optionale gefederte PROAKTIV-Vorderachse. Neu hingegen ist, das nach Herstellerangaben bei den Modellen ARION 430 bis 470 auf jetzt 9 t angehobene maximal zulässige Gesamtgewicht, wodurch laut Claas bei den ARION 400 Schleppern jetzt in Grundausstattung 3,8 t (ARION 430 und 440) respektive 3,7 t (ARION 450 bis 470) Nutzlast möglich sind. Bei den Modellen ARION 410 und 420 beträgt das maximal zulässige Gesamtgewicht laut Claas 8,5 t, so dass sich hier in Grundausstattung nach Herstellerangaben eine Nutzlast von 3,7 t ergibt.
Zu den drei M-Kommunaltraktoren der Serie ARION 400, ARION 420 M, 450 M und 460 M, ist noch anzumerken, dass Claas diese mit Reifen mit Industrie-Profil ausrüstet und das linke Hinterrad dieser Modelle mittels Radgewichten bis zu 270 kg aufballastiert werden kann, um das Gewicht des Auslegerarmes – beispielsweise eines Böschungsmähers – auszugleichen.

Die Hydraulikausstattung bleibt bei den ARION 400 Traktoren – zumindest in Grundkonfiguration – überschaubar. So verfügen die Ausstattungsvarianten Standard und CIS serienmäßig lediglich über einen offenen Hydraulikkreislauf mit Einfachpumpe, deren maximale Förderleistung Claas mit 60 l/min angibt, sowie zwei doppeltwirkende mechanische Steuergeräte im Heck – immerhin mit Durchflußmengenregelung für ein Steuergerät. Als Wunschausstattung gibt es für Standard und CIS einen offenen Hydraulikkreislauf mit ebenfalls zwei mechanischen Zusatzsteuergeräten im Heck und Doppelpumpe mit einer maximalen Förderleistung von nach Herstellerangaben 100 l/min. Kaum zu glauben: Erst mit dieser optionalen Ausstattung können beim ARION 400 Kraftheber und Steuergeräte – etwa zum Ausheben und Drehen des Pfluges am Vorgewende – gleichzeitig betätigt werden! Für beide offenen Kreisläufe und sowohl für die Ausführung Standard als auch CIS gibt es als Wahlausrüstung ein drittes mechanisches Steuergerät im Heck sowie den FLEXPILOT Kreuzhebel und ein weiteres Steuergerät für die Frontladerbedienung und für den ARION 400 CIS alternativ auch den ELECTROPILOT Kreuzhebel mit zwei elektronischen Steuergeräten in Schleppermitte. Wesentlich besser sieht die Serienausstattung beim ARION 400 CIS+ aus. Hier gibt es einen Load-Sensing-Hydraulikkreislauf, dessen Pumpe laut Claas eine maximale Förderleistung von 110 l/min bietet. Zwei elektronische Steuergeräte im Heck sind beim CIS+ Serie, bis zu vier sind möglich (alle mit Durchflußmengenregelung). Auch hier gibt es den ELECTROPILOT Kreuzhebel als Wunschaustattung. Für den ARION 400 CIS bietet Claas die Load-Sensing-Hydraulik mit 110-l/min-Pumpe, allerdings mit mechanischen statt der elektronischen Steuergeräte, als Option an. Als neue Wahlausrüstung für mit Load-Sensing-Kreislauf ausgestattete ARION 400 ist jetzt eine größere Hydraulikpumpe mit laut Claas 150 l/min maximaler Förderleistung erhältlich. Der Heckkraftheber wird grundsätzlich per EHR bedient. Beim ARION 410 und 420 ist er in Kategorie 2 ausgeführt und bietet nach Herstellerangaben eine maximale Hubkraft von 4.500 kg. Der Heckkraftheber der Modelle ARION 430, 440, 450, 460 und 470 sowie der Kommunalausführungen entspricht der Kategorie 3 und verfügt laut Claas über 5.750 kg maximale Hubkraft. Als neue Option wird für diese Modelle – sofern sie mit Load-Sensing-Hydraulik bestellt werden – eine Heck-Dreipunkt-Hydraulik mit einer erhöhten Hubkraft von nach Herstellerangaben 6.250 kg angeboten. Ein Frontkraftheber, dessen maximale Hubkraft mit 2.800 kg angegeben ist, wird für alle neuen ARION 400 Modelle in allen Varianten als Wahlausstattung angeboten. Ebenso liefert Claas die neue ARION 400 Generation ab Werk mit Frontlader.

Die Kabine der neuen ARION 400 bietet Claas in vier Varianten an: als 6-Pfosten-Hochdach-Kabine, als 6-Pfosten-Niedrigdach-Kabine, als 6-Pfosten-PANORAMIC-Kabine und für die Kommunalschlepper ARION 400 M als 5-Pfosten-Kabine mit durchgehender rechter Polycarbonat-Seitenscheibe. Mit der Hochdach-Kabine und 34-Zoll-Reifen (ohne Kabinenfederung) beträgt die Gesamthöhe laut Claas 2.715 mm, mit der Niedrigdach-Kabine (die nicht für die Kommunalschlepper ARION 400 M erhältlich ist) und 30-Zoll-Reifen soll diese 2.576 mm betragen. Die serienmäßige Hochdach-Kabine ist für einen besseren Blick auf den Frontlader mit einer Dachluke ausgerüstet und die Niedrigdach-Kabine kann optional mit einer Glasdachluke geordert werden. Für einen fast unbegrenzten Blick nach oben bietet Claas die PANORAMIC-Kabine für alle ARION 400 außer den Kommunalschleppern ARION 420, 450 und 460 M an. Alle Kabinen können auf Wunsch durch eine 2-Punkt-Kabinenfederung ergänzt werden. Interessanterweise wird im Prospekt eine neue LED Arbeitsbeleuchtung mit bis zu 8 LED-Arbeitscheinwerfern angepriesen, die im Claas-Configurator nicht zu finden ist – hier gibt es lediglich LED-Rundumwarnleuchten, von denen die linke zur Serienausstattung zählt; Arbeitsscheinwerfer werden nur in der Halogen-Variante angeboten.
In der Kabine der neuen Claas ARION 400 ist der stoffbezogene Traktorsitz standardmäßig luftgefedert und kann gegen Aufpreis durch einen niederfrequenzgefederten Traktorsitz oder durch einen beheizten Komfortsitz (Grammer Dual Motion) ersetzt werden. Neu ist die Möglichkeit, statt des Standard-Lenkrades ein Leder-Lenkrad zu bestellen. Die Klimaanlage zählt zur Serienausstattung, eine Klimaautomatik gibt es optional für verschiedene Modelle. Für die Bedienung der neuen Claas ARION 400 stehen die drei Ausstattungspakete Standard, CIS und CIS+ zur Wahl. Das Standard-Paket umfasst den Multifunktionsgriff, die CIS Ausstattung zusätzlich einen schwarz-weiß Arbeitsmonitor im rechten A-Holm und CIS+ einen Farbmonitor im A-Holm.

Die Motorhaube der neuen Claas ARION 400 wirkt von vorne schlanker als bei den Vorgängern, da die zwei unteren Frontscheinwerfer sich nun ebenfalls im grünen Bereich befinden, wodurch optisch eine deutliche Taillierung des Kühlergrills erzeugt wird. Möglicherweise soll dieses Gestaltungselement die Wespentaillie betonen, die Claas immer gerne hervorhebt, da sie einen größeren Einschlagwinkel der Vorderräder erlaubt.

Die neuen Claas ARION 400 lassen sich optional ab Werk mit einem Claas Spurführungssystem ausstatten, bei dem neben SATCOR und OMNISTAR verschiedene RTK Signale als Korrektursignale möglich sind. Auch die automatische Dokumentation per TELEMATICS kann auf Wunsch gleich mitbestellt werden.

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